Leider funktioniert nicht jedes Gerät mit einer neueren Windows-Version. So auch beim Nikon LS-40ED, einem Dia-Scanner mit USB-Anschluss. Treiber und Software gibt es nur bis einschließlich Windows Vista. Mit Windows 7, noch dazu 64-bit, kommt man leider nicht all zu weit bei diesem Gerät.
Abhilfe schafft der sogenannte XP-Modus, eine von Microsoft ab Windows 7 Professional verfügbare, vorbereitete Virtual PC-Maschine. Der Kunde hatte zum Glück Windows 7 Ultimate, so das die Nutzung des XP-Mode möglich war.
Alternativ kann man auch VirtualBox, VMware Workstation etc. verwenden, so lange die Lösung eine Umleitung des USB-Anschlußes ermöglicht. Allerdings fallen neben der Virtualisierungssoftware (jenseits von VirtualBox) als auch für eine Windows XP-Lizenz (sofern nicht vorhanden) kosten an.
XP-Modus installieren
Auf der folgende Seite findet sich zwei Downloads, die von links nach rechts herunterzuladen und zu installieren sind:
Herunterladen von Windows XP-Modus
Während der Einrichtung wird man nach einem Kennwort für den XP-Modus-Benutzer (XPMUser) gefragt. Sobald die virtuelle Maschine läuft, sollte man wie bei jeder anderen Windows-Installation auch, Updates installieren.
Fallstrick Intel VT und AMD-V
Sollte man einen Computer verwenden, der die beiden genannten Virtualisierungstechniken nicht unterstützt oder sich das BIOS verhemmend gegen die Aktivierung währt (ist alles schon mal vorgekommen) kann man auf ein Update seitens Microsoft zurückgreifen, das die Verwendung des XP-Modus’ ohne diese Techniken ermöglicht:
Download Windows XP-Mode with Virtual PC
Auf den ersten Blick landet man “nur” auf der englischsprachigen Download-Seite für den XP-Modus. Erst nach Auswahl von Betriebssystem und Sprache offenbart sich der Unterschied. Unter “Step 4″ steht ein Update zur Verfügung. Zwar ist dort die Rede davon, das man ab Windows 7 SP1 dieses Update nicht benötigt, allerdings war dies im konkreten Kundenfall anders.
Nikon LS-40ED installieren
Die virtuelle Maschine mit dem XP-Modus muss gestartet sein. Der Scanner muss mit dem PC verbunden und an die virtuelle Maschine weitergeleitet sein. Letzteres erreicht man, in dem man in der Menüleiste auf “USB” und dann auf “LS-40ED” klickt. Es müssen folgende Archive heruntergeladen, entpackt und der virtuellen Maschine zur Verfügung gestellt werden:
Die Vollversion beinhaltet die Treiber. Sollte Windows nicht nach einem Treiber fragen, so muss man den Weg über den Geräte-Manager gehen.
Nach erfolgter Installation muss die virtuelle Maschine neu gestartet werden. Sobald die virtuelle Maschine wieder läuft, kann die Software und damit der Dia-Scanner verwendet werden.
Einschränkung
Leider muss die USB-Weiterleitung nach jedem Neustart der virtuellen Maschine manuell neu eingestellt werden.
Der Treiber für den Nikon Coolscan IV ED lässt sich mit einem kleinen Trick (Modifikation der INF-Datei) auch direkt in einem 64bit Windows 7 verwenden. Die Informationen dazu habe ich auf folgender Seite gefunden: http://www.colorneg.de/XP/Vista/7/Treiber_fuer_64-Bit_Windows/Coolscan/Nikon_Scan/
Micha