Da kann man Fehler suchen: Bei dem Versuch von einem Kollegen eine 515 MB große Datei via Nextcloud zu erhalten stieß ich darauf, das Uploads größer als 400 MB nicht klappen.

Der erste Gedanke war, das irgendwo in unserer Nextcloud-VM ein Limit gesetzt sein muss. Also die üblichen Verdächtigen wie PHP- und nginx-Konfiguration durchgeschaut, aber nichts gefunden. Stutzig wurde ich dann, als die genannte Datei über einen anderen Weg zu mir gelangte und der Upload in die Nextcloud direkt, d.h. via IP statt FQDN, klappte. So war die Ursache auf die Securepoint UTM, die vor unserer Nextcloud läuft, eingegrenzt.

Ein Blick in das dortige Protokoll lieferte dann diesen Treffer:

2026/09/03 20:02:09 [crit] 34304#34304: *399391 pwritev() "/tmp/nginx-reverse/proxy_temp/0000223258" failed (28: No space left on device)...

Ja wie, auf unserer UTM soll kein Platz mehr frei sein?!

Der Hintergrund war mit Jan vom Support schnell geklärt:

Schaut man als root und via ssh auf die UTM kann man mit “df -h” erkennen, das der obige Pfad eine eigene Partition ist:

tmpfs 379.7M 0 379.7M 0% /tmp/nginx-reverse

Die ist noch dazu nicht allzu groß. Das erklärt das Quasi-Limit.

Die Sache ist natürlich lösbar, in dem man den Pfad ändert.

An dieser Stelle empfehle ich dringend das Ganze vom Support erledigen zu lassen, denn geht etwas schief kann das eklig werden!

Wer es dennoch selbst riskieren möchte anbei die nötigen Schritte:

cd /data
mkdir proxy_temp
cd proxy_temp
mkdir proxy_temp
mkdir client_body_temp
cd /data
chown nobody:root proxy_temp/

Dann geht’s im Web-Interface unter

Extras - Templates

weiter. Dort die

/etc/nginx/nginx-reverse/reverse-proxy.conf

suchen, bearbeiten und die Zeilen

client_body_temp_path /tmp/nginx-reverse/client_body_temp;
proxy_temp_path /tmp/nginx-reverse/proxy_temp;

in

client_body_temp_path /data/proxy_temp/client_body_temp;
proxy_temp_path /data/proxy_temp/proxy_temp;

ändern, das Template speichern und abschließend einmal den Dienst neu starten.

Die Änderung ist Update-stabil, d.h. beim regulären Firmware-Update passiert da nichts. Lediglich in den seltenen Fällen bei dem mal die Templates angefasst werden erhält man ein Popup das die Differenzen aufzeigt. Dann heißt es erstmal das Template auf Werkseinstellung zurücksetzen und nach dem Update die Änderung wiederholen.

Vielen Dank an Jan von Securepoint für die schnelle und gute Unterstützung.


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