Tarif-Wechsel bei der Deutschen Telekom können erfolgen wenn einseitig gekündigt wird, z.B. wenn alte Tarife abgekündigt werden und der Anbieter dann einen Wissen lässt das man wechseln muss, oder man wechselt freiwillig, da zum Beispiel ein neuerer Tarif attraktiver ist.
Wobei so ganz freiwillig war das Ganze in diesem Fall dann doch nicht. Die Vorgeschichte hierzu ist das der Kunde immer häufiger und immer heftigere Telefonie-Probleme hatte, was für eine Firma ein durchaus ernstes Problem darstellt und somit kein tragbarer Zustand ist. Der Service des magentafarbenen Riesen war dabei wenig hilfreich mit seiner Standardaussage: “Hier ist alles grün, muss am Kunden liegen”. Als Workaround hatten wir einen SIP-Trunk via easybell genutzt und die Telekom-Rufnummern auf diesen weitergeleitet, ausgehend wurde die “passende” Rufnummer mit CLIP no screening angezeigt. Das sollte natürlich kein Dauerzustand sein. Der Kunde wollte unbedingt bei der Deutschen Telekom bleiben, also bemühten wir uns um Klärung. Das diese dann gut 10 Wochen in Anspruch nehmen würde, hatten wir nicht erwartet. Nun der Reihe nach:
Nachdem die Telefonie-Probleme nicht zu lösen waren und zudem der Telefonanlagen-Hersteller mitteilte das es mit so mancher Telefonie-Plattform der Deutschen Telekom Schwierigkeiten gibt (ist im übrigen nicht auf einen Hersteller beschränkt) kam der Hinweis, man solle zu CompanyFlex wechseln, dahinter stünde eine andere Plattform und diese wäre besser. Daher nahmen wir im Kundenauftrag am 04.09.2025 Kontakt mit der Deutschen Telekom auf. Wie sich herausstellte ist die Sache (ein Tarifwechsel!) gar nicht so einfach wie gedacht.
Wir trugen das Anliegen vor, sprich das ein Tarifwechsel gewünscht sei. Daraufhin hieß es, das zuerst ein Techniker kommen muss um vor Ort alles zu prüfen, erst dann könne man ein Angebot machen. Dieser Techniker-Einsatz würde zum 180, 00 €, die verrechnet würden, wenn man den Vertrag abschließt. Hier waren wir das erste mal überrascht, gab es diesen Punkt bei anderen Tarifwechseln (bei anderen Kunden) nicht. Auf die Frage, was bei diesem Termin genau geprüft wird gab es zumindest von demjenigen den wir da am Telefon hatten keine Antwort. Nur das der Termin verpflichtend sei.
Diesen Punkt mit dem Kunden besprochen und da man ja keine andere Wahl hätte dem zugestimmt. Daraufhin haben wir am 11.09.2025 erneut mit der Deutschen Telekom gesprochen. Nun hieß es auf einmal, ein Angebot sollte per E-Mail kommen. Aber selbst bis zum 19.09.2025 lag dieses nicht vor. An diesem Tag gab es zudem offenbar Probleme mit dem IVR der Bonner, man kam zunächst schlicht nicht weiter. Irgendwann klappt es dann doch und es ging wieder los, das man diese obligatorische Vor-Ort-Analyse bräuchte, aus “Sicherheitsgründen” wie es hieß, da in der Vergangenheit wohl einiges schief gelaufen sei. Diesmal sollte das Angebot auf die T-Online-Adresse des Kunden geschickt werden, statt auf die richtige Firmen-E-Mail-Adresse (!).
Am 22.09.2025 kam dann tatsächlich mal eine E-Mail an, allerdings überraschenderweise doch auf der Firmen-E-Mail-Adresse. Es kam erneut der Punkt mit der Vor-Ort-Analyse hoch, allerdings diesmal wurde als Preis 118,95 € genannt. Hinsichtlich des Tarifs sollte es CompanyFlex MSN Complete Germany werden.
Einen Tag später, sprich dem 23.09.2025, antworteten wir auf die E-Mail der Deutschen Telekom.
Es geschah bis zum 13.10.2025 nichts. Mittlerweile hatten wir 13 (!) Mal dort angerufen. Es hieß man melde sich.
Am 14.10.2025 kam eine SMS an, das man den Festnetz-Anschluss nun nutzen könnte, dabei war noch keine Änderung beauftragt. Dazu eine Auftragsnummer zu der wir oder der Kunde keiner Auftragsbestätigung geschweige denn einen Auftrag hatten. Dem nachgegangen stellt sich heraus, das man den Anschluss auf VDSL100 hochgestuft hatte, das sollte zwar im Zuge des Wechsel zu CompanyFlex kommen, aber wie erwähnt, es gab gar keinen Auftrag zu diesem Zeitpunkt.
Am 15.10.2025 war immer noch kein zuvor vereinbarter Rückruf erfolgt. Im Kundencenter konnte man lesen, das es einen Auftrag am 14.10.2025 für den VDSL-Wechsel gegeben hätte und dieser nun abgeschlossen sei. Ein weiteres Mal die Deutsche Telekom kontaktiert und damit konfrontiert das irgendwas gemacht wurde ohne Auftrag. Es hieß, der Vorgang wird rückgängig gemacht. Auf einmal heißt es, das die Vor-Ort-Analyse doch nicht nötig sei, wenn man versichert dass das Equipment CompanyFlex-kompatibel sei. Man sollte eine knappe Verzichtserklärung verfassen und diese über einen Link den man erhält hochladen. Zudem sollte nun ein finales Angebot kommen und ein Rückruf erfolgen.
Zwei Tage später, also dem 17.10.2025, wurde der VDSL wieder zurückgestuft. Angebot usw. war tatsächlich da.
Der 19.10.2025 war ein weiteres “Highlight”, kam doch eine SMS an, das der Anschluss nun genutzt werden könne, aber der Router veraltet sei.
Da unsere Ansprechpartnerin beim Kunden im Urlaub war, ging es erst am 30.10.2025 mit der Auftragserteilung und der Verzichtserklärung weiter. Wie uns mitgeteilt wurde muss dann am Umstellungstag dennoch ein Techniker (kostenfrei) kommen, der dann schauen soll, das wirklich alles geht.
Schließlich war es am 11.10.2025 endlich soweit. Lediglich in der Nacht war der Kunde kurz offline, die Internet-Zugangsdaten sind übrigens gleich geblieben. Zwei Tage zuvor gab es die Daten für die BSP-Anmeldung, so konnten wir den SIP-Trunk bereits vorbereiten und in der Telefonanlage (deaktiviert) einpflegen). Morgens um 07:00 Uhr haben wir den vorbereiteten SIP-Trunk in der Telefonanlage aktiviert und den Alten entfernt.
Der Techniker sollte an diesem Tag zwischen 08:00 und 13:00 Uhr vor Ort erscheinen. Kurz vor 13:00 Uhr meldete sich dann ein Disponent, das der Techniker noch beim vorigen Kunden festhängt und es später wird. Wir haben dann mitgeteilt, das alles gut sei und läuft und er nicht kommen brauche. Der Einsatz wurden daraufhin abgesagt. Dennoch meldete sich der Techniker bei uns um sicher zu gehen, das wirklich alles in Ordnung sei.
Ende gut, alles gut? Na ja, denn der Tarif ist nur in den ersten 24 Monaten günstiger als der Alte. Danach wird es sogar teurer. Wie man uns Wissen lies, soll man sich vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit melden und neue Konditionen aushandeln. Was die Telefonie-Probleme betrifft, so gab es bis jetzt, sprich drei Tage nach der Umstellung, keine Meldungen, sieht also erst mal nicht schlecht aus. Hoffen wir mal, das es so bleibt.
Wie dieser Fall zeigt, steht und fällt einmal mehr alles mit dem richtigen Personal. Erste Mitte Oktober und damit eineinhalb Monate nach dem ersten Kontakt kam Bewegung in die Sache dank der immer gleichen Sachbearbeiterin, die sich gekümmert hat, Ahnung hatte und zuverlässig war. Daher vielen Dank an Fr. K. von der Deutschen Telekom.
Nachdem nun dieser Anschluss läuft geht es in absehbarer Zeit an einen zweiten Anschluss des Kunden, den es aus historischen Gründen noch gibt und den wir bislang nicht anfassen durften. Von diesem sollen lediglich die Rufnummern übernommen werden. Mal sehen, was das dann gibt. Ich werde berichten.
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Verheiratet, Vater von zwei Kindern, eines an der Hand, eines im Herzen. Schon immer Technik-Freund, seit 2001 in der IT tätig und seit über 15 Jahren begeisterter Blogger. Mit meiner Firma IT-Service Weber kümmern wir uns um alle IT-Belange von gewerblichen Kunden und unterstützen zusätzlich sowohl Partner als auch Kollegen.

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