Derzeit macht die Runde, das Vodafone das öffentliche Peering verlässt und zukünftig “das Meiste” über die Inter.link abwickeln wird.
heise – Vodafone verlässt öffentliche Internetknoten
IT-Administrator – Vodafone-Peering nur noch über Inter.link
Seit dieser Ankündigung machen verschiedene Nachrichten die Runde, die ein Für und Wider angeben. Die Sache ist allerdings nicht ganz so einfach und man wird sehen müssen, was daraus wird. Zu Vodafone kann ich leider recht wenig sagen, haben wir doch so gut wie keine Kunden, die diesen Anbieter nutzen. Bei der Deutsche Telekom mit ihrer sehr restriktiven Peering-Politik könnte es die letzten Wochen sogar noch schlimmer geworden sein als bisher. Nachfolgend ein paar Beobachtungen:
Lange schon dauert der Download der jeweils aktuellen Windows Updates ewig, seit zwei oder drei Wochen beobachten wir zusätzlich, das VPN-Verbindungen (zu Anschlüssen der Deutschen Telekom) langsamer sind als früher. Dies wirkt sich direkt auf unsere tagtägliche Arbeit aus, da wir viel via VPN machen und mitunter Updates und andere Dateien, die durchaus auch mal ein paar hundert MB bis hin zu mehreren GB groß sein können viel länger brauchen als bislang. Die gleichen Vorgänge gehen bei Kunden, die bei anderen Anbietern sind, z.B. Deutsche Glasfaser oder easybell, viel schneller. Das wirft natürlich Fragen auf, was da los ist und wie es weiter gehen kann und ob es bei Vodafone dann zukünftig genauso wird.
Heute früh die nächste Beobachtung bei einem Kunden mit einem Anschluss bei der Deutschen Telekom. Das Herunterladen eines aktuellen Updates der dortigen Branchensoftware erfolgt gerade mal mit 10-12 Mbit/s bei einem 100 Mbit/s VDSL-Anschluss. Das lief schon mal schneller. Auch Uploads per VPN Tröpfeln neuerdings in diesem Rahmen vor sich hin. Bis vor nicht all zu langer Zeit waren die gebuchten bzw. verfügbaren Bandbreiten der jeweiligen Anschlüsse der limitierende Faktor. Daher ist die Vermutung naheliegend, das zwischen den Anbietern sozusagen gebremst wird.
Wir begegnen diesen Umständen damit, das wir z.B. Updates oder Setups Stunden vor dem eigentlichen Installationszeitpunkt bereits herunterladen bzw. übertragen, damit
- genug Zeit ist für den Download/die Übertragung an sich ist und
- falls die Verbindung mal abbricht so oft wiederholt werden kann, bis es geklappt hat.
Man weiß sich zu helfen, aber optimal ist das nicht, zumal es ja schon mal anders bzw. besser gelaufen ist. Das erinnert irgendwie an die analogen Modem-Zeiten. Ferner fragt man sich, wie das weiter gehen soll, da wir diese Beobachtungen selbst bei Kunden mit schnelleren Glasfaser-Anschlüssen machen. Es liegt also nicht nur allein am VDSL. Und an uns oder unserem Anbietern (wir haben Zwei) auch nicht. Die reine Bandbreite ist es also nicht. Vermutlich geht es um’s Geld, aber es ist wohl unrealistisch zu Glauben, das nun alle mit einem (gemeint ist der Anbieter) einen direkten Deal abschließen werden oder “alle” zum gleichen Anbieter und damit ins gleichen Netz wechseln werden.
Ich bin mal gespannt, wie sich das bei Vodafone und ja, auch bei der Deutschen Telekom entwickelt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, das alles besser werden könnte.
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Verheiratet, Vater von zwei Kindern, eines an der Hand, eines im Herzen. Schon immer Technik-Freund, seit 2001 in der IT tätig und seit über 15 Jahren begeisterter Blogger. Mit meiner Firma IT-Service Weber kümmern wir uns um alle IT-Belange von gewerblichen Kunden und unterstützen zusätzlich sowohl Partner als auch Kollegen.

XING











Hallo Andy,
gutes beispiel hier ist https://netzbremse.de
Da wird einem erst deutlich wo der eigene Probider den Anschluss / sein Peering einbremst.
mfg Peter
Hallo,
seit Ende Oktober/Anfang November2025 habe ich als Vodafone-Kunde massive Probleme beim Musik-Streaming. Konkret heißt das, dass ich Musik vom Anbieter Tidal beziehe. Möglichst in HiRes-Qualität. Das aber ist oftmals nicht mehr ungestört möglich. Nach Einschalten meines Streaming-Vollverstärkers kommt es mal früher (kann heißen sofort) oder später (kann heißen nach ein bis zwei Stunden) zu sich ständig wiederholenden Aussetzern in der Musikwiedergabe. Das Diagnose-Protokoll des Streamingverstärkers registriert sogenannte outputUnderrun’s. Manchmal hilft es, in der Musikwiedergabe von HiRes auf normale CD-Qualität zu wechseln. Wenn das nicht hilft, bleibt als letzte Möglichkeit, die niedrigste Wiedergabequalität zu wählen. Das sind dann Streamings mit 320 kbs. Mit jeweils reduzierter Datenmenge. Aber selbst dann kann es, wenn auch seltener zu Aussetzern in der Wiedergabe kommen. Tidal-Kunde bin ich seit 2021 und hatte bisher keine Probleme. Auch scheinen Auftreten und Häufigkeit des Problems von Tag zu Tag und Uhrzeit zu Uhrzeit zu variieren.
Am gewählten Vodafone-Kabeltarif sollte es nicht liegen. Der garantiert 250 Mb im Download und 25 Mb im Upload. Der Speedtest zeigt jedesmal Werte an, die leicht darüber liegen.
Mit den im Internet gefundenen Hinweisen auf den Peering-Wechsel von Vodafone glaube ich jetzt die Ursache des Problems gefunden zu haben.
Mit freundlichen Grüßen