FirstClass Groupware – Ein kurzer Test

Bei FirstClass Groupware handelt es sich um eine cross-plattform fähige Lösung für die Zusammenarbeit von Gruppen oder Teams. Die Lösung enthält einen E-Mailserver als auch Instant Messaging-Funktionen.

Von Vorteil ist die Möglichkeit, sowohl Client als auch Server unter Linux, Mac und Windows betreiben zu können. FirstClass Groupware setzt dabei auf einen eigenen Client, statt wie so mancher Mitbewerber auf Outlook mit Plugins. Das kann Vor- wie auch Nachteile haben und ist ganz davon abhängig, in wie weit andere Anwendungen von dem Branchen-Primus Outlook abhängig sind.

Lizenzierung

Die Lösung ist kostenlos bis zu fünf Benutzer. Für die Lizenzierung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Der deutsche Anbieter hat eigens dafür eine Seite eingerichtet.

Voraussetzungen

Auf der Seite des Anbieters findet sich eine Seite mit den Systemvoraussetzungen. Ebenfalls auf dieser Seite befinden sich Angaben zur Dimensionierung in Abhängigkeit der Benutzeranzahl und der verwendeten Dienste.

Clients

Neben dem hersteller-eigenen Client besteht die Möglichkeit, mittels Webbrowser, PDA oder POP3/IMAP auf die Dienste der Groupware zuzugreifen.

Zur Anbindung mobiler Clients wie Smartphones steht SyncML und ActiveSync zur Verfügung.

Installation

Zum Test wurde der Client als auch der Server auf einer virtuellen Maschine mit Windows 7 Professional x64 installiert.

  • Aktuelle Version von FirstClass Groupware (Server) herunterladen. Das Archiv enthält sowohl den Server als auch den Client in Deutsch und Englisch und eine Schnellanleitung.
  • Die Datei „FirstClassServer.exe“ ausführen. Die Server-Installation ist ausschließlich in Englisch.
  • Das Installationslaufwerk und die zu installierende Dienste auswählen. Per Standard sind alle verfügbaren Dienste ausgewählt und es wird nach „C:\FCNS“ installiert.
  • Den Namen der primären E-Mail-Domäne eingeben.
  • Den Host-Namen des Servers konfigurieren. Dieser sollte dem Namen entsprechen, der von extern mittels des MX-Eintrags im DNS auflösbar ist.
  • Die IP-Adresse des primären DNS-Server eintragen.
  • Den Organisationsnamen eintragen.

Damit ist der Server installiert. Zur Administration des Servers sollte auch der Client auf dem gleichen Computer installiert werden.

  • Die Datei „FirstClass Client DE.exe“ ausführen und den Dialogen folgen.

Nach Abschluss der Client-Installation den Server starten. An dieser Stelle fällt zumindest unter Windows auf, das der Server wohl nicht als Systemdienst läuft, d.h. es muss ein Benutzer angemeldet und die Server-Anwendung ausgeführt werden. Ferner verursachte der FirstClass Server auf dem Test-System nahezu 100% CPU-Auslastung. Werden die Internet-Dienste verwendet (Http/https für den Web-Client) so werden zusätzliche Prozesse gestartet, so das man schnell zwei oder drei offene Fenster auf dem Desktop hat.

Die erste Anmeldung

Nach Abschluss der Client-Installation startet Dieser automatisch. Dies fällt zunächst nicht groß auf, da lediglich ein neues Symbol im Tray-Bereich erscheint. Dieses muss man mit der rechten Maustaste anklicken und „Verbinden“ wählen.

Daraufhin erscheint ein Anmeldedialog der nach Benutzer-ID und Kennwort fragt. Per Standard sind dies „admin“ und „admin“. Nach erfolgreicher Anmeldung öffnet sich der eigentliche Client:

So sieht Beispielsweise der Web-Client aus:

FirstClass Groupware bietet eine Menge Funktionen, vor allem interessant für größere Installation sind die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten zur Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit.

Fazit

Die Basis-Installation ist schnell und einfach abgeschlossen. Erfreulich ist neben der Unterstützung von Linux, Mac und Windows auf Client- und Server-Seite, die geringe Größe der Installationspakete.

Alles in allem scheint FirstClass Groupware eine Lösung zu sein, die sowohl in kleinen Umgebungen bis hin zu großen Installationen eingesetzt werden kann.

Wie bei allen Lösungen dieser Art ist eine gewisse Einarbeitung notwendig.

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