Linux: Daten von fehlerhaftem Laufwerk mit rsync retten

Ist das Boot- bzw. System-Laufwerk eines Computers fehlerhaft, kann es schwierig werden, die Daten zu retten. In der Vergangeheit wurden in diesem Blog bereits verschiedene Mittel und Wege vorgestellt.

Diesmal basiert der Beitrag auf einem Supportfall mit einer fehlerhaften SSD auf der Windows 8.1 installiert ist. Der Computer startet mir dieser nicht einmal mehr und hängt bereits beim BIOS, besser ausgedrückt: Er zeigt noch nicht mal das Logo an. Daher wurde die SSD ausgebaut und mittels USB-Adapter an einem anderen Computer angeschlossen. Windows konnte allerdings nicht auf die Daten zugreifen bzw. konnte die Partitionen noch nicht mal einhängen. Laufwerke, respektive Partitonen nur lesend einhängen, geht nur bei unixoiden Betriebssystemen wie z.B. Linux. Daher wurde ein anderer Computer mit PartedMagic gestartet, die fehlerhafte Festplatte und eine funktionierende USB-Festplatte (als Backup-Ziel) angeschlossen und zunächst die „Backup-Platte“ eingehängt:

  • Erst mit „fdisk -l“ schauen, wie die Festplatten benannt sind.
  • Dann einen Einhängepunkt mit „mkdir /media/sdXX“ erstellen und
    schließlich das Backup-Ziel mit „mount /dev/sdXX  /media/sdXX“ einhängen.

Die Bezeichnung der fehlerhaften SSD wurde ebenfalls bereits mit „fdisk – l“ ermittelt, so konnte ebenso ein Einhängepunkt erstellt werden, aber beim Mounten soll nur lesend (read-only) Verwendung finden:

mount -ro /media/sdXX /media/sdXX

Ist das soweit geschafft und erfolgreich kann mittels rsync versucht werden, die Daten zu kopieren. Z.B.

rsync -aP /media/sdXX /media/sdXX/Backup

Bevor man versucht alles von der „C-Partition“ zu kopieren, sollte man sich zunächst auf das Wichtigste konzentrieren. In der Regel sind das Daten aus dem Benutzerprofil. Hier z.B. die Bilder:

rsync -aP /media/sdXX/Users/<username>/Pictures /media/sdXX/Backup

Quelle:

ubuntuusers – Wiki – rsync

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