Magnat SBW 280 Soundbar mit kabellosem Subwoofer

Nach der Pleite mit einer Philips-Soundbar musste Ersatz her und so wurde dieses mal eine Magnat SBW 280 getestet.

Mit Magnat verbinde ich einige gute Erfahrungen, die sich allerdings alle auf passive Lautsprecher beziehen. Dennoch war die Erwartungshaltung recht groß, allerdings auch die Skepsis nach der vorigen Erfahrung.

Bestellt wurde via Amazon und die Lieferung erfolgte pronto. Ausgepackt und angeschlossen war die Soundbar gleich. Die erste Ernüchterung kam wieder beim Thema Bluetooth, denn die Soundbar erschien weder auf mehreren Smartphones noch meinem Notebook oder das meiner Frau zum koppeln. Es scheint als funktioniere dieser Teil nicht. Das Handbuch ist an diesem Punkt zudem etwas seltsam, denn man soll “BT Pair” auf der Fernbedienung drücken und halten. Das bringt allerdings nichts. Etwas weiter im Handbuch wird erwähnt, dass das Pairing durch schnelles Blinken der Bluetooth-LED signalisiert wird. Dieses erreicht man nur durch kurzes Drücken der zuvor genannten Taste auf der Fernbedienung.

Apropos Bedienung: Diese Soundbar hat kein Display. Auf welchem Eingang man sich gerade befindet, wird auf der Oberseite durch LEDs über der Bluetooth- und Source-Taste angezeigt. Letzteres in unterschiedlichen Farben, je nachdem ob man HDMI (ARC), AUX, … verwendet wird. Vom Sofa aus ist das nicht zu sehen. (Imho) Reagiert die Fernbedienung träge, ich hatte sehr oft das Gefühl das die gewünschte Eingabe nicht ankam, in Folge drückt man mehrfach.

Vom Klang her kann man je nach Ausgangsmaterial und EQ-Modus (Music, Movie, Voice) wenig Aussetzen. Im Schnitt am Besten hat mir “Movie” gefallen. Da das integrierte Bluetooth nicht funktionierte wurde kurzerhand ein vorhandener Bluetooth-Empfänger per 3.5 mm Klinke angeschlossen. Hier fiel dann schnell auf, das der Eingang der Soundbar sehr schnell “dicht” macht, wenn der Eingangspegel gering ist. Testweise wurde dann mal mehrere Meter Cinch-Kabel quer durch das Wohnzimmer geworfen um mal direkt, ohne Bluetooth, testen zu können. Leider zeigte sich auch hier dieses Problem. Selbst mit zusätzlich eingeschleiften Vorverstärker trat keine Besserung auf.

In leisen Passagen, und das können dann schon die sehr kurzen Wechsel zwischen Werbespots sein, macht der Eingang dicht und gleich wieder auf. In Folge wird so manches abgehackt oder stottert. Leider zeigte sich auch bei dieser Soundbar das gleiche Problem mit der Grenzfrequenz hinsichtlich des Subwoofers. Dialoge erscheinen teils durch das unerwartete Anspringen des Sub wie mit Windgeräuschen versehen (die da definitiv nichts zu suchen haben).

Schaut man Filme oder Serien, wie beispielsweise Star Trek – Next Generation oder Raumschiff Voyager, die eine gewisse Hintergrund-Atmosphäre (wie das Brummen der Raumschiff-Maschinen) haben, dann wirkt das “Dicht-Machen” des analogen Eingangs und/oder das sporadische Ansprechen des Subs irritierend. Versuche mit höherem Eingangspegel diesem Verhalten entgegenzuwirken scheiterten.

Und so ging leider auch diese Soundbar zurück und die Suche nach einer Lösung geht weiter. Womöglich wird der eine oder andere Punkt bei der Verwendung der Magnat SBW 280 mit digitalen Schnittstellen wie HDMI anders Verlaufen, testen konnte ich das allerdings nicht.

Einen zusätzlichen Nebeneffekt haben wir mit der Fernbedienung erlebt: Teile der Wohnzimmerbeleuchtung bestehen aus einem RGB-LED-Band inkl. Fernbedienung. Offenbar überschneiden sich manche Codes und erzeugte das Drücken so mancher Taste auf der Magnat-Fernbedienung einen Farbwechsel der Wohnzimmerbeleuchtung.

Die Rücksendung ist ein Kapitel für sich, das (leider) nicht unerwähnt bleiben darf.

Die Rücksendung

Wie eingangs erwähnt wurde die Soundbar via Amazon beim dortigen Magnat-Shop bestellt, ergo erfolgte auch hierüber die Einleitung der Rücksendung. Nach dem Start des Vorgangs erhält man die Mitteilung das innerhalb von zwei Tagen ein Rücksendeetikett ausgestellt werden soll.

Das Ganze Donnerstags in die Wege geleitet und Montags per Zufall gesehen, dass das Etikett nun da ist. Eine Mitteilung hierzu gab es leider nicht. Es folgte dann gleich die nächste Ernüchterung: Laut Etikett setzt man auf trans-o-flex und da fand sich überhaupt kein Paketshop oder ähnliches. Wie also das Paket “los werden”? Ein Anruf bei Magnat wurde selbst nach langem Klingeln lassen schlicht beendet ohne das zuvor jemand abgenommen hat. Also via Amazon den Verkäufer kontaktiert und um Klärung gebeten wie es nun weiter gehen soll. Parallel hierzu mit trans-o-flex telefoniert und dort erfahren, das es keine Paketshops gibt und wohl eine Abholung notwendig wäre. Allerdings konnte mit den Daten vom Etikett kein Auftrag gefunden werden.

In der Zwischenzeit meldete sich via Amazon Magnat mit der Mitteilung, das man eigentlich ein DHL-Label hätte erhalten sollen. Allerdings war dieses nach wie vor nicht vorhanden. Daher auf diese Nachricht geantwortet und als PDF das trans-o-flex-Etikett samt Anleitung wie sie bei Amazon von Magnat eingestellt wurden mitgeschickt.

In der Antwort von Magnat war dann (endlich) ein DHL-Label enthalten. Wie sich herausstellte ist das trans-o-flex-Etikett gar kein Etikett sondern lediglich die Anliefer-Adresse des Logistik-Dienstleisters. Soll heißen: Ein trans-o-flex-Zentrum wickelt für Magnat den Versand usw. ab.

Am Ende hat sich die Rücksendung geklärt, aber es dauerte einen halben Tag und brauchte mehrere Nachrichten.

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