Ich hab’ mal geschaut, die Kindersicherung von Salfeld findet in diesem Blog bislang vier Mal Erwähnung. Der erste Testbericht stammt aus dem Jahre 2009. Höchste Zeit also mal einen Blick auf die aktuelle Version zu werfen.
Für diesen Beitrag stellt die Firma Salfeld eine Lizenz zur Verfügung. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.
Bisherige Erfahrungswerte und Empfehlung
Aus mehrjähriger Erfahrung mit vier Neffen, sowie sowohl dem eigenen und dem Nachwuchs von so manchen Kunden kann ich berichten, das die Kindersicherung sehr gut funktioniert und dennoch gilt: 100%-ige Sicherheit gibt es nicht und so manch kreativer Jugendlicher findet dann doch einen Weg, die Software zu umgehen. So oder so, die Technik ersetzt keine Medien-Kompetenz! Als Elternteil oder Verantwortlicher sollte man sich unbedingt mit den Kindern und Jugendlichen zusammen mit den Medien und Themen beschäftigen und vor allem klar kommunizieren, warum es zeitliche wie auch inhaltliche Einschränkungen gibt. Soviel dazu und nun: Ran an den Speck äh also ran an die Kindersicherung.
Funktionen
Die Salfeld Kindersicherung bietet vielfältige Möglichkeiten wie diese:
Zeitlimits für die Nutzung von Internet im Allgemeinen, einzelnen Apps, Webseiten und App-Gruppen. Das besondere: Konfigurierte Nutzungszeiten können mittels Roaming für mehrere Geräte gelten, das bedeutet: Wird zum Beispiel eine Stunde Bildschirmzeit pro Tag vorgegeben und das Kind oder der Jugendliche nutzt zunächst einen PC und später ein Smartphone (oder umgekehrt), dann gilt die vorgegebene Zeit für beide Geräte zusammen und nicht jeweils eine Stunde pro Gerät.
Sicheres Surfen: Auf Basis von redaktionell gepflegten Kategorien oder nach Alter kann man vorgeben, welche Arten von Internetseiten aufgerufen werden können. Ferner kann man festlegen das nur bestimmte Internetseiten geöffnet werden können und alles andere eben nicht. Da nichts in Stein gemeißelt ist, kann man alle Einstellungen jederzeit ändern, was in Abhängigkeit von Alter und Entwicklungstand absolut Sinn ergibt.
Für die Eltern gibt es ein umfangreiches Reporting, welche Apps oder Internetseiten wann wie oft und wie lange genutzt wurden und wie lange ein Gerät in Gebrauch war.
Aktuelle Version und Allgemeines
Zu diesem Zeitpunkt, sprich 04.02.2026, sind unter Android die Version 3.1.1480 und unter Windows die Version 26.3404 aktuell. Die Android-App kann aus dem Google PlayStore oder als einzelne APK-Datei heruntergeladen und installiert werden. Für Windows gibt es eine klassische “setup.exe” zum Herunterladen und Installieren.
Die generelle Verwaltung der Geräte und Einstellungen findet über ein Web-Portal statt. Dies bietet den Vorteil, das es von überall aus genutzt werden kann und keine “Verwalter-Software” installiert werden muss. Wer möchte kann die Eltern-App für Android (kostenlos) installieren um so schnell und einfach Einstellungen ändern zu können. An dieser Stelle sei erwähnt, das die Salfeld GmbH ein deutsches Unternehmen ist und bereits seit 1998 existiert. Es gibt also nicht nur bereits eine Jahrzehnte lange Firmenhistorie speziell in Sachen Kindersicherungs-Software, sondern es gilt zudem Deutsches Rechts sowie die DSGVO wenn es um den Datenschutz geht.
Dieser Beitrag wurde übrigens im September 2025 begonnen, das bedeutet bis zur Veröffentlichung vier Monate aktuelle Praxis-Erfahrung.
Windows
Meine persönliche Best Practice unter Windows ist, das es ein Benutzerkonto für die Eltern und eines pro Kind gibt. Auf Microsoft-Konten verzichten wir an dieser Stelle. Das oder die Eltern-Konten erhalten administrative Rechte und sind Kennwort-geschützt, während die Kinder lediglich Benutzer-Rechte haben. So können die Bereiche sauber getrennt werden und der Nachwuchs kann nicht ohne weiteres Systemeinstellungen verändern oder Anwendungen installieren.
Als Elternteil oder Administrator installiert man die Salfeld Kindersicherung, gibt eine E-Mail-Adresse samt Kennwort für das Web Portal an, wählt aus für welche Benutzer die Kindersicherung gilt (kann später jederzeit geändert werden) und wartet bis die Installation abgeschlossen ist. Dies geht alles in der Regel sehr schnell und unkompliziert. Mehr muss man lokal gar nicht tun.
Im Infobereich (rechts unten neben der Uhr, ist ggf. ausgeblendet, findet sich das Symbol der Salfeld Kindersicherung. Klickt man dieses an, sieht man aktuelle Infos wie Nutzungszeit und kann Aktionen, wie zum Beispiel die Zeit verlängern, durchführen.
Android
Die Installation unter Android erfolgt wie gewohnt, das heißt für die Meisten über den Google Play Store. Die Ersteinrichtung gestaltet sich grundsätzlich einfach, allerdings muss man Android-typisch ein paar Schritte mehr gehen, damit die Kindersicherung richtig funktioniert. Die App liefert hier alle nötigen Erklärungen. Kommt bereits Google Family Link zum Einsatz kann das Aktivieren der Bedienungshilfen (im Kinder-Konto) allerdings zunächst unmöglich sein. Abhilfe schafft hier, dies im Haupt- bzw. Eltern-Konto zu tun, dann geht es auch beim Kinder-Konto.
Nachdem man alles gemacht hat, legt man entweder ein neues Konto (bei Salfeld) an oder gibt eventuell bereits vorhandene Zugangsdaten ein und kann anschließend im Web Portal weiter fortfahren.
Als offene Frage gibt es an dieser Stelle noch die Folgende: Kann man Android ohne Google-Konto zusammen mit der Kindersicherung-APK nutzen? Dies werden wir noch klären bzw. Testen und ein entsprechendes Update liefern, sobald es soweit ist.
Einführung
Nach Abschluss der Installation geht es an die Konfiguration über das Web Portal. Direkt nach der Anmeldung bekommt man den aktuellen Status angezeigt, in dem sich Ablesen lässt, wie lange das ausgewählte Gerät bereits genutzt wurde, welche Anwendungen wie lange liefen und vieles mehr:
Vom Start aus kann man Schritt für Schritt alle Menü- bzw. Konfigurationspunkte durchgehen. Konfiguriert man nichts weiter, ist die Kindersicherung quasi auf Durchzug, sie protokolliert nur, limitiert allerdings nichts. Um die generelle Nutzung eines Geräts zu erfassen ist das schon mal nicht schlecht, hilft aber in Sachen Nutzungszeitbegrenzung oder gar Sicherheit natürlich wenig.
Unter “Gesamt Limit” macht es (imho) Sinn, Sperrzeiten zu definieren oder anders ausgedrückt: Nachts geht nichts, Stichwort: Schlafenszeit, also sowas wie Montags bis Sonntags von 08:00 bis 20:00 Uhr kann das Gerät nicht genutzt werden. Eine interessante Möglichkeit bei den zeitlichen Limits ist, das man Pausen nach einer gewissen Nutzungsdauer konfigurieren kann, Beispielsweise nach 1.5 Stunden eine Pause von 15 Minuten.
Belohnungen können ebenfalls in Form von Zeitgutscheinen (TANs) konfiguriert werden. Ein Beispiel: Hat der Filius sein Zimmer aufgeräumt, darf er zusätzliche 15 Minuten ans Tablet. Das lässt sich neben den TANs zusätzlich auch durch die Eingabe des Elternkennworts umsetzen. Man hat also verschiedene Optionen.
Internetnutzung im Allgemeinen
Das Internet kann für Kinder ein gefährlicher Ort sein, daher macht es Sinn, zunächst nur Internetseiten zuzulassen, die man kennt und denen man vertraut. Dies kann man unter “Web Filter” einstellen. Die vorgegebene Liste kann jederzeit geändert werden. An dieser Stelle sollte man sich überlegen, ob man Seiten wie vom WDR (nichts gegen ÖRR oder diesen Sender im speziellen, dieser dient hier lediglich als Beispiel), da auf der Startseite Nachrichten angezeigt werden und so unter Umständen etwas gesehen werden kann, was nicht unbedingt kindgerecht ist, zulässt oder nicht.
In der Vorgabewenn man nur zugelassen Seiten aufrufen kann funktioniert bereits Google nicht. Dies wird wie folgt dargestellt:
Zu den Seiten die man ebenfalls im Allgemeinen nicht zulassen sollte gehört unter anderem YouTube, da selbst zunächst harmlos wirkende Videos beispielsweise anders synchronisiert sein können. Bei einem meiner Neffen haben wir das leider vor ein paar Jahren erleben müssen, da wurde eine Folge der Serie Caillou neu vertont, für die Macher und Teenager sicher lustig, für Kleinkinder und deren Eltern eher nicht. Ich sag nur: Böse Wörter. Da lief allerdings auch keine Salfeld Kindersicherung auf dem Gerät und YouTube Kids ist da auch nicht unbedingt eine zuverlässige Lösung.
Ein weiterer Punkt bei vielen Internetseiten ist das Thema Werbeeinblendungen, die mitunter thematisch nicht zum eigentlichen Inhalt passen oder, wenig überraschend, dem schnöden Konsum dienen.
Aus voran gegangen Tests und langjähriger Erfahrung kann ich an dieser Stelle sagen, das wir mit den Mitteln wie sie beispielsweise Microsoft für Windows und Google für Android und YouTube bietet nicht zufrieden waren. Teils komplizierte Handhabung, unzureichender Schutz, schlechte bis gar keine Dokumentation, mitunter quasi kein Support, (Cloud-)Konten-Zwang bei US-Big Tech, was Fragen zum Datenschutz aufwirft und vieles mehr hat hier einen gewissen Eindruck hinterlassen.
Apps (Android) / Programme (Windows)
Je nach Betriebssystem unterscheiden sich die Menüpunkte im Web Portal. Ganz gleich ob Apps unter Android oder Programme unter Windows, besteht hier die Möglichkeit zu reglementieren was wie lange oder überhaupt ausgeführt werden kann.
Standort (Nur Android)
Wie der Name schon sagt, kann hier der Standort des Android-Geräts ermittelt werden. Dies setzt natürlich voraus, das man der App bei der Installation bzw. Ersteinrichtung die entsprechende Berechtigung erteilt hat.
Screenshots
Hierunter findet man die Möglichkeit manuell oder zyklisch Screenshots erstellen zu können. Während diese Funktion unter Windows einfach aktiviert werden kann, gestaltet sich die Sache bei Android etwas anders. Hilfreich sind die Hinweise im Web Portal und die Online-Hilfe. Generell gilt (unter Android) das man der App die entsprechende Berechtigung erteilen muss, ferner muss nach jedem Geräte-Neustart dies erneut bestätigt werden.
Sicherheit
Die Möglichkeiten im Bereich Sicherheit unterscheiden sich ebenfalls je nach Betriebssystem. Generell kann man festhalten, das bestimmte Systemprogramme und Eingriffsmöglichkeiten gesperrt werden können. Unter Windows kann man zudem Laufwerke ausblenden.
Berichte
Unter diesem Menüpunkt kann die Nutzung des ausgewählten Geräts eingesehen werden:
Die einzelnen Punkte sind anklickbar, so lässt sich aus einem Bericht heraus eine App oder Anwendung zulassen oder weiter einschränken. Damit man angezeigt bekommt, welche Internetseiten aufgerufen wurden, muss je nach Betriebssystem ein unterstützter Browser verwendet werden, welche das sind kann in der Hilfe nachgelesen werden. Der Web Filter funktioniert unabhängig vom installierten Browser, lediglich die Protokollierung ist vom Browser abhängig. Unterstützt werden Google Chrome, Microsoft Edge und Mozilla Firefox.
Darüber hinaus kann man sich regelmäßig Berichte per E-Mail zukommen lassen. Anbei ein Ausschnitt aus einer solchen Mail:
Lizenzen
Salfeld Kindersicherung gibt es ganz klassisch für Windows-Computer und für Android-basierte Smartphones bzw. -Tablets. Einzig für Apple-Geräte (Mac, iPad/iPhone) gibt es bislang keine App. Für den Einstieg kann man eine kostenlose 30-Tage-Testversion nutzen. Lizenzen gibt es ab einem Gerät für gerade mal 29,95 € (einmalige Zahlung!) mit mindestens 24 Monaten/2 Jahren-Laufzeit. Staffelungen mit mehr Geräten sind möglich. Vorhandene Lizenzen (auch abgelaufene) können kostengünstig verlängert werden. Abgerundet wird die Lizenzierung mit einer 30 Tage Geld-Zurück-Garantie. Am besten man schaut mal auf der Homepage unter Bestellen rein. Das Ganze ist übrigens kein Abo!
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Zu den Mehrgeräte-Lizenzen sei erwähnt, das die Laufzeit pro Gerät gilt und nicht für alle gleichzeitig. Das bedeutet:
Hat man zum Beispiel die “3 Geräte Lizenz” und installiert die Kindersicherung zunächst nur auf einem Gerät, so läuft dort nur eine von drei Lizenzen. Installiert man zu einem späteren Zeitpunkt die Kindersicherung auf einem weiteren Gerät, so greift auf diesem die nächst freie Lizenz mit eigener Laufzeit. So ergeben sich je nach Gerät unterschiedliche Ablaufdaten wie diese:
- Windows-PC: Lizenz bis 01.12.2027
- Android-Tablet: Lizenz bis 08.12.2027
Ersichtlich sind die Lizenz-Laufzeiten im Web Portal unter “Meine Daten / Lizenzen”.
Weiteres
Auf der Homepage gibt es hilfreiche Anleitungen, FAQ und Videos sowie einen lesenswerten Blog. Für den Fall das doch mal Fragen aufkommen sollten oder irgendein Problem auftritt kann man sich über ein Kontaktformular direkt an den Hersteller wenden.
Fazit
Schön zu sehen, das selbst 16 Jahre nach dem ersten Test und Blog-Beitrag es die Salfeld Kindersicherung immer noch gibt, sie stetig weiterentwickelt wird und sie nach wie vor sehr gut funktioniert. Einfache Handhabe, gute Dokumentation und ein netter Kontakt samt einem fairen Preis runden das Paket ab. Kurzum:
Top! Weiter so!
Jetzt seid ihr dran: Habt ihr Fragen oder Erfahrungen mit der Salfeld Kindersicherung dann lasst mir gerne ein Kommentar da oder nutzt das Kontaktformular. Ich freue mich auf euer Feedback.
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Verheiratet, Vater von zwei Kindern, eines an der Hand, eines im Herzen. Schon immer Technik-Freund, seit 2001 in der IT tätig und seit über 15 Jahren begeisterter Blogger. Mit meiner Firma IT-Service Weber kümmern wir uns um alle IT-Belange von gewerblichen Kunden und unterstützen zusätzlich sowohl Partner als auch Kollegen.






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