Die lieben Kleinen und das Internet – Teil 2

Es ist kein leichtes Thema, ganz gleich ob im Privathaushalt oder im Unternehmen. Haben Kinder und Jugendliche Zugang zum Internet, kann das unter Umständen unangenehm werden, wenn der Zögling illegales tut.

Ich schrieb bereits 2009 über dieses Thema und stellte damals die Kindersicherungs-Software von Salfeld vor. Auch heute gilt diese Empfehlung meinerseits gegenüber besorgten Eltern. Mittlerweile gibt es nicht nur eine Software für den klassischen Computer, sondern auch eine App für Smartphones und Tablets.

Darüber hinaus steht ein Mustervertrag, mit dem man rechtssicher belegen kann, das man sein Kind belehrt hat zur Verfügung. Hintergrund ist ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs, siehe dazu Golem.

Auch im Unternehmen muss darauf geachtet werden, was z.B. die Azubis oder die Praktikanten treiben. Mal ganz abgesehen davon, das die Internet- und E-Mail-Nutzung sowieso geregelt sein sollte.

Leider zeigt die Praxis, das in vielen Betrieben die private Nutzung seit Jahren schlicht geduldet wird. Das wiederum führt zu weiteren Problemen, wenn es dann z.B. im Virenschutz geht, Stichwort „Briefgeheimnis“.

Ferner muss im Unternehmen mit minderjährigen Mitarbeitern der Jugendschutz durchgesetzt werden.

Wir empfehlen Unternehmen, die sich bislang nicht um diese Themen gekümmert haben, zum einen eine entsprechende Vereinbarung mit den Mitarbeitern zu treffen. Eine Vorlage bzw. ein Leitfaden dazu findet sich bei der Bitkom. Man sollte Dies allerdings mit einem fachkundigen Anwalt abgesprochen haben. Zum anderen sollten über technische Maßnahmen die Einhaltung der Regelung überprüft und unterstützt werden.

Wir setzen dazu unter anderem die Securepoint UTM ein und verwenden den dortigen Content Filter um ungewünschte Inhalte auszufiltern.

Die Praxis hat gezeigt, das man mitunter schneller in irgendwelchen Ecken des Internets ist, als einem lieb ist. Eine „falscher“ Klick in einem Suchmaschinen-Ergebnis kann da schon genügen.

Jüngst hatten wir auch ein schönes Beispiel bei einem Kunden, das ausgerechnet die Seite eines Gewerbevereins Werbung zu Erotik-Seiten enthielt. Das war freilich nicht die Schuld des Vereins an sich, sondern des Werbe-Anbieters. Hieran wird aber deutlich, wie schnell man selbst durch eigentlich seriöse Seiten in Schwierigkeiten geraten kann.

In der Vergangenheit gab es auch einen Vorfall in einem Unternehmen, wo ein Praktikant in den Pausen auf Erotik-Seiten unterwegs war und dadurch einen Virus einschleuste. Der Schaden belief sich auf einen Tag Total-Ausfall, da die Firma weder Benutzerbrechtigungen nutzte (jeder war Administrator), es keinen Virenscanner gab, die Internet- und E-Mail-Nutzung nicht geregelt war, auch fand sich keine Firewall (die vorhandene Windows-Firewall war deaktiviert)  oder ein Content-Filter.

3 Kommentare

  • Hallo Andy,

    habe den Beitrag aus dem Jahr 2009 gelesen und stellte dann fest, als ich weiter im Archiv stöbern wollte, das bei dir keines vorhanden ist. Kannst du bitte die Archiv Funktion in der Sidebar aktivieren?

  • Hab‘ ich grad dir zuliebe gemacht 😉
    Dafür musste die Blogroll dran glauben, da Diese sowieso mit WP 3.5 abgelöst wird.

  • Hi Andy,

    vielen lieben Dank!

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