Wenn man Tine 2.0 über das Repository installiert, erhält man eine funktionierende Installation wenn man den Apache Webserver verwendet. Möchte man stattdessen lighttpd verwenden, so ergeben sich dabei ein paar Stolperfallen. Folgende Schritte wurden unter Debian 6.0.4 Squeeze durchgeführt. In wie fern Ubuntu betrofen ist, wurde nicht getestet. Zum Zeitpunkt als dieser Artikel geschrieben wurde, war Tine 2.0 Milan (2012-03-01) aktuell.
lighttpd vorinstallieren
lighttpd muss installiert sein, bevor man Tine 2.0 installiert. Andernfalls wird trotz Auswahl von lighttpd im Setup von Tine 2.0 der Apache Webserver installiert und konfiguriert.
apt-get install lighttpd
Eine nachträgliche Änderungen, z. B. bei einem Wechsel des Webservers ist auch möglich. Dazu muss der Apache Webserver deinstalliert werden:
apt-get remove apache2
PHP installieren
Es muss nicht alles in Sachen PHP vorinstalliert sein, aber damit PHP mit lighttpd funktioniert, muss PHP via CGI aufrufbar sein.
apt-get install php5-cgi
PHP konfigurieren
Damit PHP über FastCGI mit lighttpd funktioniert, müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
nano /etc/php5/cgi/php.ini
cgi.fix_pathinfo=1
lighttpd konfigurieren
Das Plugin “mod_alias” wird sowohl in der Standard-Konfiguration von lighttpd als auch in der Tine 2.0-Konfiguration geladen. Dadurch lässt sich der lighttpd Webserver nicht (neu)starten. Von daher muss in einer der beiden Konfigurationsdateien das Plugin auskommentiert werden. In diesem Fall in der Tine 2.0-Konfiguration:
nano /etc/tine20/lighttpd.conf
Eine # vor “server.modules += ( “mod_alias” )” einfügen und die Änderung speichern.
Diese Änderung kann erst vorgenommen werden, wenn Tine 2.0 installiert ist. Alternativ kann das Plugin in der “/etc/lighttpd/lighttpd.conf” auskommentiert werden.
Zuguterletzt müssen die entsprechenden Erweiterungen aktiviert werden:
lighttpd-enable-mod fastcgi
lighttpd-enable-mod fastcgi-php
Zum Abschluss die Konfiguration neu laden:
/etc/init.d/lighttpd force-reload
Nun kann Tine 2.0, falls noch nicht geschehen, über das Repository installiert werden.
Pingback: Tine 2.0: Installation mittels Repository | Andy's Blog – Linux, Mac, Windows
Pingback: LinuxLife Blog - Artikel: Tine 2.0