Bei einem Kunden musste Windows 7 von einer Recovery-Partition des PC-Lieferanten aus wiederhergestellt werden. Problematisch dabei war, das zum einen der Boot-Manager als auch die Startumgebung für das Recovery fehlerhaft waren, ein direktes Booten in die Wiederherstellungsumgebung somit unmöglich ist.
Darüber hinaus konnte auch kein reguläres Windows-Installationsmedium verwendet werden, da es sich bei genannter Installation um einen Refurbished-PC handelt. Eine Aktivierung gelingt mit einer ungebrandeten “normalen” Windows-DVD und dem Refurbished-Product Key nicht.
Glücklicherweise fand sich auf der Recovery-Partition im Unterordner “restore” eine Datei namens “restore.wim”. Normalerweise werden WIM-Abbilder mit dem Tool ImageX aus dem WAIK bzw. ADK auf Festplatten bzw. Partitionen angewendet (z.B. “imagex /apply restore.wim 1 c:”).
Aber auch dieses Tool stand nicht zur Verfügung. Sozusagen als Plan B oder Alternative kam die aktuelle 7-Zip-Version (15.14) zum Einsatz. Seit Version 7.38 kann 7-Zip mit WIM-Abbildern umgehen.
Der PC wurde mittels Windows 7-DVD gestartet und nach den Spracheinstellungen mittels “Strg+F10” eine Eingabeaufforderung geöffnet, die aktuelle installierte 7-Zip-Version wurde von einem PC aus kurzerhand auf einen USB-Stick kopiert und von dort aus ausgeführt. Dies gelang sogar mit der grafischen Oberfläche (“7zFM.exe”), es fehlen zwar ein paar Elemente oder deren Beschriftung, aber für das einfache entpacken genügt es.
Nach dem Ausführen der Systemstartreparatur bootete das System wieder wie gewohnt und Windows konnte fertig eingerichtet werden.
Hinweis am Rande
Eine weitere Option um auf die Schnelle und ohne großen Aufwand an ImageX zu gelangen könnte folgende Methode sein (ungetestet):
Verheiratet, Vater von zwei Kindern, eines an der Hand, eines im Herzen. Schon immer Technik-Freund, seit 2001 in der IT tätig und seit über 10 Jahren begeisterter Blogger. Mit meiner Firma IT-Service Weber kümmern wir uns um alle IT-Belange von gewerblichen Kunden und unterstützen zusätzlich sowohl Partner als auch Kollegen.
Und welche Daten/Installationsinformationen konnten aus der Restore.wim gezippt werden um so ein volles Backup wieder einzuspielen?
Es scheint als sei die “restore.wim” das Vorinstallations-Abbild des Herstellers. Von daher konnte auf diesem Wege sozusagen der Werkszustand eingespielt werden. Das war in diesem Fall auch das Ziel, da der PC neu installiert werden sollte.
Demnach hast du den Inhalt der WIN-Datei einfach auf eine zuvor angelegte NTFS-Partition extrahiert und anschließend mit der Systemstartreparatur bootfähig gemacht?
So einfach ging das?
Ja.
Gehen denn beim Kopieren nicht die “Junction Points” / “Reparse Points” usw. verloren?
Kann ich nicht beantworten, ich kann nur sagen, das in diesem Fall das eine Lösung war und der PC läuft.
Also ich meine z.B. “C:Documents and Settings”, was ja eigentlich “C:Users” ist usw.
Man hätte ja sonst nur Duplikate statt Verweise.
Wie erwähnt, kann ich das nicht beantworten, da nicht alle Aspekte der Kompatibilität zwischen ImageX und 7-Zip überprüft wurden.
Wichtig war, da eilig, das der PC wieder läuft und das tut er grundsätzlich.
Da das Gerät nicht mehr in meinem bzw. unserem Zugriffsbereich liegt, können wir nachträglich auch nicht mehr nachschauen.
Was spricht dagegen es selbst einfach mal auszutesten?
In erster Linie Ressourcen.
Danke dir trotzdem! 😉