FRITZ!Box langsam

Wenn die FRITZ!Box bereits langsam ist oder immer langsamer wird, soetwas macht sich z.B. bei Zugriff auf die NAS-Funktionalität bemerkbar, so kann es durchaus an der Auslastung des Routers liegen.

Auslastung entsteht beispielsweise wenn zuviele Geräte die Netzwerkfunktionen verwenden. Wir hatten mal einen Fall, da versuchte ein Dienstleister mit einer FRITZ!Box 200 Mitarbeiter einer Firma ans Internet zu bringen. Dafür ist dieser Router nicht gemacht.

Viel häufiger trifft man allerdings eher auf Performanceschwierigkeiten, wenn man gerade Daten auf das NAS geschoben hat. Bei einem Kundenauftrag dauerte die erste Datensicherung noch drei Stunden, die folgenden dann 6-7 Stunden.

Ein Blick auf die Weboberfläche verrät dann schon in etwa was los ist:

Unter „System – Energiemonitor – Statistik“ kann man die CPU-Auslastung einsehen. Wie man im Bild sieht, ist der Prozessor hier am Anschlag. Ursache dafür ist die Erstellung bzw. Aktualisierung des Indexes einer angeschlossenen USB-Festplatte, auf die mehrere tausend Dateien abgelegt wurde. Dieser Vorgang kann mitunter Stunden, eher Tage dauern. Unter Umständen klappt es auch gar nicht, dann hilft ein Neustart und ggf. Aktualisieren des Indexes.

10 Kommentare

  • Hallo Andy, wir haben das Phänomen immer wieder bei einem Kunden der die FBF zum Faxempfang nutzt und die PDF auf einem Stick an der Box ablegt. Wenn dann etliche hunderte !!! Faxe zusammen gekommen sind, verabschiedet sich die Box ins Nirvanna.

  • Hallo.
    Wir betreiben hier ebenfalls eine Fritz!Box 7490 an unserem Glasfaseranschluß der EWE.
    Wir sind eine Softwarefirma.
    Hier arbeiten 7, demnächst 8 Mitarbeiter.
    Es werden 14 Computer (PC’s, Notebooks), ein großer Drucker, ein NAS, eine Telefonanlage und 2 Server im Netzwerk betrieben.
    An der Fritz!Box 7490 hängt ein 24-Port Switch von HP, der demnächst durch einen 48-Port Switch von Netgear ersetzt wird.
    Das WLAN verbessern 2 Fritz!WLAN Repeater 310.

    Ist das schon zuviel für die Fritz!Box?
    Es macht sich in den letzten Monaten eine deutliche Verschlechterung der Performance im Netzwerk bemerkbar.
    Vor allem alles was ins Internet rausgeht.
    WLAN macht überhaupt keinen Spaß.

    Da wir seit kurzem einen RDP-Server für einen Kunden bei uns betreiben und seit dem auch eine feste IP-Adresse am Anschluß haben:
    Welcher Router wäre für den Internetzugang empfehlenswert?
    Und welcher für die WLAN-Bereitstellung?

    Gruß
    Daniel

  • Wenn generell die Performance im Netz sinkt müsste man mal schauen, wo überall mögliche Flaschenhälse sind und ob auf logischer Ebene alles i.O. ist.
    Nicht das viele Broadcasts etc. das Netz fluten oder schlicht nur die Netzwerkkarten der Server zu langsam sind, etc.

    So eine FRITZ!Box ist ja nur für den durchnittlichen Haushalt und kleine Büro’s gedacht.
    Für eure Anforderungen sollte meiner Meinung nach schon etwas leistungsfähigeres als eine FRITZ!Box hin.
    Stellt oder empfiehlt denn die EWE noch andere Router?

    Was man jetzt am besten nimmt ist natürlich von euren Anforderungen wie auch Ansprüchen abhängig.
    Wenn’s um mehr Sicherheit auf allen Ebenen geht dann nehmen wir Securepoint UTM.
    Wenn’s nur ein VPN-Firewall-Router sein soll dann beispielsweise pfSense oder OPNsense.
    Bei manchen unserer Kunden wird seitens der jeweiligen Provider ein Gerät von LANCOM oder Cisco gestellt.

    Etwaige Folgekosten sollte man ebenfalls mitbedenken. Gemeint ist z.B. für Updates bzw. Lizenzlaufzeit (Securepoint) oder das jeder einzelne VPN-Client eine kostenpflichtige Lizenz erfordert (LANCOM, Cisco).

    Bedienbar sollte das Ganze dann auch sein. Da wären wieder meine persönlichen Favoriten Securepoint, pfSense und OPNsense.

    Die beiden letztgenannten haben den Vorteil und Charme, das es reine Software ist, die man auf eigener Standard-Hardware oder als VM betreiben kann.
    Dafür reicht dann mindestens ein ausrangierter PC oder Server bis hin zu Industrie- oder Embedded-Systemen (siehe PCengines).
    Kann man imho auch wunderbar auf die Schnelle zum Testen aufsetzen und so mal kurz die FritzBox abklemmen (wenn’s nur um Internet geht) und dann sieht man ja, ob sich was ändert.

    Apropos FRITZ!Box: Macht die bei euch nur den Internet-Zugang oder auch VoIP, VPN, etc.?

    Zu beachten wäre auf jeden Fall welche Bandbreite euer Internetanschluss hat, den diesen Durchsatz sollte der neue Router auf jeden Fall locker stemmen können.
    Luft nach oben für die Zukunft wäre dabei empfehlenswert.

    Was das WLAN betrifft würde ich dann eher auf eine Business-Lösung setzen.
    D.h. die Räumlichkeiten sollten Ausgeleuchtet werden um auf dieser Basis bestimmen zu können, wie überall ein Access Point gesetzt werden muss.
    Das muss jetzt nicht gleich eine Lösung von Ruckus sein.

    Kann aber gut sein, wenn die FRITZ!Box „schlagartig“ weniger zu tun hat (wenn sie keinen Internetzugang mehr machne muss), das es dann auch mit dem WLAN wieder besser klappt.

    Ich würde erstmal mit pfSense testen wie’s aussieht und dann den Rest ins Auge fassen.

  • Danke für Deine Antwort.

    Auf der Fritz!Box kommt eine VPN-Verbindung rein.
    Telefonie läuft noch über die Telefonanlage. Noch kein VoIP.
    Habe schon den DHCP-Rahmen eingegrenzt x.x.x.160 – x.x.x.199 und den betroffenen PC’s fest IP-Adressen vergeben. Das hat den Mitarbeitern schon zu einem flotteren Internet verholfen.

    Hab nur nichts zum Testen für pfSense hier.

    Gruß Daniel

  • IP-Konflikte, DNS-Fehler, fehlerhafte Zeit-Sync., etc. können ebenfalls Probleme verursachen.
    Nutzt ihr ein Active Directory? Falls ja, sollte man auf jeden Fall das Netz gerade ziehen.

    Wir können ja mal telefonieren und dann sieht man weiter.

  • Ja, wir nutzen hier ActiveDirectory. Der DNS-Server ist eine VMWare Maschine auf dem ESXi-Server.
    Und nicht die Augen verdrehen – ein Windows Small Business Server 2011. 🙂
    In der Fritz!Box unter Heimnetz >>> Netzwerk >>> Netzwerkeinstellungen >>> IP-Adressen steht hier unter lokaler DNS-Server unser SBS2011.
    Sollte da eher die IP-Adresse der Fritz!Box stehen?

    Gruß
    Daniel

  • > Und nicht die Augen verdrehen – ein Windows Small Business Server 2011. 🙂

    Würd‘ ich doch nie tun 😉
    Er hat ja noch eine Gnadenfrist bis Januar 2020.

    Das passt schon so mit dem lokalen DNS Server via DHCP.
    Dann wäre die Frage ob auf dem SBS in Sachen DNS alles i.O. ist.
    Oder ob die VM oder der Host ausgelastet sind.

    Hab bei einem relativ neuem Kunden gerade auch so eine Situation (geerbt) das ein auf einem Qnap NAS virtualisierter Windows Server 2012 und das Qnap OpenVPN gerne netzwerkseitig Aussetzer haben, wenn gerade CPU-Leistung gefordert ist.
    Da reicht schon das Definitionsupdate vom Virenscanner oder das Starten von Firefox auf der VM aus.

  • Das DHCP macht die Fritz!Box.
    Das DNS unser SBS2011.

    Auf dem ESXi laufen noch andere Maschinen. Hauptsächlich CentOS für unsere Datenbanken.
    Aktuell sind es 7 Maschinen, die drauf laufen:
    – 1x SBS2011 (16 GB RAM und 4 CPU’s zugewiesen)
    – 2x CentOS mit den Datenbanken (je 4 GB RAM und 2 CPU’s zugewiesen)
    – 1x CentOS mit Datenbank (4 GB RAM und 1 CPU zugewiesen)
    – 1x CentOS mit Datenbank (3 GB RAM und 2 CPU’s zugewiesen)
    – 1x CentOS mit unserem Wiki (2 GB RAM und 1 CPU zugewiesen)
    – 1x Windows 7 (4 GB RAM und 1 CPU zugewiesen) hoffentlich nicht mehr lange

    Der ESXi:
    – 8 CPU-Kerne x 2,4 GHz
    – 4 Kerne pro Socket
    – Logische Prozessoren: 16
    – Hyper-Threading aktiv
    – 32 GB RAM
    – 8 SAS Festplatten im RAID5

    Ich wollte zum Test vor 3 Monaten noch einen Windows Server 2019 Standard drauf installieren – das war dann schon zu viel.

    Gruß Daniel

  • Wenn ich die RAM-Angaben zusammen zähle komme ich auf 35GB, bei 32GB im Host haut das, mit Ausnahme von Ballooning sofern genutzt, nicht hin.
    Wenn das genutzt wird ist das ein potientelles Problem und würde Perforamance- und andere Probleme erklären.

    RAID5 und VM mache ich überhaupt nicht, i.d.R. nimmt man eher RAID10 (bessere Performance).

    Die Frage ist ja auch, was innerhalb der VM passiert. SBS war in Sachen Performance imho eh nie der Renner.
    Infrastruktur (AD, DNS, DHCP) hat bei unseren Projekten allerdings immer damit geklappt.

    War soweit bis jetzt auch nur spekuliert, das es ein DNS/Performance-Problem sein könnte, wenn das Netz in die Knie geht.
    Dazu kommen dann Fragen nach dem „Grundrauschen“, also was wird da ständig durch die Gegend geschaufelt an Daten und und und…

  • RAID5 war hier nut eine Vermutung von mir, da ich von den Vorgängern keine Informationen zur Einrichtung des Systems habe.
    Weißt Du evtl. wie ich das am ESXi-Server auslesen kann, welches RAID erstellt wurde?

    Muss jetzt erstmal zu meinem Arzt-Termin.

    Gruß
    Daniel

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