Windows: Netzlaufwerk nach dem Herstellen einer VPN-Verbindung verbinden

Netzlaufwerke sind eine feine Sache, aber nach dem Start von Windows (siehe z.B. hier) oder nach dem Verbinden via VPN sind diese evtl. noch nicht bereit.

Als Fallbeispiel dient eine Branchensoftware, die unter anderem via VPN von unterwegs genutzt werden soll, diese setzt ein bestimmtes verbundenes Netzlaufwerk voraus. Das Netzlaufwerk ist zwar unter Windows dauerhaft „verbunden“, aber nach einer Unterbrechung der Netzwerk- oder VPN-Verbindung nicht bereit für einen Zugriff.

Zum einen ist das im Explorer an dem roten X oder Kreuz zu erkennen, welches beim Netzlaufwerk bzw. dem entsprechenden Laufwerksbuchstaben dargestellt wird, wobei das alleine kein sicherer Indekator ist, denn mitunter wird die Anzeige erst später aktualisiert, obwohl schon längst alles tut was es soll.

Manuell kann man sich damit behelfen, einmal nach Verbindungsaufbau das Netzlaufwerk anzuklicken. Automatisch geht dies z.B. mittels Skript:

@echo off

ping srv03 -4 -n 2 -w 250

dir L:

Das Skript wird idealerweise unsichtbar vom VPN-Client ausgeführt. Der Ping dient als kleine Pause bzw. zum Initialisieren des Routings. Es kommt vor, das der erste Ping verloren geht, daher zwei. Letztlich wird der Inhalt des Netzlaufwerks „L:“ einmalig aufgelistet.

Man könnte die Ausgabe der Befehle weiter verarbeiten oder in ein Protokoll schreiben lassen, um im Problemfall weitere Infos zu haben.

Im VPN-Client, hier Securepoint SSL VPN, wird das Skript dann so eingebunden, das es nach dem Herstellen der Verbindung ausgeführt wird. An dieser Stelle haben wir zur Sicherheit eine Verzögerung von einer Sekunde eingetragen. Windows benötigt einen Moment um die Route zu setzen. Die Zeit(en) können auch höher gesetzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.