Windows: Vorinstalliertes Windows 8 + Kein COA mehr = Viel Spaß bei defekten Mainboard

So langsam macht es die Runde, das bei vorinstallierten Windows 8 mitunter kein Etikett bzw. Aufkleber mit dem Product Key, COA genannt, auf dem PC oder Notebook zu finden ist. Der Product Key wird im BIOS des Systems abgelegt.

Das Ganze hat Vor- und Nachteile. Von Vorteil ist zum Beispiel das Wegfallen des Abtippens des Schlüssels bei einer Neuinstallation. Ferner kann man ihn nicht mehr einfach so abschreiben. Letzteres ist Vor- und Nachteil zu gleich.

Zum einen kann einem keiner mehr so ohne weiteres den Product Key „entwenden“ bzw. kopieren und damit entfällt das Problem, das einem Microsoft unter Umständen erzählt, das man eine Raubkopie verwendet, obwohl man den Original-PC mit Original-COA vor sich stehen hat (alles schon erlebt).

Von Nachteil ist aber dann das Szenario wenn das Mainboard kaputt geht, so auf die Art „Board weg, Key weg!“.

Mit Tools auslesbar

Wie bei Golem zu lesen ist, kann man mit entsprechenden Tools den Product Key aus dem BIOS auslesen und ich bin geneigt zu sagen: Bitte tut das auch!

Firmen sollten das schon allein aus Lizenz- und Software-Management-Gründen tun.

Geht das Mainboard kaputt, hat man ein Problem. Nicht nur das der Computer erstmal nicht mehr läuft, sondern das evtl. der Ersatz keine Aktivierung von Windows 8 ohne Product Key zulässt. Installieren kann man natürlich, aber nach Ablauf von 30 Tagen wird’s spannend.

Ich bin gespannt, wie das die Hersteller handhaben oder heißt es dann gleich: Neuen Computer oder neue Windows-Lizenz kaufen?!

Darüber hinaus kommt noch das „Problem“ dazu, wenn man seinen PC, Notebook oder auch nur das Mainboard verkaufen möchte, man die Windows-Lizenz gleich mit verkauft.

Schöne neue Welt.

Update 06.11.2015

Wir hatten nun bei einem Kunden-Notebook den Fall, dass das Mainboard das Zeitliche gesegnet hat und somit auch die Aktivierung bzw. der Product Key hops gegangen ist. Glücklicherweise hatte das Gerät noch Garantie. Das Gerät wurde zu Wortmann, dem Hersteller, eingeschickt und kam drei Tage später repariert zurück. Dem Gerät lag ein Ausdruck bei, der die Situation erklärte und einen „Replacement Key“ enthielt.

2 Kommentare

  • Hallo Andy,

    erstmal vielen Dank für die Pflege dieses informativen Blogs.
    Du hast recht, bei vom Hersteller vorinstalliertem Windows 8 ist der Lizenzkey in einem Bereich des BIOS abgelegt. Dieser DPK (Digital Product Key) bildet mit einigen Werten des Mainboards einen eindeutigen Wert (Hash) und dieser wird bei der ersten Aktivierung von Windows8 an Microsoft übertragen.

    Dies bedeutet natürlich auch das ein Kunde der später einen neuen PC oder Laptop ohne Betriebssystem kauft und das alte Gerät verschrottet dieses Windows nicht aufs neue Gerät übertragen kann.
    Aber auch wenn das Gerät einen defekt des Mainboards aufweist muß der Kunde oder Dienstleister beim Hersteller dieses Teil austauschen. Wenn die Garantie abgelaufen ist meist zu heftigen Preisen 🙂

    IN einer Erklärung habe ich gelesen das dies gemacht wurde um den Nutzer nicht mit Aufklebern auf dem neuen System über die Maßen zu belasten. Trotzdem ist aber noch ein Aufkleber auf dem Gerät der uns verrät welche Betriebssystem Version installiert ist …. also auch Blödsinn.

    Die Gründe für dieses Vorgehen kann sich jeder selbst zusammen reimen.

    Da hilft nur Systeme ohne BS kaufen und dies selbst installieren, Dies hat ausserdem den Vorteil das diese ganzen gut gemeinten Zusatztools der Hersteller nicht da sind.

  • Da wir Servicepartner eines großen IT – Herstellers sind, hatten wir genau zu dieser Problematik mal einen Call aufgemacht. DIe Infos : Sollte ein Mainboardwechsel stattfinden müssen, muß tatsächlich ein neuer Windows ProductKey bei MS angefordert werden. Der Ansprechpartner ist der Hersteller des Gerätes – dieser regelt nach Übermittlung entsprechender Papiere die Neuausstellung des ProductKeys. Den Schlüssel im funktionsfähigen Zustand mittels Drittanbietertools auszulesen, empfehlen wir jedem Kunden trotzdem…

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