Corona-Krise: „Mach mal schnell HomeOffice“

Die Corona-Virus (Covid-19) Pandemie zieht ihre Kreise und die Auswirkungen sind vielerorts und in unterschiedlichen Stärken zu spüren.

Zugegeben, der Titel dieses Beitrags ist unglücklich gewählt, spiegelt aber dennoch die momentane Situation und so manchen Anruf der vergangenen Tage wieder. Die aktuellen Entwicklungen machen auch vor uns nicht halt. So stiegen die Anfragen bzw. die kurzfristige Umsetzung zum Thema HomeOffice in den vergangenen zwei Wochen sprungartig an. Verstärkt wird dieser Effekt nun noch durch die Schließung von Kita’s und Schulen, entsprechend gingen weitere Anfragen bzw. Aufträge seit Freitag, den 13. März 2020 bei uns ein.

Für das Groß unserer Bestandskunden ist die Umsetzung keine größere Sache, denn bei vielen existiert bereits eine HomeOffice-Regelung und technisch ist alles notwendige vorhanden. Oft gibt es bereits bestehende VPN-Zugänge, so das meist nur für weitere Mitarbeiter der Zugang erlaubt und im HomeOffice eingerichtet werden muss.

Wer keinen Terminalserver verwendet, kann die jeweiligen Mitarbeiter direkt auf ihre Büro-Computer zugreifen lassen. Unter Windows ist dabei die Remotedesktopverbindung (RDP) via VPN das Mittel der Wahl. Unter keinen Umständen sollte man RDP direkt (via Portfreigabe) über das Internet nutzen, dies stellt ein sehr hohes Sicherheitsrisiko dar!

Und selbst für kleine Unternehmen, die nun keinen „großen“ VPN-Firewall-Router haben bietet selbst die oft vorhandene AVM FRITZ!BOX Fernzugangsmöglichkeiten. Oder man baut kurzfristig beispielsweise mit pfSense oder OPNsense etwas dazu bzw. ersetzt den bisherige Router.

Wer mit der Einrichtung von VPN, RDP, usw. nicht zurecht kommt oder es einfacher haben möchte, kann zu Lösungen wie beispielsweise pcvisit’s Remote2Office oder Cybele’s Thinfinity RemoteDesktop (vormals ThinRDP) zurückgreifen.

Wer eine Securepoint UTM im Einsatz hat, kann neben den IPsec- und OpenVPN-basierten VPNs zudem Clientless VPN nutzen.

Soweit zur Computerseite, bei der Telefonie sieht die Sache mitunter anders aus. Je nach vorhandener Telefonanlage ist es möglich beispielsweise das eigene Smartphone als Nebenstelle zu verwenden oder via Softphone oder Browser zu telefonieren. Bei manchen Herstellern, z.B. Avaya, muss dies zusätzlich lizenziert werden. Bei unseren Kunden mit 3CX-Installationen ist das alles gar kein Problem, da sozusagen ab Werk all diese Möglichkeiten vorhanden sind und genutzt werden können, ohne das etwas zusätzlich gekauft werden muss (außer vielleicht Headsets).

Apropos 3CX: Der Hersteller lies gestern verlauten, das man aufgrund der aktuellen Lage die Standard 4 SC-Ausgabe (vier gleichzeitige Gespräche) drei Jahre lang kostenlos nutzen kann:

3CX Blog – Business as Usual trotz Covid-19 – 3CX bietet seine Remote-Kommunikationslösung 3 Jahre kostenlos

Hat man keine entsprechende Telefonanlage kann man sich mit Weiterleitungen, Callthrough und ähnlichem behelfen.

So schlimm die ganze Angelegenheit auch ist und wir hoffen alle das es schnell und gut vorübergeht, so einfach kann man sich dort wo es sinnvoll und möglich ist technisch behelfen. Selbstverständlich ist das nicht für alle Berufe und Aufgaben umsetzbar, dennoch bietet es Chancen zur Verringerung des Risikos und zur Verkleinerung von Menschenansammlungen.

Unabhängig davon gilt frei nach Douglas Adams‘ Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (Per Anhalter durch die Galaxis): Don’t Panic!

Ich wünsche euch allen das Beste und bleibt gesund!

Update 20.03.2020

Erst vor gut einer Woche hatte 3CX seine Standard Edition für drei Jahre kostenfreier Nutzung angekündigt, so folgte kürzlich eine Variante speziell für Bildungseinrichtungen:

3CX erweitert sein kostenloses Angebot um E-Learning-Lösung für Bildungseinrichtungen

Der VoIP- und Festnetz-Anbieter easybell steuert seinerseits unter anderem eine kostenfreie Konferenzlösung an:

Corona-Pandemie: easybell unterstützt deutsche Telearbeiter im Homeoffice mit kostenloser Telefonkonferenz-Lösung

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