Proxmox VE 2.0 Beta veröffentlicht – Ein erster Blick

So fängt das Wochenende gut an. Von der Virtualisierungs-Lösiung Proxmox VE wurde gestern die lang erwartete Beta der kommenden Version 2.0 veröffentlicht (Link).

Grund genug für mich, mal einen kurzen Blick auf diese neue Version zu werfen.

Da ich gerade keine Hardware frei habe, wurde die Beta in VirtualBox installiert. Um einen Blick auf die neue GUI zu erhaschen genügt das.

Aber ich sag euch, irgendwann möchte ich mal zwei identische Systeme hier haben, um einen Cluster aufzubauen.

Beim Setup ist mir keine Änderung aufgefallen. Dieses ist gewohnt schnell und einfach.

Bin mir jetzt gerade nicht sicher, aber ich bilde mir ein, dass das GRUB-Menü erweitert wurde. Auf jeden Fall von Vorteil ist der integrierte memtest86+.

Leider fehlt eine lokale Verwaltung, wie man sie von Archivista VM 2.0 her kennt. Man kann halt nicht alles haben.

Bei der ersten Anmeldung begegnet man das erste Mal der neuen Oberfläche. Unter anderem werden nun unterschiedliche Authentifizierungsmethoden unterstützt.

Die neue Oberfläche gefällt auf Anhieb. Sehr übersichtlich und erinnert von der Aufteilung an VMware.

Wenn man eine neue VM erstellt, bekommt man bei der Auswahl des Nodes, auf dem die VM erstellt werden soll auch gleich Infos zu dessen Arbeitsspeicher- und Prozessorauslastung. Sehr vorteilhaft. Es macht ja schließlich keinen Sinn, eine VM auf einem ausgelasteten Node zu erstellen und auszuführen.

Sehr gut finde ich, das man nun angeben kann, welches Betriebssystem installiert werden soll.

Spannend. Man kann nun unter CPU Sockets, Cores und sogar den Typ auswählen.

Auch wurde die Console, die auf VNC und Java basiert besser integriert. Wegen meinem Test innerhalb von VirtualBox ist an dieser Stelle nichts großartiges zu sehen.

Man kann nun auch Notizen in den VMs ablegen.

Von der Weboberfläche aus, kann man auch auf die Shell zugreifen. Das vereinfacht die Administration.

9 Kommentare

  • Lokale Verwaltung?

    wer habens will, einfach, zb mit:

    > aptitude install gnome-core

    oder noch schlanker:

    > aptitude install lxde

  • Ja klar, so geht’s natürlich auch. Von Haus aus wär’s natürlich feiner. Is ja kein muss, sondern nur nice-to-have bzw. hilfreich bei Einzel-Host-Setups.

  • Die mehrzahl der anwender will kein x11 am server, d.h. sowas default zu machen ist nicht gewollt. im übrigen, welchen anwender hat keinen browser?
    in welchen szenario braucht man sowas wirklich?

    d.h. features sind gut, aber man sollte schon auch schauen ob mans in der praxis braucht.

  • Wie bereits erwähnt, a) kein großes Problem und b) ich denke an Einzel-Host-Setups, streikt der Server bzw. die VMs geht mitunter auch kein Browser mehr (DHCP, DNS, Proxy, NAC down…). Bei kleinen Kunden steht mitunter nur ein physikalischer Server rum, es gibt keinen Management-PC usw.

    Ich für meinen Teil komme irgendwie immer zurecht und gehöre nicht zu den Hardcore-GUI/Windows/Assistenten verfechtern.

  • man kann ALLE funktionen auch ohne browser bedienen.

    das command line interface als auch das browsergui greifen auf die Proxmox VE API zu.

    z.b. kannst über die console einen task starten und den siehst dann auch am browser gui.

  • Pingback: Proxmox VE 2.0 Beta – Ein zweiter Blick und Test | Andy's Blog – Linux, Mac, Windows

  • Leider geht das neue Interface auch in der aktuellen Beta nicht im Internet Explorer 9.

    Hier sollte man noch nachbessern. Ein Browser Interoperabilität muss gewährleistet sein – auch wenn der IE bei vielen nicht beliebt ist.

  • Hallo Frank,

    danke für die Info. Ich hab’s selbst nicht getestet, aber gut zu wissen, das es so ist.
    Du hast natürlich recht. Es gibt genug Unternehmen die auf den IE als primären oder einzigen Browser setzen (müssen).
    Proxmox VE 2.0 ist ja noch Beta, vielleicht wird’s ja was bis zur Final.

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