Mit dem MistServer einen (lokalen) Streaming-Server erstellen

Die Eirichtung eines (lokalen) Streaming-Servers kann für verschiedene Anwendungsfälle interessant sein, beispielsweise um von einem Computer aus Inhalte zu einem oder mehreren Clients zu streamen oder um sich generell mit dem Thema vertraut machen zu können.

Schnell und einfach gelingt die Einrichtung eines Streaming-Server, in diesem Beitrag unter Windows, mit dem MistServer. Das Programm steht in einer Open Source-Edition mit eingeschränktem Funktionsumfang und in zwei kommerziellen Ausgaben zur Verfügung:

MistServer – Specifications

Nachfolgend wird die Open Source-Edition verwendet, die wiederum unter Windows, Linux und Mac installiert werden kann: Open Source edition downloads

Bemerkung: Die Open Source-Edition ist (imho) nur bedingt für den Einsatz via Internet geeignet, da wichtige Merkmale wie z.B. Verschlüsselung fehlen.

Etwas unschön an dieser Stelle ist, das der Windows-Link zwar angeblich auf eine ZIP-Datei verweist, letztlich allerdings eine Exe-Datei zum Download angeboten wird:

https://r.mistserver.org/dl/mistserver_cyg64V2.18.1.zip
->
mistserver_cyg64_2.18.1.exe

Nach dem Download und dem Ausführen des Setups findet sich auf dem Desktop sowie im Info-Bereich ein entsprechendes Symbol. Klickt man dieses an öffnet sich “MistServer Tray”, das zum einen eine Start-/Stop-Möglichkeit des Servers sowie den aktuellen Status bietet:

Ferner kann man die browser-basierte Management-Oberfläche mit einem Klick auf “Open Controller” aufrufen. Als System-Dienst läuft MistServer übrigens nicht. Bereits auf der Übersichtsseite macht sich der Unterschied der Editionen bemerkbar:

Unter dem Menüpunkt “Streams” konfiguriert man die einzelnen Streams:

Eine Beispiel-Konfiguration für einen Stream und die Anbindung an OBS Studio findet sich hier:

MistServer – Blog – Live streaming with MistServer and OBS Studio

Bei einem Test eines Streams vom Notebook aus, auf dem sowohl der MistServer als auch OBS Studio läuft via WLAN zu einem LibreElec-Mediacenter zeigte eine Latenz von ca. 30 Sekunden. Latenzen, also Verzögerungen, können an mehreren Stellen auftreten, schon an der Quelle, als nächstes bei Streamings-Tools wie OBS, dann beim Streaming-Server an sich und zu guter Letzt beim Client (Browser, VLC, Kodi, etc.). Die Übertragungswege spielen selbstverständlich ebenfalls eine Rolle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.