Windows 10 Version 1511, Intel NUC und BSOD 0x00000113

Microsoft macht einem das Updaten von Windows 10 nicht unbedingt leichter. Konnte man bis Windows 8.1 die Updates, die installiert werden sollen auswählen, so ist das leider nicht mehr möglich.

Bei einem Intel NUC Modell DN2820FYK in unserem Laden streikte das Update auf Windows 10 „Version 1511“ mit einem Bluescreen 0x00000113. Der Fehler verweist auf ein Problem mit dem Grafiktreiber (Bug Check 0x113: VIDEO_DXGKRNL_FATAL_ERROR). In unserem Fall wollte Windows Update die Aktualisierung auf „1511“ nur in Verbindung mit einem Treiber-Update der Intel Grafikkarte durchführen.

Windows 10, Intel NUC, Windows Update, 1511Genau an diesem Treiber scheiterte allerdings immer die Installation. Das Deaktivieren der automatischen Treiber installation (siehe Option to manually select or hide updates on Windows 10 build 10074?) beeindruckte das System ebensowenig wie das Ausblenden des Treibers mittels Problembehandlungspaket „Ein- oder Ausblenden von Updates“.

Intel Treiberaktualisierungs-Software

Da es über Windows Update nicht klappt, sollten die Treiber über die Software von Intel aktualisiert werden. Alternativ kann man die Treiber einzeln manuell installieren bzw. aktualisieren.

Unschön ist, das auch die Intel Software so ihre Probleme hat und bei diversen Treibern als Status ein „Failed“ gemeldet wird. Startet man die Installation der Grafikkarten-Treiber per Hand, erhält man die Meldung, das die installierten Treiber neuer seien, als die, die man installieren möchte. Dabei wird man auf’s Glatteis geführt, da die Setup-Version eine andere ist, als die vom eigentlichen Treiber. Ein Update ist also schlicht nicht notwendig. Interessantesweise ist die installierte Version neuer, als die, die Intel zur Verfügung stellt.

Intel Driver Update Utility + Manuelles GFX-UpdateUm zu sehen, ob sich das eigentliche Problem vielleicht dich lösen lässt, versuchten wir ein Downgrade des Grafikkarten-Treibers. Dies endete allerdings wieder in einem Bluescreen.

Da sich andere Treiber (laut Intel SW) ebenfalls nicht installieren liesen, wurde sogar ein BIOS Update durchgeführt. Anschließend wurde ein neuer Versuch gestartet via Windows Update zu aktualisieren. Leider änderte das auch nichts.

Die Lösung

Nach ein wenig Recherche fand sich der Hinweis, wenn gleich auch wegen eines etwas anderen Fehlers, der Grafikkarte im BIOS mehr Speicher zuzuweisen:

[Windows 10] VIDEO_SCHEDULER_INTERNAL_ERROR after wake up

Nach dieser Änderung meldete Windows Update, das bei der Installation von Updates ein Fehler aufgetreten sei und man es später nochmal versucht. Nach einem Klick auf die Schaltfläche „Wiederholen“ startete dann tatsächlich der Download und die Installation von „Version 1511“. Von den Intel-Treibern war zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu sehen.

Der Rest ist dann auf Warten beschränkt, da das Update eine Weile benötigt. Bei unserem NUC klappte dann die Aktualisierung schlussendlich erfolgreich.

Update 26.11.2015

Die Sache mit shared memory und dem November-Update zieht scheinbar größere Kreise. So traf es einen Kunden mit einem Dell Vostro 260 (oder so ähnlich), bei dem die onboard Intel HD Graphics 2000 nur 32 MB hat. Leider kann man dort im BIOS nichts einstellen. Das Gerät an sich ist seitens Dell nicht mit Windows 10 getestet geschweigedenn freigeben.

Außer dem Update lief auch der Opera Browser nicht mehr so richtig, der Start dauerte ewig und es kam nicht selten zu Bluescreens. Unter Windows 7 hatte das alles noch reibungslos funktioniert. Abhilfe schaffte die Installation einer Grafikkarte, dabei zeigte sich das System wählerisch. Wir mussten mehrere Karten durchprobrieren bis das eine gefunde war, mit der das Mainboard startete.

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