Windows 10: Windows Installer-Probleme beheben

Ich kämpfe gerade mit einem PC der mit Windows 10 1511 nicht mehr richtig lief. Man ist geneigt zu sagen, das es die Registry zerlegt hat. Zurück auf das vorige Build tun zwar fast alle Programme wieder und Windows selbst läuft runder, aber in den zwei Wochen in denen der PC mit 1511 ausgestattet war, wurde das eine oder andere Programm aktualisiert.

Nun streiken die aktualisierten Programme. (Leider) Werden diese mit dem Windows Installer installiert bzw. aktualisiert, durch den Rücksprung gibt es da nun Diskrepanzen und das erneute Einspielen der neueren Versionen scheitert.

Abhilfe bei solchen Problemen kann das Microsoft Fix it – Problem bei Deinstallation/Installation von Software schaffen. Bei „Läuft unter“ ist zwar Windows 10 nicht angegeben, dennoch startet das Tool, lädt Daten aus dem Internet und tut (hoffentlich) sein Bestes.

Bisheriger Erfolg:

  • AdBlock+ für Internet Explorer (Update von 1.2 auf 1.5, fehlende 1.2 msi-Datei)
  • Apple iTunes (iTunes6464.msi ungültig)*

Weitere sind noch in Arbeit, aber immerhin ein Teilerfolg. Leider kann man nicht mehrere Einträge auf einmal auswählen, das wäre in diesem Fall recht hilfreich, da ja mehrere Anwendungen streiken. Die Laufzeit des Tools variiert in Abhängigkeit von der Komplexität des zu reparierenden Programms. Als grobes Beispiel: Bei AdBlock+ war Ruckzuck durch, bei iTunes hat’s lange (Stunden) gedauert. In der Zeit hätte man den Rechner auch komplett neu installieren können.

Nacharbeiten

Das Fix it erstellt einen Ordner „C:\MATS“ mit weiteren Unterordner darin. Diese Struktur kann schnell relativ umfangreich werden (in diesem Fall ein gutes Gigabyte). Wenn alle Arbeit getan ist, kann man diesen Ordner löschen.

*Apple iTunes – iTunes6464.msi ungültig

Letztlich hat es geklappt, mit Hilfe des Fix it’s dieses iTunes-Setup-Problem zu lösen. Der Fehler liegt dabei nicht bei Apple, sondern im Windows Installer. Bei der Ausführung des Fix it’s wurde ausgewählt, das man ein Programm nicht deinstallieren könne, dann wurde iTunes angeklickt. Daraufhin rödelte das Tool stundenlang (genau kann ich’s nicht sagen, da der Vorgang Nachmittags gestartet wurde und erst am nächsten Morgen ein Ergebnis vorlag).

Der PC war in dieser Zeit nahezu unbenutzbar, da die Festplatten-Auslastung hochging (es wurde massig unter „C:\MATS\…“ geschrieben). Statt einen Abschluss-Dialog vorzufinden erschien plötzlich wieder der Dialog, bei dem man das Programm auswählen soll, welches man deinstallieren möchte. An dieser Stelle habe ich abgebrochen und das iTunes-Setup gestartet, welches dann (endlich) erfolgreich durchlief.

Ob die andere Richtung, soll heißen: „Auswählen, das man ein Programm nicht installieren kann“, schneller/besser/anderster geholfen hätte, konnte nicht getestet werden.

Hinweis: Damit Windows Update über Nacht bzw. generell einem nicht die in Quere kommt, wurde kurzerhand der Dienst beendet.

4 Kommentare

  • Zurück auf Vorheriges Build bedeutet in dem Fall nicht dass du auf einen Systemwiederherstellungspunkt zurückgestellt hast, nehme ich an?

  • Ich meine „Einstellungen – Update und Sicherheit – Wiederherstellung – Zu früherem Build zurückkehren“.
    Siehe auch:

    netzwelt – Windows 10: Herbst-Update löscht Apps und verändert Einstellungen

    Wiederherstellungspunkte (unabhängig von Windows 10) verwende ich sogut wie nie, da es gefühlte 99.9%-male schiefgelaufen ist und dann noch schlimmer war als vorher.

  • Ernsthaft? Wann immer ich mal einen Wiederherstellungspunkt brauchte, lass es auf verschiedenen Rechnern von Win 7 – Win 8.1 insgesamt mal 5-7 gewesen sein, hat es immer zuverlässig funktioniert.
    Unter Win 10 brauchte ich es bisher noch nie.

  • > Ernsthaft?

    Ja.

    > Wann immer ich mal einen Wiederherstellungspunkt brauchte, lass es auf verschiedenen Rechnern von Win 7 – Win 8.1 insgesamt mal 5-7 gewesen sein, hat es immer zuverlässig funktioniert.

    Dieses Glück hatte ich so gut wie nie.

    > Unter Win 10 brauchte ich es bisher noch nie.

    Dito.

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