Windows: Alternativen zur Fotos-App

Für die in Windows integrierte Fotos-App gibt es einige Alternativen. Gründe für einen Wechsel kann es viele geben: Sei es, das die Fotos-App (wie andere Microsoft-Apps auch) mal wieder überhaupt nicht funktioniert oder das diese nicht drucken kann (oder will) da irgendein Fehler anliegt. Störend kann ggf. auch die Handhabe an sich sein ebenso wie das beim Start Werbung für OneDrive und einem Microsoft-Konto angezeigt wird.

Das Microsoft-Apps mal hängen und trotz Troubleshooter und Zurücksetzen sowie weiterer Maßnahmen nicht zum normalen funktionieren zu bringen sind, ist leider nicht so selten wie man meinen möchte. Mitunter, je nach System, kann einem zudem die Startdauer der App zu lange vorkommen. Im Gegensatz zur alten Windows-Fotoanzeige kann einem zudem irritieren, das man nicht mehr einfach mit den Pfeilen oder Pfeiltasten zum nächsten Bild im Ordner wechseln kann, in der Foto-App geht dies nur mit zuvor ausgewählten Dateien.

Schaut man nach Alternativen, findet sich oft neben schlankeren und vor allem schnelleren Varianten vor allem Programme die schlicht mehr können. Vom simplen Bildbetrachter, evtl. mit integrierten Konvertierungs-Werkzeug bis hin zu einfachen oder auch komplexen Bearbeitungsoptionen oder einer Bild-Verwaltung ist alles möglich. Von kostenfrei, open source bis zu kostenpflichtig ist alles zu haben. Nachfolgend eine kleine Auswahl mit dem Schwerpunkt auf Bildbetrachtung:

IrfanView

IrfanView ist seit über 20 Jahren der Inbegriff einer Alternative zu den Bordmitteln von Windows und auf vielen Desktops zu Hause. Für die private Nutzung ist das Programm kostenlos, für alle andern gilt 10,00 € pro Benutzer, ab der 11. Lizenz gibt es Rabatt. Die Möglichkeit den ohnehin schon mächtigen Bildbetrachter mit Plugins zu erweitern tut sein übriges um einen sehr guten Eindruck zu hinterlassen. Diverse Bearbeitungs- und Optimierungsfunktionen sind ebenso integriert. IrfanView ist also bereits ab Werk ohne PlugIns weit mehr als ein Bildbetrachter.

XnView

XnView dürfte vielen neben IrfanView bekannt sein. Neben der nur für Windows verfügbaren Classic-Ausgabe gibt es XnView MP für die Betriebssysteme Linux, MacOS und Windows und ist bei Neuinstallationen zu bevorzugen. Für die private Nutzung kostenlos, beginnt die Einzellizenz bei 29,00 €. Staffelpreise sind verfügbar. Vom gleichen Anbieter gibt es zudem weitere Werkzeuge, z.B. für das Konvertieren von Bildformaten.

Honeyview

Honeyview ist eine kleine 32-bit Freeware, die auch unter 64-bit Windows läuft. Hierbei handelt es sich in erster Linie um einen Bildbetrachter, der als Extras eine Slideshow sowie einfache Bearbeitungs- und Konvertierungsfähigkeiten mitbringt.

ImageGlass

Aus dem open source Lager stammt ImageGlass, das eine sehr an Apps angelegte Oberfläche mitbringt. Neben der Möglichkeit mittels Pfeilen und der Pfeiltasten sich durch alle Bilder in einem Ordner durchklicken zu können ist vor allem die Anzeige von Vorschaubildern hilfreich.

nomacs

Ebenfalls open source ist nomacs, das für Windows, Linux, Mac, FreeBSD bis hin sogar bis OS/2 zur Verfügung steht. Dieses Tool kann installiert oder portable genutzt werden. Die Oberfläche ist schlicht und neben der reinen Bildbetrachtung sind ein paar Bearbeitungsmöglichkeiten mit dabei. Ein unerwartet interessantes Features ist das Synchronisieren mehrerer nomacs-Instanzen. So lassen sich beispielweise Zoom und Overlay identisch einstellen.

Fazit

Dies hier ist nur eine kleine Auswahl, es gibt noch viel mehr. Man kann wohl sagen, für jeden Geschmack und Anwendungsfall lässt sich etwas finden. Im Test benötigte ImageGlass leider am längsten um ein Bild anzuzeigen, wobei “langsam” hier relativ ist, es dauert nur einen kurzen Moment länger als bei den anderen Kandidaten. Am schnellsten war IrfanView, rein von der Optik her am besten hat ImageGlass gefallen.

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