Windows und Switche: Von der MAC-Adresse zur IP-Adresse

Diese Woche war es bei einem Kunden nötig, dahinter zu kommen, welche Endgeräte an welchen Ports an den Switchen hängt. Klar, vor Ort könnte man einfach schauen, welcher Switch-Port auf welchen Port am Patchpanel führt und dann wiederrum im jeweiligen Raum an der Dose schauen, was da rumsteht. Aus der Ferne geht das aber nunmal nicht. Wenn es dann keine Doku oder Inventur gibt, wo was angeschlossen ist und der Kunde auch so schaltet und waltet wie er möchte wird’s mehr oder weniger bitter.

In verwalteten Switchen gibt es in der Regel einen „MAC Table“, so lässt sich leicht ermitteln, welche Geräte (anhand der MAC-Adresse) an welchem Port angebunden sind.

Aber wie kommt man nun von der MAC-Adresse zur IP-Adresse?

Unter Linux kann man die Broadcast-Adresse anpingen (ping -b <IP>) und dann über „arp -a“ schauen, unter Windows geht das nicht ganz so einfach..

Hat der Windows-Computer bereits Kontakt zu dem Netzwerkgerät gehabt, kann man mittels „arp -a“ die Einträge anzeigen lassen. Das Ergebnis zeigt die IP- und MAC-Adressen in Relation zueinander an. Kennt man vom Switch MAC-Table bereits die gesuchte MAC-Adresse(n), so lässt sich gezielter mit „arp -a | find /i „aa-bb…“ die dazugehörige IP-Adresse finden.

Hatte der Windows-Computer noch keinen Kontakt, kann man das Ganze durch einen Scan sozuzagen anregen. Auf die Schnelle kann man dazu Angry IP Scanner heranziehen. Im Idealfall, und wenn man die Spalte zum Anzeigen der MAC-Adresse aktiviert hat, liefert dieser Scan gleich das passende Ergebnis. Ist die Spalte leer, dann einfach nochmal mit „arp -a…“ suchen. Der Erfahrung nach findet sich dann die zugehörige IP.

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