Windows: Volumenlizenzvertrag und deutschsprachige Windows Server 2003 Setup-CD/ISO

Der IT-Profi mit einem Volumenlizenzvertrag von Microsoft kennt die Thematik. Man möchte einen Server installieren, aber im Volume Licensing Service Center von Microsoft findet sich für Windows Server 2003 nur ein englisches ISO. Der reguläre Weg besteht darin, das ISO zu laden und nach erfolgreichem Setup das Language Pack zu installieren. Aber es geht auch anders.

In diesem Beispiel wurde eine Windows Server 2003 R2 Standard Edition 32-bit verwendet.

Man benötigt ein Boot Image einer deutschen Windows Server 2003 R2 Standard Edition 32-bit CD/ISO. In meinem Fall habe ich eine OEM-CD genommen und mit BBIE das Boot Image extrahiert:

bbie.exe LW:

oder

bbie.exe DATEINAME.ISO

Daraufhin erhält man eine Datei namens „image1.bin“.

Als nächstes benötigt man das deutsche Windows Server 2003 R2 Standard Edition 32-bit Archiv (nicht die englische ISO!) aus dem Microsoft Volume Licensing Service Center. Dieses entpackt man auf die Festplatte, z.B. nach „C:\ISO\W2K3R2-VL-CD1“.

Nun benötigt man ein Brennprogramm um eine bootfähige CD/ISO zu erstellen. Ich hatte zunächst stundenlang vergebens versucht mit InfraRecorder diesen Schritt durchzuführen, dabei kam aber immer ein ISO heraus, das die „acpi.sys“ nicht finden kann. Es könnte sich dabei um einen Bug handeln. Zur Sicherheit habe ich das mal im InfraRecorder-Forum gepostet. Letztlich habe ich mkisofs von BartPE verwendet:

mkisofs -b image1.bin -no-emul-boot -boot-load-seg 1984 -boot-load-size 4 -iso-level 2 -J -l -D -N -joliet-long -relaxed-filenames -V „W2K3R2-VL-CD1“ -o W2K3R2-VL-CD1.iso W2K3R2-VL-CD1

Dabei hatte die „mkisofs.exe“ im Ordner „C:\ISO“ liegen. Von hier stammt übrigens die Syntax für diesen Befehl. Man muss allerdings beachten, dass das Boot Image, also die Datei „image1.bin“, innerhalb des Ordners liegen muss, der alle Dateien für das ISO enthält. In diesem Fall also innerhalb von „C:\ISO\W2K3R2VL-CD1“.

Das erstellte ISO sollte man vor dem Brennen z.B. mit VirtualBox testen, um sicher zu gehen, das alles geklappt hat.

Die zweite CD vom Windows Server 2003 R2 betrifft das Ganze nicht. Muss also nicht bootfähig gemacht werden oder extra aus dem Microsoft Volume Licensing Service Center heruntergeladen werden.

Im übrigen gilt diese Thematik nicht für Windows Server 2008 und neuer.

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