Telekom: Zwei Standorte, drei Rufnummern portieren = Vier Monate

Zur Abwechslung mal eine Geschichte aus eigenem Hause: Wir betreiben zwei Standorte, beide werden von der Telekom mit Internet und Telefonie versorgt. Da die Firmenzentrale verlegt wurde, sollten die wichtigsten Rufnummern zum neuen Standort portiert werden. Klingt erstmal nach einer trivialen Angelegenheit, scheint es aber nicht zu sein. An dieser Stelle sei erwähnt, das beide Standorte innerhalb des gleichen Ortes liegen und es noch um ISDN geht.

Übergangsweise wurden die betroffenen Rufnummern bzw. die darüber geführten Telefonate via VPN geleitet. Das funktionierte soweit relativ gut, allerdings greift QoS für VoIP dann nicht (wirklich). Ferner stand am alten Standort nur ADSL 16.000 mit entsprechenden Upload zur Verfügung. Bei mehreren Gesprächen zzgl. Terminalserververbindungen und ggf. noch Dateiübertragungen kam es (erwartungsgemäss) zu Aussetzern.

Der erste Versuch die Rufnummern zu Portieren wurde bereits vor über einem Jahr unternommen. Der damalige Telekom-Hotliner knirschte allerdings mit den Zähnen und meinte, das würde nicht gehen, da es sich bei einer der betreffenden Rufnummern um die Hauptnummer des Anschlusses handeln würde.

Nachdem das Gesprächsaufkommen gestiegen war und damit auch die Probleme, wurde gegen Ende 2015 ein erneuter Versuch unternommen. Diesmal hatten wir mit einer Hotlinerin zu tun, die klarstellte, dass das Vorhaben realisierbar ist, aber auf jeden Fall drei neue Rufnummern auf den alten Standort gebucht werden müssen, von der eine dann die neue Hauptrufnummer wird. An diesem Anschluss sind zwar drei weitere Rufnummern aus einer früheren Anschlussübernahme vorhanden, diese können allerdings (aus welchen Gründen auch immer) nicht als Hauptrufnummer verwendet werden.

Nachdem die Voraussetzungen geklärt waren, wurde der Auftrag erteilt. Auf unseren Wunsch hin sollte die Umstellung im Betriebsurlaub Weihnachten/Neujahr stattfinden. Kurze Zeit später trudelten die Aufträgsbestätigungen für die jeweiligen Standorte ein. Eine Woche vor dem Termin wurde dieser telefonisch von der Telekom abgesagt, da man nicht näher definierte Probleme hätte. Es solle ein neuer Termin vereinbart werden.

Nachdem wir vier Wochen lang nichts von der Telekom gehört hatten, fragten wir nach. Man entschudligte sich, könne aber nicht sagen, wann es weiter geht. Von der Fachabteilung gibt es noch nichts neues.

So zog sich das bis Mitte Februar 2016 hin, bis das sich die Hotlinerin erneut meldete (das tat sie im übrigen auch Zwischendurch um zu vermelden, das es nichts neues gibt), kurz erklärte, das wohl am System etwas geändert wurde und man wochenlang nichts einbuchen konnte oder bereits gebuchte Aufträge storniert wurden. Nun soll es klappen und es wurde ein neuer Termin in den Osterferien vereinbart. Ein paar Tage später war dann auch zu diesem Termin die Bestätigung im Briefkasten.

Für die Umstellung wurden zwei Tage angesetzt, am ersten Tag wurden die zu portierenden Rufnummern am alten Standort entfernt. Am zweiten Tag wurden diese dann dem neuen Standort hinzugefügt. Dazwischen haben wir unsere Telefonanlagen entsprechend konfiguriert.

Diesmal klappte die Portierung. Weniger gut trotz Betriebsurlaub war allerdings, das bereits einen Tag früher als angekündigt, wenn auch erst ab Nachmittags am alten Standort die Rufnummern nicht mehr funktionierten und sich dies über den ersten angekündigten Tag fortsetzte. Leider kam beim Anrufen die Ansage „Diese Rufnummer ist uns nicht bekannt…“, für eine Firma nicht gerade „prickelnd“. Am zweiten angekündigten Tag standen die Rufnummern dann am neuen Standort zur Verfügung.

Persönliche Bemerkung

Irgendwie scheint aktuell bzw. die vergangenen Monate einiges bei der Telekom im Gange zu sein. Bei fast allen Störungen oder sonstigen Problemen die wir alleine im ersten Quartal 2016 mit dem rosa Riesen erlebt haben, waren irgendwelche internen Umbauten verantwortlich. Ungut ist, das oftmals die Hotliner offenbar nicht darüber informiert sind und damit ebenso wie der Kunde sozusagen im Dunkeln tappen.

Passend hierzu erhielt ich bei einem Kunden von einer Hotlinerin die Aussage: „Aktuell ist das alles hier bei der Telekom nicht gerade sehr kundenfreundlich.“

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