Vorzeitiges Lebensende von EPSON WorkForce Pro WF-6590?

Von den EPSON WorkForce Pro WF-6590 haben wir ein paar verkauft und waren soweit auch immer zufrieden damit. Wie es das Pech so will haben nun zwei Geräte überraschend das zeitliche gesegnet, auffällig dabei ist der gleiche Fehlercode sowie die zeitliche Nähe.

Das erste Gerät machte zuerst Farbflecken bei s/w-Ausdrucken bevor einen Tag später ein Techniker von unserem neuen Büromaschinen-Partner einen wirtschaftlichen Totalschaden diagnostizierte, da der Druckkopf defekt sei. Der Fehlercode 0x9A wurde da noch nicht angezeigt, dazu gleich mehr.

Ausgehend vom Zeitpuntk des Auftretens der ersten Schwierigkeiten bei unserem Kunden vier Tage später während der Mittagspause meldet unser baugleiches Multifunktionsgerät, nur gut zwei Wochen älter, per Mail einen Fehler. Zu diesem Zeitpunkt war niemand von uns im Büro. Ich stand geräde vom Getränkemarkt als die Mail auf dem Smartphone signalisiert wurde.

Wieder im Büro angekommen stand auf dem Display der Fehlercode “0x9A”:

Ironischerweise wurde an diesem Tag noch überhaupt nichts gescannt oder gedruckt.

Aus-/Einschalten, nach Papierstau schauen, das Gerät stromlos machen, usw. hilft alles nichts. Auch ist der Schlitten nicht blockiert, die Kiste streikt völlig überraschend und ohne jede Vorwarnung einfach.

Wieder zwei Tage später stehe ich bei besagtem Kunden mit einem neuen Multifunktionsgerät und schaltetet das alte Gerät nochmal ein und siehe da, auf einmal der gleiche Fehlercode. Wie gesagt, die zeitliche Nähe bei mehr oder weniger gleichem Fehler ist erstaunlich. Vergleicht man die Seriennummern, könnte man ebenfalls annehmen, das die Geräte nah beieinander liegen:

Unser Gerät:

Firmware-Version: DB19JB 30.15
Seriennummer: VQJY017xxx
Erstdruckdatum: 12-06-2017
Druckinformationen
Gesamtanzahl Seiten: 4785

Kundengerät:

Firmware-Version: DB19JB 30.15
Seriennummer: VQJY017xxx
Erstdruckdatum: 27-06-2017
Druckinformationen
Gesamtanzahl Seiten: 69543

Von den Seriennummern unterscheiden sich nur die letzten drei Stellen um die Größenordnung “112”. Die Differenz zwischen dem Erstdruckdatum beträgt nur 15 Tage, wie eingangs schon erwähnt wurden die Geräte gerade mal in diesem zeitlichen Abstand angeschafft.

Wie man ebenfalls erkennen kann, wurde nun auch nicht besonders intensiv gedruckt. Bei unserem Kunden immerhin knapp 70.000 Seiten, bei uns gerade mal gute 4800. Das ist gelinde ausgedrückt für diese Geräteklasse und nach gut drei Jahren eigentlich nichts.

Unser neuer Büromaschinen-Partner hat sowas eigener Aussage nach noch nicht erlebt und als langjähriger EPSON-Partner diesen Fehlercode bislang nur einmal gesehen. Unser Gerät befindet sich aktuell noch in dessen Werkstatt um zu klären, ob es ebenfalls der Druckkopf ist oder doch etwas anderes. Das Kundengerät steht noch bei uns.

Mit EPSON selbst hatte ich einen Support-Chat und auch mit den jweiligen Distributoren wurde Kontakt aufgenommen, ob evtl. hinsichtlich Serien- oder Chargenfehler bzw. erhöhter Rückläufer-/Service-Quote etwas bekannt ist, alle drei verneinten dies.

Seltsam und evtl. wirklich nur Zufall. Wenn jetzt allerdings in absehbarer Zeit ein weiteres Gerät diesen Modells bei einem unserer Kunden ausfällt ist’s mehr als verdächtig.

12 Kommentare

  • Hallo,

    bei uns ist genau der gleiche Fehler mit den gleichen Symptomen aufgetreten. Gab es schon eine Lösung? Bei uns ist der Fehler am 26.08. aufgetreten und wir konnten ihn seitdem nicht beheben. Der Drucker wurde auch nicht übermäßig, aber an jedem Werktag genutzt.

    Vielen Dank

  • Leider gibt’s nicht neues. Unser Gerät steht immer noch in der Werkstatt unseres Büromaschinenpartner, die sind aktuell wegen Urlaubszeit unterbesetzt und konnte das noch nicht bearbeiten. Das zuerst Defekt gegangene Kundengerät steht noch bei uns, für den Fall das sich noch etwas ergibt.

    Wie alt ist denn das Gerät?
    Wieviel wurde gedruckt?
    Wie sieht die SN außer den letzten drei Stellen aus?

  • Wie ich heute erfahren habe ist unser Gerät, wie zu erwarten, ein Totoalschaden.
    Der Fehlercode sagt, laut unserem Parnter, aus das ein garvierender Schaden, also sowas wie Steuerplatine oder Druckkopf, vorliegt und das ist im Regelfall wirtschaftlich nicht sinnvoll zu reparieren.
    Oder ander ausgedrückt: Die Reparatur würde soviel oder gar mehr kosten als das Nachfolgemodell.

  • Pingback: EPSON Status Monitor: Ein anderes Produkt ist ausgewählt – Andy's Blog

  • Wolfgang Reinhart

    Rate dringend vor dem Kauf von EPSON-Druckern ab !
    Ich habe einen WF Pro 4725 gekauft. Nachdem die Originalpatronen leer waren , ersetzte ich diese durch kompatible Ersatzpatronen. Sofort nach dem Einsetzen kam die Meldung ( auch auf dem Pc-Monitor )
    ” Offenbar benutzen Sie keine Originalpatronen , das Gerät kann Schaden erleiden” . Sofort kam mir der Gedanke, daß dies nicht lange gut gehen kann, was sich auch später bewahrheitete. Nach einigen Ausdrucken, ( – die auch bei mir urplötzlich mit Farbklecksern versehen waren – ) , blieb der Drucker mitten im Druck stehen mit der Meldung ” Kann Magentabehälter nicht erkennen: ” Nach dem Herausnehmen und Wiedereinsetzen kam “Wollen Sie trotzdem Weiterdrucken ? ” Nach Bejahung kam das halbfertige Bild heraus, die zweite Hälfte auf dem nächsten Blatt. Nach mehreren Drucken wiederholte sich das Ganze mit der Schwarzpatrone. Ich wiederholte die Prozedur. Einige Auswürfe später funktionierte die Papierzufuhr plötzlich nicht mehr. Für mich steht fest, daß diese “Fehler” einprogrammiert sind, um Leute zu zwingen die sündhaft teuren Originalpatronen zu verwenden. Wieso sollte der Drucker ohne äussere Beeinflussung während des Drucks auf einen Schlag keine Patronen mehr erkennen, nachdem er sie die ganze Zeit erkannt hat ? ? Ich bin jedenfalls nicht so blöd wie der Drucker und erkenne sofort was hier gespielt wird. NIE WIEDER EPSON ! !

  • > Nachdem die Originalpatronen leer waren , ersetzte ich diese durch kompatible Ersatzpatronen.

    Genau das ist der Fehler. Mit sogenannten “kompatiblen Patronen” habe ich bei Kunden diverse defekte Geräte erlebt, Epson war da bislang nicht dabei (wir empfehlen immer die Originale), dafür aber HP, Brother, Lexmark und Canon.

    > Wieso sollte der Drucker ohne äussere Beeinflussung während des Drucks auf einen Schlag keine Patronen mehr erkennen, nachdem er sie die ganze Zeit erkannt hat ?

    “Kompatible Patronen” sind allerdings eine Beeinflussung und weichen vom Original ab.

    Im Idealfall geht es “nur” um Nuancen, schlimmstenfalls enthält die Tinte einen zu hohen Wasseranteil und “schlachtet” so den Druckkopf (live erlebt bei Canon).

    Ein Kunde hat Jahrelang für seinen HP-Drucker ebenfalls kompatible Patronen verwenden, soweit, so gut, dann änderte der Patronen-Hersteller offenbar die “Rezeptur” und zack war der Drucker dahin.

    Defekte Druckköpfe führen meist zum wirtschaftlichen Totalschaden von Geräten, da entweder keine Ersatzteile verfügbar sind oder der Aufwand für den Austausch schlichtweg zu groß ist.

  • Genau das gleiche Fehlerbild bei mir..Erst Farbflecken beim ausdruck, jetzt ca. 3 Wochen Später der Fehler 09xA..Ende..Immer nur Orginal Tinte benutzt und für mich jetzt richtig ärgerlich. Hatte vor 6 Wochen einen frishcen Satz XXL ETinte eingestezt..mal eben 350 EURO Tinte für die Tonne.

    Und am Rande zu anderen Modellen von Epson: Ich habe über 20 Kunden mit WF-5620 und alle haben einen defekt nach ca. 2 bis 3 Jahren. Fast alle mit Druckkopf Fehler – erst unsaubereres Druckbild dann 0x97. Ich hab dazu auch mit Epson telefoniert und da weiß man auch von dem Problemen unter vorgehaltener Hand. Aber offiziell werden die da nichts zu sagen.

  • zum Thema kompatibel Patronen. Bei all den defekten meiner Kunden mit Workforce Pro Geräten wurden nur originalen Tinten eingesetzt. Trotzdem haben Sie nach 2 bis 3 die Druckköpfe kaputt.

  • Hallo Andy,

    eben hat mein Workforce Pro WF-8510 (gekauft 2015) den Geist aufgegeben. (Sicherung im Sicherungskasten ist geflogen, USV ist eingesprungen, Fehlercode 0xEA, Ausschalten, Einschalten, Fehlercode 0x9A)
    Im Idealfall ist nur eine interne Sicherung im Drucker gegangen, vermutlich ist aber irgendeine Platine hinüber.
    Eine offizielle Reparatur ist höchstwahrscheinlich nicht rentabel.
    Wie hoch würdest Du die Erfolgschancen einschätzen, aus einem gebrauchten Modell (nur schlechtes Druckbild, sonst funktionstüchtig) eine Platine auszubauen und bei mir einzubauen?

    Danke und viele Grüße
    Günther

  • Hallo Günther,

    das habe ich bei Druckern noch nie versucht, daher diesbezüglich leider meinerseits keine Einschätzung möglich.

  • Hallo Andy,

    mein Drucker ist ein Workforce Pro WF-8510 und ich habe das gleiche Problem. Das Gerät wurde ebenfalls in 2015 gekauft und der erste Druck erfolgte am 26-06-2015. Ich habe nur original Epson Patronen verwendet. Ich ging morgens in mein Büro und im Display stand der besagte Fehler 0x9A, ohne das vorher gedruckt wurde. Wenn ich das alles so lese und im Internet gibt es noch viele andere mit diesem Problem, aber eine geplante Obsoleszenz kann ich mir bei Epson nicht vorstellen, vielleicht ist es irgendein Bauteil was in Serie ausfällt? Nur spannend ist, dass mein Drucker im Juni 2021 ausgefallen ist, also nach fast genau 6 Jahren.

    Danke für Deine Schilderungen, waren hilfreich.

    LG
    Stefan

  • Hallo an alle,

    mein Workforce Pro WF-8510 (gekauft 2015) ist im Mai 2021 eingegangen – siehe meinen Beitrag oben.

    Ich habe den Drucker (mit YouTube-Anleitung) zerlegt und auch das Netzteil aufgeschraubt. Einer der Kondensatoren hat (für mein eher laienhaftes Auge) hinüber ausgeschaut. Auf jeden Fall habe ich dann über willhaben.at einen (im Druckbereich leicht defekten) gebrauchten baugleichen Drucker besorgt, dort das Netzteil aus- und bei mir wieder eingebaut.

    Ergebnis: Glück gehabt – Drucker funktioniert wieder!! 😃

    Bilanz: 150,- € für gebrauchten Drucker inkl. 4x Patronen im Drucker und 4x volle neue
    Zeitaufwand: 2h Fahrtzeit zum Holen des Druckers und rund 4h Reparaturzeit

    … aber dafür funktioniert das seinerzeit 1.500,- € teure Gerät wieder.

    Eine Alternative wäre es gewesen, den defekten Kondensator (Kosten vermutlich < 5,-€) auszutauschen …
    (probier ich das nächste Mal, wenn ich wieder mit diesem Problem konfrontiert bin … 😉)

    Viele Grüße
    Günther

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