Windows: ext2- oder ext3-Partitionen erstellen und formatieren

Wie man unter Windows auf Linux-typische ext2- oder ext3-Dateisysteme zugreifen kann kann hatte ich bereits in der Vergangenheit beschrieben bzw. erwähnt:

Windows: Zugriff auf Linux-Partitionen

Linux-Dateisystem unter Windows einbinden

Möchte man nun solche Partitionen unter Windows erzeugen, benötigt man ein anderes Werkzeug.

Dieses Vorhaben gelingt z.B. mit MiniTool Partition Wizard, die Free Edition reicht dafür aus:

MiniTool Partition Wizard Free Edition

Dieses gibt es auch portable:

MiniTool Portable Partition Magic

Bei Techovity wird darüber hinaus neben MiniTools noch der EasyUs Partition Master erwähnt:

How To Create ext2/ext3 based Linux partition from Windows

Im aktuellen Testfall klappte alles mit MiniTools-Lösung schnell und einfach. Initiiert wurde das Ganze durch einen Versuch, die Performance von FRITZ!NAS etwas zu verbessern (NTFS wird eher schlecht unterstützt bis FRITZ!OS 6.x, daher sollte es ext2 sein):

Offiziell wird bei AVM kein ext2 oder höher erwähnt, funktionieren tut es dennoch, wie dieser Screenshot einer FRITZ!BOX 7490 zeigt:

3 Kommentare

  • Danke für den Hinweis zu MiniTool. Ich frage mich ja ob man im Zuge der Linux Entwicklerumgebung von Windows 10 nicht auch ohne extra Software auskommt. Da müsste doch Windows auch ext formatieren können.

    Mittlerweile unterstützen die Fritz!Boxen ja offiziell nicht nur ext2, sondern auch ext3 und ext4. Ich habe aber bewusst ext2 gewählt, da meine angeschlossene Platte nicht größer ist als 2TB und ext2 ja die höchste Geschwindigkeit / geringsten Hardware-Anforderungen besitzt. Wer es nicht weiß: ext3 ist das langsamste Dateisystem der drei. NTFS sollte man denke ich grundsätzlich meiden, da soweit ich weiß nicht nativ in Linux vorhanden und sonst geht natürlich auch FAT, sofern man keine Dateien über 4GB hat.

  • Prof. Dr. Hans Gipper

    guten Tag,
    ich hätte da mal eine Frage: Ich habe vor längerer Zeit ein System eingerichtet (D-Link), das für diverse Computer eine Datenspeicher sein soll (quasi eine private Cloud). Das D-Link System arbeitet mit Linux, sodass auch die Daten (Verzeichnisse, Unterverzeichnisse, Daten, Bilder) mit Linux formatiert sind. Das System besteht aus 2 Platten, die mit Raid 0 (Spiegelung) formatiert sind. Von dieser Spiegelung habe ich mir versprochen, dass die Daten leicht wiederhergestellt werden können, falls eine HD ausfällt.
    jetzt ist aber folgendes passiert: Eines Tages waren sämtliche Verzeichnisse verschwunden. Ich habe mit die D-Link längere Zeit korrespondiert, sie hatten ach diverse Vorschläge, aber mit keinem konnte ich das Problem lösen.
    Ich habe nun versucht, mit einem Gehäuse für HD´s über USB zu Prüfen, ob ich evtl an die Daten herankomme. Leider ist die HD im Unixsystem nicht zu sehen.
    Ich habe die Hoffnung, dass die Daten evtl durch ein Restaurierungsprogramm gerettet werden können, zu mal ich von dem Zeitpunkt an, wo die Verzeichnisse verschwunden waren, die HD´s nicht mehr benutzt/beschrieben habe. Ich habe auch nie Dateien gelöscht.
    Dadurch sollten auch keine Bereiche freigestellt und überschrieben worden sein.
    meine Frage an Sie: wer könnte in dem geschilderten Fall einen Tip haben, was man noch versuchen kann bzw Hilfestellung leisten. Meine Linux- Kenntnisse reichen dazu leider nicht aus.Meine Windowskenntnisse (habe 25 Jahre Jahre angewandte Informatik gelehrt) helfen nicht weiter.
    mit freundlichem Gruss H.Gipper

  • > Das D-Link System arbeitet mit Linux, sodass auch die Daten (Verzeichnisse, Unterverzeichnisse, Daten, Bilder) mit Linux formatiert sind.

    Jeder NAS-Hersteller verwendet und nutzt etwas unterschiedliche Schemata, das fängt bspwl. mit LVM an und hört bei mdadm auf.
    Auf diesem „Unterbaut“ werden dann Partitionen und die Dateisysteme aufgesetzt, das kann ext sein, ebenso wir andere.

    > Das System besteht aus 2 Platten, die mit Raid 0 (Spiegelung) formatiert sind.

    RAID 0 ist keine Spiegelung, sondern in Stripe, d.h. beide Festplatten werden quasi als eine Festplatte (ohne Ausfallsicherheit) zusammengefasst.
    Ohne Datensicherung und bei Ausfall einer Festplatte ist das ganz schlecht.

    > Ich habe nun versucht, mit einem Gehäuse für HD´s über USB zu Prüfen, ob ich evtl an die Daten herankomme. Leider ist die HD im Unixsystem nicht zu sehen.

    Wenn die Festplatte schon grundsätzlich nicht erkannt wird, könnte diese komplett unansprechbar sein. Dann wäre das sowieso ein Fall für ein Datenrettungslabor.

    Aufgrund der Angaben, Vorgeschichte und des aktuellen Standes würde ich zu einem professionellen Datenretter raten.

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