Windows: Löschen von zu langer Ordner- oder Dateinamen-Struktur nicht möglich

Im NTFS-Dateisystem von Windows ist es möglich, Pfade und Dateinamen mit bis zu 255 Zeichen anzulegen. Wird diese Maximallänge überschritten, kommt es zu Problemen beim Löschen.

Per „Entf“ oder auch „Shift + Entf“ ist dann kein Löschen mehr möglich. Auch in der Eingabeaufforderung streiken die Befehle „del“, „rd“ und dessen Equivalent „rmdir“. Ein voriges Umbenennen ist unter Umständen möglich, scheitert aber erfahrungsgemäss oft in der Praxis.

Abhilfe schafft ein Trick:

  • Einen neuen leeren Ordner anlegen.
  • Diesen neuen leeren Ordner mit dem Befehl
robocopy QUELLE ZIEL /mir

auf den Pfad anwenden, der sich nicht löschen lässt. Der Inhalt des neuen leeren Ordners wird auf den „Problempfad“ angewendet. Konkret bedeutet das, das der Inhalt des leeren Ordners den Inhalt des Ziels überschreibt und somit das Ziel ebenfalls leer ist.

Persönliche Bemerkung

Etwas Kurios ist es schon, das Robocopy das Problem lösen kann, die anderen Befehle aber nicht. Aktuell musste ich diesen Trick auf einem Windows Server 2012 R2 anwenden auf den zuvor Daten eines alten Servers abgespeichert wurden.

Quelle

TechNet Forum – löschen zu langer Dateinamen

27 Kommentare

  • Oh ziemlich merkwürdig aber danke für den Tipp wie man das Problem lösen kann.

  • Laut TechNet Forum hängt’s an der API, die die Tools verwenden.
    Oder anders ausgedrückt: Je nativer, desto besser.
    Aber schon interessant, wenn das wirklich so wäre, das Microsoft seine Bordmittel nicht aktualisiert.

  • Hey danke für den Tipp!
    Hatte dazu zig Foreneinträge gelesen, keiner konnte helfen!

  • Hat super funktioniert, danke.

  • Vielen Dank für den Tipp!
    Alle anderen Tools haben versagt (unlocker, fileAssassin). Mit robocopy hat es funktioniert! 🙂

  • Hallo, habe auch das Problem, daß ich einen Ordner mit zu langer Namensstruktur nicht mehr löschen kann.

    Leider habe ich deinen o.g. Tipp mit dem „(robocopy QUELLE ZIEL /mir
    auf den Pfad anwenden)“ nicht verstanden, wie das jetzt geht?!? Wo muß man Was eintippen, sorry!

    Würde mich freuen, wenn du mir das nochmals anhand eines Beispiels erklären könntest, danke!

    MfG

    Karl

  • Zu allererst den vollständigen Pfad zu dem Ordner ermitteln, um den es geht (das ist das Ziel, im Explorer sieht man den Pfad in der Adresszeile).
    Dann einen neuen Ordner anlegen (das ist die Quelle).
    Nun eine Eingabeaufforderung öffnen und den „robocopy“-Befehl eingeben.

    Z.B. (mit einfachen Pfaden)

    robocopy C:Temp-NEU C:Temp-ALT /mir

    Enthält einer der Pfade Leerzeichen, so muss dieser in Anführungszeichen gesetzt werden:

    robocopy "C:Temp NEU" "C:Temp ALT" /mir

  • Ist schon verrückt!
    denn letztlich hat robocopy dieses Problem west verursacht.
    Wie auch immer, jetzt ist weg.

    Danke!

  • Sehr geil, hat auf Anhieb funktioniert, hatte durch robocopy einen zu tiefen Dateipfad erstellt der sich durch nichts mehr löschen ließ…
    Danke auch von meiner Seite!

  • Wahnsinn, guter Tipp, Danke

  • Danke für den Tipp!
    Das Problem hat mich fast 2h gekostet, bevor ich diese Seite gegoogelt habe.
    Warum das andere Tools und Befehle nicht können ist mir allerdings echt schleierhaft.

  • Hallo, habe das Problem das ich mit einem Backuptool einen endlos Dateipfad erstellt habe. Dieser liegt auf einem Windows Homeserver.

    Temp ist der leere Ordner a ist der zu löschende Ordner

    Ich habe folgendes in CMD vom Client Win7eingegeben:

    robocopy \ServerDokumenteTemp \ServerBenutzerKlausOutlooka /mir

    Nun läuft CMD schon mindestens 3 Stunden ohne Fehlermeldung mit durchlaufende Kommandos.
    Kann das so lange dauern. Oder was habe ich falsch gemacht.

    Gruß Klaus

  • Je nach Umfang kann das seine Zeit dauern.
    Warum den Befehl nicht direkt auf dem Homeserver ausführen? Das würde den potentiellen Flaschenhals des Netzwerks ausschließen.

  • Hab es auf dem Server versucht. Leider kennt die Konsole den Befehl Robocopy nicht. Gibt es eine Erweiterung oder Plugin für Win HomeServer 2003?

  • Bei der 2003-Version (genauso wie seinerzeit bei XP) war robocopy noch nicht ab Werk dabei.
    In den Windows Server 2003 Ressource Kit Tool ist es vorhanden:

    Microsoft Windows Server 2003 Resource Kit Tools

  • Robocopy bricht die Aktion mittlerweile mit dem Befehl „Robocopy funktioniert nicht mehr“ Also am Client.
    Sorry für meine Unwissenheit. Ich lade diese Kit auf den Server herunter und installiere es? Und ist es überhaupt mit Windows Homeserver kompatibel?

  • Sollte kompatibel sein, da der Unterbau vom Windows Home Server der Windows Server ist.

  • OK. Jetzt funkts auch auf dem Server. Erst mal Danke…

  • Hat geklappt. Alle Ordner sind Gelöscht!
    Vielen Dank für die Hilfe!!!!!!!!

  • DANKE! viel dank!!!

  • perfekt funktioniert.
    Danke

  • Danke!! Das war das Einzige, was funktioniert hat 🙂

  • Genial hat funktioniert. Danke, habe lange gesucht und nichts ging.

  • leider bricht Robocopy nach einiger Zeit , ca 10 min, ab mit „Robocopy funktioniert nicht mehr“ Es sind allerdings etliche Verzeichnisse zu löschen.
    System: PC mit Win 7

  • Bricht RC ab oder zeigt nur das „Eingabeaufforderung“-Fenster „…funktioniert nicht mehr“?
    Bei vielen Dateien und Ordnern kann es einige Zeit dauern, die Meldung ist dann meist eher irreführend, da meist im Hintergrund weiter gearbeitet wird.

    Im Zweifelsfall kann man entweder von RC ein Protokoll erstellen lassen um den Fortschritt zu erfassen und/oder via Ressourcemonitor oder ProcessMonitor beobachten, was das Programm gerade macht.

    Plan B kann sein, den Computer von einer Linux Live-CD/USB-Stick zu starten und die betreffenden Daten zu löschen.

  • RC bricht leider wirklich ab, im DOS Fenster gut sichtbar. Ich vermute dass es zu viele Unterverzeichnisse sind.
    Plan B: leider kenne ich mich da gar nicht aus, wie wäre vorzugehen?

  • Zur Sicherheit gefragt: Ist denn die HDD/SSD und das Dateisystem in Ordnung?
    Plan B: Beispielsweise könnte man die LiveCD von Linux Mint oder Debian oder PartitionMagic oder … nehmen, den Computer davon booten, den Dateimanager öffnen, zu dem betreffenden Ordner wechseln und diesen löschen. Ist vom vorgehen her (imho) grafisch ähnlich wie bei Windows. Bevor man irgendwas macht, könnte man zur Sicherheit eine Datensicherung (Acronis, Drive Snapshot, Veeam, …) erstellen, damit im Falle von Problemen nicht etwas verloren geht.

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