Drive Snapshot – Online-Hilfe und Handbuch – Ein Vergleich lohnt sich

RTFM gilt auch für das Handbuch von Drive Snapshot. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich da nie groß reingeschaut habe, aber immerhin hatte ich schon mal einen Blick darauf geworfen. Ist allerdings schon eine Weile her.

So finden sich im Handbuch (PDF) neben der Handhabung des Programms gleichfalls Erklärungen und Kommandozeilen-Parameter die in der Online-Hilfe nicht erwähnt werden. Ferner gibt es in den Angaben Differenzen, wie z.B.

Online-Hilfe:

Option -L1490

Meist ist es sinnvoll, die maximale Größe einer einzelnen Imagedatei so zu begrenzen, dass sie auf eine DVD passen.
Der Parameter -L gibt diese Größe an, die Image Datei wird dann in einzelne Dateien mit der Erweiterung .SNA, .SN1, .SN2, ...
aufgeteilt.
Diese ist mit 1490 MB vorbesetzt, so dass 3 Image Teile auf eine DVD passen; größere Teilstückekönnen Sie diese hier einstellen.
Um Theater mit DOS zu vermeiden, wenn die Images restauriert werden sollen, sollten Sie auf jeden Fall eine Größe von 4000 MB nicht überschreiten.

Handbuch, Seite 27:

-L650
Die einzelnen Teile des Images werden mit einer Größe von 650 MB erzeugt. Die
Zahl 650 kann durch andere Werte ersetzt werden. Ein Wert von null bedeutet,
dass nur eine einzige Imagedatei erzeugt wird. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung
einer einzigen Imagedatei zu Problemen führen kann. Falls das Backup
mit einer Fehlermeldung der Form 5aa – nicht genügend Systemressourcen,
um den angeforderten Dienst auszuführen abgebrochen wird, splitten Sie das
Image bitte in mehrere (kleinere) Teile.

Interessant ist an dieser Stelle der Fakt, das man beliebig große Images durch die Angabe von „-L0“ bzw. „0“ in der Benutzeroberfläche erzeugen lassen kann. Somit entfällt das explizite Anpassen von Backup-Skripten für unterschiedliche Computer, Partitionen und Festplatten.

Danke an Thomas Krieger der mich darauf aufmerksam gemacht hat!

Ein paar Seiten weiter im Handbuch findet sich z.B. der Parameter „–PrintTotals“ (Seite 33), der Online überhaupt nicht erwähnt wird und am Ende eines Sicherungslaufs eine Zusammenfassung anzeigt:

Drive Snapshot - PrintTotals in der Eingabeaufforderung

Diese Angaben werden ebenfalls ins Log geschrieben:

...
15:42:40 Deleting previously generated shadow copy
15:42:40 Unregister shadow copy {7e4bcbb7-66af-4349-a9c6-dd7230645716}
15:42:40 Total size of all disks:           114.470 MB
15:42:40 Total used size of all disks:       34.121 MB
15:42:40 Total size of all images:              498 MB
15:42:40 Total time used:                      2:02 minutes
15:42:40 Average throughput:                    279 MB/s
15:42:40 Snapshot finished successfully
15:42:40 End of Snapshot 1.43 [Dec 18 2014] at 04.01.2015

Update 06.05.2015

Kleine Ergänzung zum Parameter „-L“: Selbst wenn ein Wert angegeben wird, der die maximale Dateigröße des verwendeten Dateisystems überschreitet, so splittet Drive Snapshot dennoch.

Am Beispiel eines Erfahrungswerts bei einem Kunden: Eine neue 1 TB USB-Festplatte war statt wie erwartet nicht mit NTFS sondern mit FAT32 vorformatiert, daraus ergibt sich das die maximale Dateigröße 4 GB entspricht. Beim Kunden ist „-L0“ angegeben und die Datenmenge liegt weit über 4 GB. Bei erreichen der maximalen Dateigröße des Dateisystems, splittet Drive Snapshot das Image entsprechend auf und die Datensicherung läuft erfolgreich durch.

3 Kommentare

  • Durch RTFM stößt der Leser nur frühzeitger auf die Inkongruenzen.
    und zudem liefert snapshot.exe /?
    weitere interessante Aspekte… wenn ich mich richtig entsinne.
    Und es gab in einem älteren Archiv mal ein html-Paket, da waren nach meiner Erinnerung auch ein paar extra Infos drin …

    Bisher hat fast alles geklappt, was ich wollte. Der Parser verkraftet offensichtlich auch allerlei Unfug. Das spricht für die Qualität des Programmes! Aber oft weiß ich nicht: Ist das „Best practice“, was ich in den Batch schreibe.

    Bitte Tom Ehlert Software, das bitte Bereinigen. Eine gepflegte Online Hilfe wäre immer aktuell und könnte problemlos ergänzt werden, wenn offene Fragen beim Support auftreten. Die Idee diese jeweils mit snapshot ins zip zu legen war klasse … . Das pdf schafft imo vorwiegend zusätzliche Arbeit (beim lesen und bei der Pflege). Nur ein Vorschlag an den Autor!

  • Jetzt konkreter:
    Hallo andy, Sie schreiben:
    > Interessant ist an dieser Stelle der Fakt, das man beliebig große
    > Images durch die Angabe von “-L0″ bzw. “0” in der
    > Benutzeroberfläche erzeugen lassen kann.
    Bravo, danke – danach habe ich überall gesucht, war ich blind?
    Oder hat Thomas Krieger das als Geheimtip von der Hotline?
    Ich habe bisher stets -L65000 in den Batch geschrieben, weil ich im Splitten der Images keinen Sinn sehe, wenn diese auf einer dicken Platte landen. Kennen Sie jemanden, der noch System-Images auf DVD’s schreibt? Abgesehen von den Spezialfällen in denen genau das sehr nützlich ist? Ok, in diesem Fall, war der Workarond kein Problem.
    Es stehen aber weitere Fragen im Raum die technisch möglicherweise auch schon längst gelöst sind, aber undokumentiert oder irgendwo verborgen sind. Ich schlage vor, wir schreiben hier über die offenen Fragen. Der Code Eigentümer ist ein hilfsbereiter Mensch. Ich vermute er wird etwas beitragen … Das setzt natürlich ihre Zustimmung voraus,
    Dank&Grüsse , der maier

  • Pingback: Windows: Rotationssicherung mit Drive Snapshot – Version 3.0 | Andys Blog – Linux, Mac, Windows

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.