Windows 8.1 von EFI zu BIOS umstellen

Meist möchte man eher den Weg von BIOS zu EFI gehen, gelegentlich kann es aber auch notwendig sein, die andere Richtung einzuschlagen.

Wieso überhaupt?

Gründe können sein, das es mit EFI Probleme gibt und man deswegen zum klassischen BIOS oder CSM, wenn es außer EFI nichts anderes mehr gibt, wechseln muss. Im Rahmen von Virtualisierung kann es sein, das beim Wechsel des Hypervisors der neue kein EFI unterstützt.

Anlass für diesen Beitrag war ein Kunden-Auftrag, bei dem ein ca. sechs Monate altes Notebook zum Hersteller eingesendet werden musste. Damit der Kunde weiterarbeiten konnte, wurde die bestehende Windows 8.1-Installation gesichert und auf einem Leihgerät eingespielt. Da das Leihgerät kein EFI besitzt, musste die Installation entsprechend angepasst werden.

Datensicherung erstellen

Bevor man irgendetwas ändert, sollte zunächst eine vollständige Datensicherung angelegt werden. Unser Mittel der Wahl ist dabei Drive Snapshot, mit dessen Hilfe alle Partitionen gesichert wurden.

Windows auf BIOS umstellen

Da im vorliegenden Fall auf ein anderes Notebook wiederhergestellt wird, hatte man es an diesem Punkt relativ einfach, da die Zielfestplatte leer war.

  • Von einem Windows 8.x-Medium (DVD, USB-Stick) starten.
  • Nach erfolgter Sprachauswahl die Tastenkombination „Shift+F10“ drücken. Dadurch öffnet sich eine Eingabeaufforderung.
  • Folgende Befehle ausführen:
diskpart
select disk 0
create partition primary size=350
select partition 1
active
format fs=ntfs quick
create partition primary
exit

Damit ist die Boot-Partition (System-reserviert) als auch die C-Partition grundlegend vorbereitet.

  • Mit Drive Snapshot nur die C-Partition wiederherstellen! Die anderen EFI- oder GPT-Partitionen werden nicht benötigt. Evtl. vorhandene Recovery- oder Utility-Partitionen sind ebenfalls nicht notwendig. Aus der Datensicherung darf nicht die Partitionsstruktur wiederhergestellt werden!
  • In der Eingabeaufforderung folgende Befehle ausführen:
 bootrec /fixmbr
 bootrec /fixboot
 bootrec /rebuildbcd

Windows ist allerdings noch nicht startfähig, so das man aus den Computerreparaturoptionen die Starthilfe durchlaufen lassen muss. Möglicherweise muss diese mehrfach ausgeführt werden. In diesem Fall genügte ein Durchgang.

Nach einem Neustart läuft die Geräteerkennung und das System startet normal, sofern für die kritische Hardware (Festplatten-/RAID-Controller) Treiber gefunden und installiert wurden. Ggf. muss man weitere Treiber für nicht erkannte Hardware installieren.

Persönliche Bemerkung

Vielleicht kann man das eine oder andere noch Abkürzen oder anders machen. Der hier beschriebene Weg entspricht den Notizen die ich während des Auftrags gemacht habe und führte nahezu auf Anhieb, mit Ausnahme dem Ausführen der Starthilfe, zum Ziel.

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