Lenovo X121e – CPU-Lüfter unter Windows ruhigstellen

Seit ein paar Wochen nenne ich ja ein Lenovo X121e mein eigen. Nun ist es ja kein Geheimnis, das ich ein geräuschempfindliches Wesen bin, getreu dem Motto „Wenn hier einer Krach macht, dann bin ich das!“. Soll heissen: Lüftergeräusche und co. kann ich nicht ab.

Zugegeben, das auf die Dauer bisher leiseste Notebook was ich kenne ist das MacBook (Pro). Aber auch bei Windows-/Linux-Notebooks kann man nachhelfen, damit es ruhiger zugeht.

In diesem Fall bleibe ich mal bei Windows, genauer gesagt Windows 7 Professional x64.

Eines vorweg: Der Lüfter vom X121e ist von Haus aus nicht brachial laut. Wie gesagt, das liegt eher an mir.

Windows -Bordmittel

Die erste und einfachste Massnahme greift auf Windows-Bordmittel zurück. Man ändert den Energiesparplan auf „Energiesparmodus“ ab oder editiert den aktuellen Energiesparplan und ändert die Einstellungen für die „Prozessorenergieverwaltung“.

An dieser Stelle kann man die „Systemkühlungsrichtlinie“ und den „Maximalen Leistungszustand des Prozessor“ konfigurieren.

Auf deutsch: Der CPU wird gesagt, das sie langsamer tun soll.

Klar geht dabei die Leistung, aber auch die Wärmeentwicklung zurück. Für Internet und co. reicht es aber dennoch.

Der Einfachheit halber und da ich in der Regel nichts besonders hartnäckiges auf dem System mache, habe ich einfach zum „Energiesparmodus“ gewechselt.

TPFanControl

Mit dem Tool TPFanControl kann man man bei vielen IBM/Lenovo-Notebooks am Lüfter-Management drehen. Schon direkt nach der Installation und dem Start wird es leiser im Saal.

Allerdings ist mir persönlich dennoch der Lüfter zu häufig wieder angesprungen. Von daher habe ich an der Konfiguration gedreht. Dazu muss die „TPFanControl.ini“ editiert werden.

In meinem Fall habe ich Zeile 300 von

Level=65 1

zu

Level=70 1

geändert und das Tool neu gestartet.

Dies bewirkt, das der Lüfter erst bei 70° C anspringt, statt wie bisher bei 65° C. Dadurch ist es schon deutlich seltener der Fall, das der Lüfter läuft.

BrazosTweaker

Speziell für die AMD „Brazos“-Plattform gibt es das Tool BrazosTweaker. Mit diesem Tool kann man die Spannungen der CPU als auch der Northbridge steuern.

In diesem Fall geht es ja darum, weniger Abwärme zu produzieren, als Schrauben wir die Spannungen nach unten, Stichwort: Undervolting.

Ich habe da jetzt nicht gross herum experimentiert, sondern schlicht die Standard-Vorgaben aus dem Wiki verwendet und das Tool als Dienst installiert.

Da es im Wiki nicht drin steht, so installiert man BrazosTweaker als Dienst:

  • BrazosTweaker öffnen.
  • Konfiguration der Spannung vornehmen.
  • Auf „Apply“ klicken.
  • Auf „Service“ klicken.
  • Den Haken bei „Make custom P-state settings permanent“ aktivieren.
  • Auf „Update“ klicken.
  • Auf „Apply“ klicken.

Zur Sicherheit in der Diensteverwaltung überprüfen, ob der Dienst „BrazosTweaker service“ läuft.

Fazit

Ich habe derzeit alle oben genannten Methoden zusammen am laufen. Die CPU ist im Schnitt bei ca. 55° C. Performanceeinbussen sind mir soweit nicht aufgefallen. Selbst das Virtualisieren mit VirtualBox läuft dennoch ganz ordentlich.

Positiver Nebeneffekt: Der Akku hält (noch) länger. Gemessen habe ich es nicht. Da der Akku von Haus aus schon lange hält, kann ich es auch nicht genau sagen. Je nachdem was man macht, ist ein Arbeitstag (8 Std.) durchaus drin.

Kaum ist der CPU-Lüfter „stillgelegt“ fällt einem die „laute“ Festplatte auf. Evtl. tausche ich die mal gegen eine SSD. Soweit ich weiss, muss man aber bei diesem Gerät auf die Einbauhöhe achten. Naja, mal sehen, was sich noch so alles ergibt.

2 Kommentare

  • Ich weiß gar nicht was Du hast, ich finde weder den Lüfter, noch die Festplatte extrem laut. Da habe ich schon viel schlimmeres erlebt. Dennoch ein Toller Blog, wieter so!

  • Von extrem war meinerseits auch nie die Rede 😉 Mich persönlich stören halt (unregelmässige) Lüftergeräusche.

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