Um ein Video mit Ton zu unterlegen, bieten sich viele Videoschnitt-Systeme an. Möchte man für ein Video zunächst den (eigenen) Soundtrack in der Digial Audio Workstation (DAW) seiner Wahl kreieren wird’s etwas kniffelig.

Nicht jede DAW ist in der Lage, Videos zu Laden. Zwei Programme (DAW und Medienplayer) nebeneinander Laufen zu lassen ist zwar eine Option, allerdings ist die Wiedergabe dann nicht synchron, für’s Timing ist das dann nicht gerade förderlich.

Sofern die DAW VST(i) unterstützt, besteht mit dem Plugin VidPlayVST die Möglichkeit, ein Video wiederzugeben.

Am Beispiel von Synapse Audio’s Orion oder energyXT sieht das so aus:

Damit das Starten des Videos in energyXT klappt, muss “Cue with any C note” in VidPlayVST aktiviert werden.In LMMS klappt es mit dem Stoppen des Videos nicht. Den exakten Start kann man wie bei EnerygXT durch Aktivieren von “Cue with any C note” regeln.

Video samt Ton erzeugen

Der klassische Weg um Bild und Ton zusammenzubringen besteht darin in einem Videoschnittprogramm die Bild- und Tonspuren zusammenzufügen.

Mit dem kostenlosen zusätzlichen Plugin VidRenderVST kommt sogar eine Möglichkeit das Video zusammen mit dem Ton direkt aus der DAW heraus zu rendern.

Leider gibt es diesen Zusatz nur für 64-bit Windows bzw. Mac.

Was ist mit Linux?

VidPlayVST gibt es in einer Linux-Ausgabe:

VidPlayVST for Linux

Für Linux ist das Plugin kostenlos verfügbar. VidRenderVST gibt es hingegen nicht für Linux.

Einschränkungen der Demo-Version

Die Demoversion spielt nur die ersten 30 Sekunden eines Videos ab, ferner wird weder das geladene Video noch Presets gespeichert. D.h. man muss nach jedem DAW-Neustart das Video neu laden.

Preis

Mit 18,00 USD zzgl. MwSt., zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen waren das insgesamt 20,72 €, durchaus bezahlbar.