Nextcloud: E-Mail-Konten einbinden

Via Apps bietet Nextcloud mindestens drei Möglichkeiten an E-Mail-Konten einzubinden. Anbei nach einem kurzen Test meine Eindrücke.

Alle Apps haben gemein, das sie die Einbindung von mehreren Konten unterstützen.

Mail

Den Anfang macht die offizielle App Mail (GitHub). Diese bietet die beste Integration und ist einfach in der Installation und Einrichtung.

  • Pro: Offiziell unterstützt, schnell und einfach eingerichtet.
  • Contra: Sehr rudimentär, kein auf/zuklappen der Konten.

Tipp: Mail-Konten in der Reihenfolge zu verschieben geht via Rechtsklick.

RainLoop

Weiter geht’s mit RainLoop was imho ansprechender und gefühlt performanter als Nextcloud’s Mail-App ist. Die Einrichtung ist durch ein separates Admin-Panel etwas aufwendiger. Jeder Anwender kann selbst Konten hinzufügen, vorausgesetzt die Domain ist zugelassen.

  • Pro: Umfangreicher als Nextcloud’s Mail-App, schöner und schneller.
  • Contra: Kein Ordner auf-/zuklappen, man kann sie nur un-/sichtbar machen.
  • Neutral: Nicht alle Konten auf einen Blick, die Konten werden über das Benutzer-Dropdown-Menü gewechselt.

AfterLogic WebMail Lite

AfterLogic’s WebMail Lite, im App-Store als AfterLogic zu finden, konnte nicht getestet werden, da es als Inkompatibl mit Nextcloud 18.01 markiert ist.

Plan B

Wenn man mit den Möglichkeiten die die genannten Apps bietet zufrieden ist, spricht nichts gegen deren Nutzung. Wer mehrere Mail-Konten im Überblick behalten möchte, kann nach aktuellem Stand nur mit Nextcloud’s Mail arbeiten oder muss sich ggf. mit dem Konten-Wechsel von RainLoop zufrieden geben.

Als Alternative zur nativen Integration in Nextcloud besteht die Möglichkeit, Webmail-Portale mittels Lesezeichen oder der App Externals sites zu verlinken.

Update 26.03.2020

„Mail“ machte mir seit zwei drei Point-Releases Sorgen, so funktionierte beispielsweise „All inboxes“ nicht mehr und seit heute konnte eines von drei Postfächern nicht mehr eingesehen werden. Im Log steht eine Meldung die ich noch nicht verstanden habe. Im Forum und in den GitHub Issues fand sich zu meinem Problemen leider nichts.

Im Zuge dessen habe ich mal mein Glück mit AfterLogic versucht, allerdings scheint die App nur ein Connector zu sein. Mangels des zugehörigen Backends habe ich das dann nicht weiter verfolgt.

Nach der Reaktivierung von RainLoop stachen mir mehrere Spam-/Junk-Mails in dem „nicht erreichbaren“ Postfach ins Auge. Nachdem diese gelöscht waren, funktionierte auch Mail wieder richtig.

Letztlich störten also „ungewollte Nachrichten“ den Betrieb.

Apropos RainLoop:

Die Meldung nach dem ersten Start, das der „data“-Ordner einsehbar wäre, scheint indes Nextcloud-spezifisch ein false-positiv zu sein. Lösbar ist das Ganze wie folgt:

Im Ordner

/var/www/nextcloud/apps/rainloop/app/data

eine „.htaccess“-Datei anlegen und folgendes einfügen:

location ^~ /data {
deny all;
}

Quellen:

Nextcloud – #### Warning! RainLoop data folder is accessible

GitHub – rainloop-nextcloud – How to hide the data directory from external access #62

RainLoop – Docs – Installation – Notice

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.