Supermicro: Installation eines Betriebssystems über das Management Modul

Über das KVM-fähige Management Modul vieler Server lässt sich neben der Administration auch eine Installation von Betriebssystemen bzw. das Starten von ISO-Dateien realisieren, so z.B. auch beim Supermicro-Mainboard X10SLH-F.

Von Vorteil ist die Unabhängigkeit vom Ort als auch von Boot-Medien wie z.B. USB-Sticks, CDs/DVDs oder gar PXE-Servern. Einzig eine bootfähige ISO-Datei muss auf dem Administrator-PC bzw. in dessen Zugriffsmöglichkeiten vorhanden sein als auch die Netzwerkverbindung sollte perfomant und stabil sein.

Im konkreten Fall sollte ein Server mit Microsoft Windows Server Standard 2012 R2 installiert werden.

  • Am Management Modul anmelden.
  • Auf “Remote Control” klicken.
  • Auf “Console Redirection” klicken.
  • Auf die Schaltfläche “Launch Console” klicken. Es wird ein Java-Applet heruntergeladen, welches gestartet werden muss.
  • Sobald die Verbindung hergestellt wurde auf “Virtual Media – Virtual Storage” klicken.
  • Auf der Registerkarte “Device 1” bei “Logical Drive Type” “ISO File” auswählen.
  • Auf die Schaltfläche “Open Image “klicken und die ISO-Datei im Dateisystem auswählen.
  • Auf die Schaltfläche “Plug In” klicken.

Nun ist die ISO-Datei als virtuelles optisches Laufwerk verbunden und kann z.B. im Boot-Menü ausgewählt werden.

Supermicro - BMC - ISO und Konsole

  • Sobald die ISO-Datei nicht mehr benötigt wird, auf die Schaltfläche “Plug Out” klicken.

Persönliche Bemerkung

Eigentlich wollte ich diesen Server mittels USB-Stick installieren, aber wie es Murphys Gesetz so wollte, streikte dieser Stick am Server. Ein DVD-Rohling war auch nicht zur Hand, also blieb nur diese Option. Positiver Nebeneffekt ist ganz generell die Zeitersparnis, wenn man nicht erst umkopieren bzw. Brennen muss. Das Ganze funktioniert allerdings am Besten, wenn man ein Gigabit-Netzwerk hat, andernfalls kann sich das Vorhaben in die Länge ziehen. Instabile Netzwerkverbindungen, wie z.B. WLAN, können darüber hinaus noch für zusätzliche Probleme sorgen.

In diesem Fall war die Installation schnell und einfach erledigt. Ich habe zwar jetzt nicht mit der Stoppuhr da gesessen, gefühlsmäßig würde ich aber sagen, es war genauso fix wie die Installation via USB-Stick.

2 Kommentare

  1. Markus

    Ein paar links direkt zum Supermicro IPMI Tool wären schon ganz nett.

    Oder überhaupt weiterführende Links ^^

  2. andy

    Via Hulbee in weniger als 60 s gefunden und kommentiert:

    https://hulbee.com/?query=supermicro+ipmi+tool&region=browser&uiLanguage=browser
    Supermicro Intelligent Management
    Supermicro IPMI Utilities

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