Windows: Festplatte 1:1 klonen

Früher oder später erwischt es einen, die Festplatte ist voll. Eine neue, größere Festplatte zu kaufen und einzubauen ist keine große Sache, aber wie seine Windows-Installation mit allen Daten und mühsam eingerichtet Programmen auf die neue Festplatte bekommen?

Entweder klassisch mit Datensicherung und Datenwiederherstellung, allerdings benötigt man dazu eine weitere Festplatte (oder sonstiges Medium) und ferner dauert es länger. Aber es geht auch schneller und ohne Umwege. Das Zauberwort heißt Klonen. Man kopiert seine bisherige Festplatte 1:1 auf die neue Festplatte. Idealerweise muss nur noch die Partitionsgröße angepasst und nach erfolgreichen Klonvorgang die alte Festplatte ausgebaut werden.

Anbei ein paar Tools, die zumeist für die private Nutzung kostenfrei sind.

Das Test-System ist ein Windows 7 Professional x64, das von einer 20 GB Festplatte auf eine 1 TB Festplatte geklont werden soll. Die Tests erfolgten unter VirtualBox.

XXClone Freeware

XXClone ist nur in Englisch verfügbar und muss installiert werden. Die Zielfestplatte muss darüber hinaus Partitioniert, Formatiert und mit einem Laufwerksbuchstaben versehen sein, damit ein Kopiervorgang stattfinden kann. 1:1 klonen funktioniert hier also nicht, da die versteckte Boot-Partition, die es seit Windows Vista gibt, hier nicht ohne weiteres angesprochen werden kann.

Von daher schied dieses Tool schon recht früh aus dem Test aus.

DriveImage XML

DriveImage XML bietet neben 1:1 Klonen auch Backup- und Restore-Funktionen an. Die Erfahrung mit diesem Programm hat aber gezeigt, das es nicht sonderlich performant ist.

Von DriveImage XML gibt es eine experimentelle Linux-Version, die auf einer Knoppix-basierten Bootumgebungen läuft. Ferner stehen Plugins für verschiedene WinPE-basierte Bootumgebungen zur Verfügung. Diese wurden aber nicht getestet.

Auch hier steht das Programm nur in englischer Sprache zur Verfügung und muss installiert werden.

DriveImage XML startet nicht von sich aus mit erhöhten Rechten, so muss darauf geachtet werden, wenn man das Programm startet, das man zuerst mit der rechten Maustaste auf das Symbol klickt und „Als Administrator ausführen“ auswählt.

Leider wird auch in diesem Programm nicht die Boot-Partition, sondern lediglich die Partitionen mit Laufwerksbuchstaben angezeigt, so das der Test an dieser Stelle beendet war.

MiniTool Partition Wizard Home Edition

Auch der MiniTool Partition Wizard ist laut Hersteller dazu in der Lage, Festplatten-Abbilder zu erstellen und wiederherzustellen, als auch Festplatten 1:1 zu Klonen.

Auch dieses Programm gibt es nur in Englisch und muss installiert werden, aber es erkennt die Boot-Partition und unterstützt darüber hinaus Festplatten als auch Partitionen die Größer als 2 Terabyte sind. Letzteres ist nicht bei allen Probanden der Fall.

Die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet und Assistenten helfen beim Vorhaben. In diesem Fall ist der „Copy Disk Wizard“ die richtige Wahl. Dieser bietet sogar an, die Partitionen an die neue Größe anzupassen. Allerdings muss man auf diese Funktion beim Klonen von Windows verzichten, da sonst laut Dokumentation kein Booten von der neuen Festplatte möglich ist. Stattdessen kann man nach dem Klonvorgang die C-Partition entweder mit Bordmitteln von Windows 7 oder mit dem Partition Wizard vergrößern.

Im Test war allerdings kein erfolgreiches Booten von Windows von der geklonten Festplatte aus möglich. Auch die Computerreparaturoptionen der Installations-DVD konnten den oder die Fehler nicht beheben.

MiniTool Partition Wizard

Da typischerweise die C-Partition Windows und Co. enthält, kann Diese nicht im laufenden Betrieb kopiert werden, von daher ist ein Neustart notwendig, damit der Klonvorgang abgeschlossen werden kann.

MinitTool Partition Wizard – Die C-Partition wird nach einem Neustart kopiert.

Das Programm gibt es auch als fertige Boot-Umgebung, die auf CD/DVD gebrannt werden kann und somit eine Installation überflüssig macht. Als Betriebssystem für das Boot-Medium kommt Linux zum Einsatz. Die Boot-CD wurde nicht getestet.

Macrium Reflect Free

Macrium Reflect Free schlägt ebenfalls in die Kerbe der Image-basierten Backup- & Recovery- als auch Klon-Programme. Während der Installation wird zwar nach E-Mail-Adresse und weiteren Angaben gefragt, die betreffenden Felder kann man allerdings leer lassen. Beim ersten Start erfolgt eine Prüfung auf Updates. Sollten welche gefunden werden, empfiehlt es sich, Diese zu installieren. Die Oberfläche kommt aufgeräumt daher. Den Klonvorgang startet man, in dem man auf „Clone this disk…“ klickt.

Macrium Reflect Free

Beeindruckend war im Test die Performance. So wurde die Festplatte des Test-Systems gerade mal in 15 Minuten kopiert. Das zuvor getestete Programm benötigte dafür gut 90 Minuten.

Reflect ist ebenfalls in der Lage, Windows PE- oder Linux-basierte Boot-Medien wie CD/DVDs und bootfähige USB-Sticks zu erstellen. Für Windows PE-basierte Boot-Medien wird ein installiertes WAIK benötigt. Das Programm führt den entsprechenden Download und die dazugehörige Installation selbst durch.

Im Gegensatz zum MiniTool Partition Wizard klappt hier das Booten von der neuen Festplatte. Zwar muss die C-Partition mit Windows 7-Bordmitteln vergrößert werden, dies trübt den positiven Eindruck keineswegs.

EaseUS Disk Copy Home Edition & ToDo Backup Free

EaseUS Disk Copy Home Edition geht von vorn herein den Weg über eine eigene Boot-Umgebung, das geht sogar soweit, das keine Installation notwendig ist, sondern die notwendigen Dateien auf einen USB-Stick, CD/DVD oder in eine ISO-Datei kopiert werden.

EaseUS Disk Copy Home Edition

Das Boot-Medium basiert auf Linux. Ein Assistent führt einen von Anfang an durch den Klonvorgang. Die Optik wurde Windows XP nachempfunden.

EaseUS Disk Copy – Linux-Boot-CD

Auch bei EaseUS Disk Copy verläuft der Klonvorgang erfreulich einfach, schnell und erfolgreich, d.h. das geklonte Windows bootet ohne Problem. Das Anpassen der Größe der C-Partition an die neue Festplatte muss hier ebenfalls mit Windows 7-Bordmitteln erfolgen. Dennoch überzeugt das Produkt.

Alternativ kann man vom gleichen Hersteller ToDo Backup Free herunterladen und installieren. Mit Hilfe eines Assistenten kann ein entsprechendes Boot-Medium erstellt werden. Dieses basiert ebenso auf Linux. Im Gegensatz zu Disk Copy findet der Klonvorgang im laufenden Windowsbetrieb statt.

EaseUS ToDo Backup Free – Disk clone

Die Performance von ToDo Backup Free ist leider schlechter als bei Disk Copy Home Edition oder Macrium Reflect Free, aber immer noch um Längen besser als bei MiniTool Partition Wizard Home Edition. Darüber hinaus ist der Klonvorgang erfolgreich und Windows bootet von der neuen Festplatte ohne Probleme. Die Partitionsgröße von Laufwerk C:\ muss hier ebenfalls mit den Bordmitteln von Windows 7 erweitert werden. Dennoch eine gute Lösung.

Partition Saving

Partition Saving, so manchen besser bekannt als Savepart, ist ein Freeware-Programm das sowohl zum Sichern, als auch zum Wiederherstellen und Kopieren von Festplatten verwendet werden kann. Von Haus aus gibt es keine Möglichkeit, eine aktuelle Boot-Umgebung auf Windows PE- oder Linux-Basis zu erstellen. Allerdings besteht die Möglichkeit, das Tool von der Windows-DVD über die Computerreparaturoptionen oder mit einer WAIK-Umgebung und mit Linux zu nutzen.

Die Handhabung ist allerdings nicht ganz so einfach, wie bei den voran gegangenen Testkandidaten. Man sieht und merkt dem Programm an, das es schon seit Jahren existiert und ursprünglich aus der DOS-Welt stammt.

Partition Saving – Copy an element

Für diesen Test wurde Partition Saving von einer WAIK-CD aus gestartet und der Einfachheit halber alle Sektoren der alten auf die neue Festplatte kopiert. Die Performance entspricht dem Durchschnitt der anderen, erfolgreich getesteten Lösungen. Hier gilt ebenfalls nachträglich Handarbeit in Sachen Partitionsgröße anpassen. In diesem Fall würde sich die Verwendung des Windows-Befehls „diskpart“ nach erfolgreichem Klonen anbieten.

GParted Live

GParted Live basiert vollständig auf open source und steht als Linux-Bootumgebung zur Verfügung. Darüber hinaus ist es die einzige Lösung im Testfeld, die nicht nur Englisch, sondern gleich mehrere Sprachen, darunter auch Deutsch, zur Auswahl hat. Neben dem ändern von unterschiedlichen Partitionstypen, besteht auch die Möglichkeit, Partitionen zu kopieren.

Ein direktes 1:1-Kopieren, also Klonen, wird nicht unterstützt. Vielmehr muss man die einzelnen Partition auf der Quell-Festplatte kopieren und auf der Ziel-Festplatte einfügen. Also Copy&Paste. Dies ist bei einer typischen Windows-Installation seit Windows Vista, mit gerade mal zwei Partitionen kein großer Aufwand. Dabei besteht die Möglichkeit, die Größe der Partition auf die neue Festplatte anzupassen. Dies wurde im Test auch gleich  für die C-Partition in Anspruch genommen.

GParted kann, aber muss nicht von der eigenen Live-CD ausgeführt werden. Die Tool-Sammlung ist unter allen gängigen Linux-Live-CDs, z.B. Ubuntu, verfügbar. Allerdings sollte man sich mit der Laufwerksbezeichnung unter Linux auskennen, denn die von Windows bekannten Laufwerksbuchstaben gibt es hier nicht.

So ist im Beispiel „/dev/sda“ die erste Festplatte im Computer, die über den SATA0-Port angeschlossen ist und die Quell-Partitionen (System-reserviet, C) enthält. „dev/sdb“ ist dann folglich die neue Festplatte.

GParted Live

Leider fehlt ein Fortschrittsbalken, an dem man erkennen kann, wie viel Prozent des Vorgangs schon abgeschlossen sind. Lediglich die Operation, also der aktuelle Vorgang, wird unter „Details“ angezeigt. Im Zweifelsfall ist an dieser Stelle Geduld gefragt. Rein von der Zeit liegt GParted ebenfalls im Mittel aller erfolgreichen Testkandidaten.

Allerdings ist Windows direkt nach dem Kopier-Vorgang von selbst nicht bootfähig, so das zunächst die Computerreparaturoptionen einer Windows-DVD bemüht werden müssen. Beim ersten Booten führt Windows eine Dateisystemprüfung (chkdsk) durch, danach kann das System verwendet werden.

Fazit

Trotz der großen Auswahl an möglichen Klonprogrammen begann der Test doch recht enttäuschend. Man hatte nicht mit soviel Ausfällen gerechnet. Dabei kommt die Frage auf, wenn schon die Freeware-Versionen versagen, wie es dann bei den kommerziellen Vertretern ist. Nichts desto trotz brachte das Testfeld auch eine Überraschung hervor. So war dem Autor bis dato Macrium Reflect völlig unbekannt, überzeugte aber durch ein schnelles Setup, einfache Bedienung und vor allem durch einen erfolgreichen Klonvorgang.

Neben den hier meist nur für den privaten Gebrauch kostenfreien Varianten gibt es von den oben genannten Anbietern, als auch von anderen Herstellern noch eine ganze Reihe weiterer Lösungen.

Aus dem open source-Lager steht zum Beispiel auch noch Clonezilla zur Verfügung.

Update 16.06.2012

Kaum getestet, schon Live im Einsatz gehabt: Im Familienkreis ging es darum bei einem PC von der bisherigen 250 GB auf eine 1 TB Festplatte zu wechseln. Belegt waren 106 GB und Diese wurden in 28 Minuten auf die neue Festplatte mit Macrium Reflect Free kopiert. Bei dem Computer handelt es sich um ein erst wenige Wochen altes Gerät, das bereits mit SATA 3 ausgestattet ist. Nach dem Klonvorgang wurde die alte Festplatte entfernt und an deren Stelle die neue Festplatte angeschlossen. Nach dem ersten Booten von der neuen Festplatte erkannte Windows 7 Home Premium x64 die neue Festplatte automatisch und ohne Probleme. Es musste nur noch in der Datenträgerverwaltung die Partitionsgröße von Laufwerk C:\ angepasst werden.

Update 20.06.2012

Clonezilla

Wie bereits im Fazit des Artikels erwähnt, gibt es aus dem open source-Lager die Lösung Clonezilla. Dieses Tool steht sowohl einzeln, als auch als eigene und auch in fremden Live-CDs zur Verfügung. Nachgetestet wurde Clonezilla, das in der Distribution Parted Magic (Danke an Alexander für den Hinweis) enthalten ist. Das Ergebnis überzeugt. Das Klonvorgang war erfolgreich. Lediglich die Partitionsgröße muss im Anschluss angepasst werden. Einziger Kritikpunkt sind die etwas zu häufigen nachfragen, ob man nun wirklich kopieren möchte und damit evtl. Daten, die auf der Zielfestplatte vorhanden sind, verlieren kann.

Parted Magic – Clonezilla

Update 21.06.2012

Advanced Backup Manager

Ebenfalls nachträglich wurde der Advanced Backup Manager von Digital Dynamic getestet. Dieser bietet neben Backup- auch Klonmöglichkeiten direkt aus Windows heraus an. Die Installation ist schnell und einfach erledigt. Nach dem Start des Programms klickt man auf „Klonen“ und wählt „Klonen einer Festplatte“ aus. Quell- und Ziellaufwerk auswählen und den Vorgang mit einem Klick auf „Klonen“ starten.

Advanced Backup Manager

Das geklonte Windows ist leider nicht bootfähig, so das zunächst eine Windows-DVD und die darauf enthaltenen Computerreparaturoptionen bemüht werden müssen. Anschließend muss die Partition noch auf die neue Größe angepasst werden.

Update 21.03.2013

Beim Klonen einer Windows XP-Installation von einer 120 GB auf eine 320 GB HDD, bootete das Betriebssystem zunächst nicht (Bluescreen 0x0000007b). Der Grund für dieses Problem lag darin, das zwar die Partitionen laut Macrium Reflect Free erfolgreich kopiert wurden, aber ein Blick mittels diskpart zeigte, das die C-Partition als RAW erkannt wird. Die Lösung bestand darin, folgenden Befehl auszuführen:

chkdsk c: /f

Das kann eine Weile dauern und unter Umständen werden einige Meldungen angezeigt.

Wenn alle Stricke reissen, bleibt noch die Option mit Drive Snapshot die Quellpartitionen zu sichern und dann auf der neuen Festplatte wiederherzustellen.

66 thoughts on “Windows: Festplatte 1:1 klonen

  1. Lieber Andy,

    vielen Dank für die viele Arbeit, die Du auf Dich genommen hast, all die genannten Clone-Programme zu finden und zu testen.
    Ich suche schon seit Langem nach einer Windows-Alternative für CarbonCopyCloner. Bisher konnte mir niemand eine Alternative nennen. Meist wurde noch nicht einmal der Unterschied zwischen Clonen und Kopieren verstanden.
    EaseUS ToDo Backup scheint das Programm zu sein, dass CarbonCopyCloner am nächsten kommt. Bis auf die leidige Partitionsgröße.

    Du schreibst, Du konntest mit EaseUS ToDo Backup free einen bootfähigen Clone für Windows7 erstellen.
    In der Vergleichstabelle auf der Hersteller-website wird jedoch angegeben, dass dies erst ab der kostenpflichtigen Home Version möglich ist.
    http://www.todo-backup.com/products/home/free-backup-software.htm

    Bei Dir hat’s ja mit EaseUs ToDo Backup free geklappt.
    Geht das für Windows XP auch?
    Kannst Du Dich dazu vielleicht kurz äußeren?

    Viele Grüße Michael

  2. Hallo Michael,

    > Du schreibst, Du konntest mit EaseUS ToDo Backup free einen bootfähigen Clone für Windows7 erstellen.

    Das ist richtig und hat erfolgreich funktioniert. Dabei ging es lediglich um die Aufgabe, Windows auf eine größere Festplatte umzuziehen.
    Grob gesagt so: Größere Festplatte anschließen, Windows 1:1 auf die größere Festplatte klonen, kleinere Festplatte raus.

    Der Umzug auf komplett andere Hardware ist allerdings ein anderes Thema und wird seitens EaseUS erst mit der Workstation-Edition unterstützt.

    > In der Vergleichstabelle auf der Hersteller-website wird jedoch angegeben, dass dies erst ab der kostenpflichtigen Home Version möglich ist.

    Beziehst du das auf folgenden Eintrag in der Tabelle „Hot! Built-in WinPE bootable disk“?
    Damit ist lediglich das Erstellen eines Boot-Mediums wie CD, DVD oder USB-Stick das auf WinPE (Windows PE, WAIK) gemeint.
    Von Haus aus ist das Erstellen eines Linux-basierten Boot-Mediums möglich.

    Das sollte auch für Windows XP funktionieren, zumindest schreibt der Hersteller für alle Editionen folgendes:

    Support Windows 2000/XP/Vista/7/8 (32 & 64 bit)

    Allerdings kann man die Partitionsgröße dann nicht mit Bordmitteln im laufenden Betrieb ändern,
    sondern muss auf ein Boot-Medium wie z.B. WAIK, GParted Live, Parted Magic etc. zurückgreifen.

  3. Hallo Andy,

    >Der Umzug auf komplett andere Hardware ist allerdings ein anderes Thema und wird seitens EaseUS erst mit der Workstation-Edition unterstützt.Beziehst du das auf folgenden Eintrag in der Tabelle “Hot! Built-in WinPE bootable disk”?<
    Ja, aber hat sich ja dank Deiner Ausführung aufgeklärt.

    Das mit der Partitionsgröße ist ja wirklich blöd. Schade, dass es CarbonCopyCloner nicht für Windows gibt.

  4. Hallo Andy,

    da ist was aus meinem Posting verloren gegangen:

    >Der Umzug auf komplett andere Hardware ist allerdings ein anderes Thema und wird seitens EaseUS erst mit der Workstation-Edition unterstützt.<

    Ich kenne mich zugegebenermaßen nicht wirklich mit Windows aus.
    Ich möchte eigentlich ein bootfähiges Windows aus einer externen Festplatte, um im Falle eines Defekts davon booten und arbeiten zu können.
    Wenn eine externe Festplatte von Windows als komplett anderes System betrachtet wird, würde es mir auch reichen, die geklonte Festplatte an Stelle der defekten vorher einzubauen.
    Denkst Du, dass das geht.

  5. Ich denke schon das man auf eine USB-Festplatte klonen kann,
    sofern die jeweilige Software den Zugriff unterstützt.
    Getestet habe ich das allerdings nicht.
    Davon booten wird aber wahrsteinlich schief laufen, da Windows eigentlich nicht von USB-Medien booten möchte.
    Mal abgesehen davon, das sowas über z.B. USB 2.0 nicht wirklich Spaß machen würde.
    Da wäre dann eben der von dir genannte „Plan B“, die Backup-Platte einzubauen der Weg.

    Windows-to-go bei Windows 8 Enterprise und irgendwelche Basteleien lasse ich dabei mal außen vor.

    Wenn aber Ausfallsicherheit auf Festplatten-Eben wichtig ist, wäre doch auch ein RAID 1 oder 5 interessant.
    Dann hat man zwar kein Offline-/Offsite-Backup, aber zumindest möglichen Plattendefekten kann man entgegenwirken.

  6. Hallo Andy,

    danke für die Antwort(en).
    Klar Raid wäre natürlich besser. Aber in einem Laptop z.B. geht das oft nicht.
    Das ganze ist für meinen Vater, der hat einen Mac Mini und einen Windows Laptop. Bei Mac stellen wir die Sicherheit mit TimeMachine auf einem ständig verfügbaren NAS und durch CarbonCopyCloner auf eine externe FW Festplatte, die nur jede Woche angestöpselt wird, sicher. Beim Windows-Laptop haben wir leider noch keine Möglichkeit gefunden, ein derartiges Konzept zu fahren.
    Aber EaseUS toDo scheint mir die Lösung zu sein.
    Danke für Deine Vorarbeit.

  7. Es sind halt verschiedene Welten und verschiedenen Möglichkeiten.
    TimeMachine und CarbonCopyCloner sind in der Mac-Welt natürlich spitze, sofern die Gegenstellen (Externe Festplatte, Apple-kompatibles NAS) mitspielen.
    Ich für meinen Teil arbeite nicht mit Klonen zur Datensicherung, sondern in der Regel mit Abbild-basierten Lösungen.
    Mein persönlicher Favorit in der Windows-Welt stellt dabei Drive Snapshot dar.
    Gibt aber genug Möglichkeiten.
    Möchte man nur ein Datei-Backup anlegen, geht das von Bordmitteln (via Skripte) bis hin zu kommerziellen Lösungen.
    Je nach Anspruch und Budget.

  8. Hallo Andy,

    auch von mir ein Dankeschön für Deine tolle und umfangreiche Arbeit hier!

    Ich habe (bis jetzt) immer Clonezilla eingesetzt … habe primär Ubuntu und sekundär Vista (für den Fall der Fälle, brauche ich nur sehr selten) auf meinem Notebook.
    Nun bockt jedoch Clonezille, wenn ich via extern angeschlossener neuen 750 GB Platte (eSata) meine alte (eingebaute) 500 GB Platte komplett klonen will…
    Gibt viele Fehlermeldungen … und ist echt lahm….
    Ich habe zwar etwas „komplizierte“ Partitionen…. (weil das so „gewachsen“ ist), doch dachte ich, dass im „raw“ Modus auch alles (inkl. etwaiger Fehler) geklont würde… Fehlanzeige…

    Naja… danke Deiner Zusammenfassung werde ich nun mal schauen, ob ein anderes Proggi den Job hinbekommt… 😉

    Viele Grüße und vielen Dank für Deine Seite hier,
    Ralf

  9. Hallo Andy,

    auch von mir ein Dankeschön für Deine tolle und umfangreiche Arbeit hier!

    Kann das Programm Macrium Reflect Free unter Windows 7 64 mit einer 3TB umgehen, obwohl Windows 7 nur 2 TB erkennt?

    Gruss
    Roland

  10. Hallo Roland,

    das kann ich dir leider nicht sicher beantworten.
    Support für GPT-Datenträger steht zumindest im Datenblatt.

    Evtl. ist das interessant:

    Linux Rescue doesn’t see GPT Source Disk

    Allerdings klingt deine Frage danach, das kein GPT- sondern MBR-Datenträger verwendet wird, das erklärt dann das 2TB Limit.

    Wie genau sieht denn deine Setup oder deine Aufgabe aus?

  11. Hallo Andy,

    Meine Aufgabe sieht so aus, dass ich die bestehende bootfähige HD mit dem Windows 7 64 auf einen grössere 3TB wechseln will, ohne Windows neu installieren zu müssen.

    Gruss
    Roland

  12. Du kannst ja das Ganze relativ leicht testen. Schlicht die bestehende Installation auf die neue Platte klonen, die alte Platten dann abziehen und schauen, ob Windows von der neuen Platte bootet.
    Die eigentliche Frage, die sich zuvor stellt ist die, ob deine aktuelle Installation schon auf UEFI und GPT basiert oder eben nicht.
    Das sieht man in der Datenträgerverwaltung von Windows.
    Der Hintergrund ist schlicht der, das Windows nur von Festplatten >2TB booten kann, wenn der Datenträger als GPT-Datenträger verwendet wird und der PC UEFI (den BIOS-Nachfolger) hat und entsprechend konfiguriert ist.
    Mit MBR und klassischem BIOS wird das zumindest nichts, was das Thema Booten betrifft.

  13. Sali Andy

    zu deiner Frage:
    Windows befindet sich jetzt auf einer 2TB HD (MBR) mit zwei 1TB Partitionen. Eine davon für Windows.

    Ich habe nun och folgendes über mein Gigabyte Mainboard gefunden:
    …….Das patentierte GIGABYTE Dual-BIOS stellt die BIOS-Daten automatisch wieder her, wenn das Haupt-BIOS beschädigt wurde oder fehlerhaft ist. Mit zwei physischen BIOS ROMs auf dem Mainboard ermöglicht GIGABYTEs Dual-BIOS eine schnelle und verzögerungslose Wiederherstellung des BIOS bei Beschädigungen oder Virusattacken. Zusätzlich unterstützt das GIGABYTE Dual-BIOS jetzt 3TB+ (Terabyte) Festplatten als Bootpartitionen – ohne Partitionierung. Damit ist mehr Speicherplatz auf einem einzelnen Datenträger möglich…..

    Löst das mein 3TB HD Problem automatisch?

    tschüss
    Roland

  14. D.h. soviel wie, das dein PC prinzipiell Platten >3TB ansprechen kann, das klingt also danach, das dein PC UEFI hat.

    Das löst dein Problem nicht wirklich, sondern zeigt nur auf, das die Voraussetzungen erfüllt sind.

    Wenn du jetzt deine bestehende Windows-Installation, also die zwei Partitionen auf die neue Platte klonst, dann kann aufgrund dessen, das MBR verwendet wird, nach wie vor nur 2TB angesprochen werden.

    Ich würde es jetzt so testen/versuchen:

    – Backup erstellen.
    – Partitionen auf die neue Festplatte klonen.
    – Die alte Festplatte abklemmen (für den Fall das man im weiteren Verlauf keinen Erfolg hat), so das nur noch die neue Festplatte angeschlossen ist.
    – Im BIOS prüfen ob UEFI aktiv ist.
    – Dann wie hier beschrieben vorgehen: Windows 7 x64 von MBR auf GPT-UEFI ohne Datenverlust

    Ob das so funktionieren kann weiß ich allerdings nicht, da ich so einen Fall noch nicht hatte.

    Von daher alle Angaben ohne Gewähr und Verwendung auf eigene Gefahr!

  15. Ich habe nun eine Windows taugliche 2TB eingebaut und die Festplatte mit Macrium Reflect Free kopiert.
    Hat problemlos funktioniert und die neue Festplatte bootete auf Anhieb fehlerfrei.

    Gruss
    Roland

  16. Hallo, habe hier ebenfalls eine langsame Notebook-Platte mit Vista auf eine neue, schnellere Seagate Laptop SSHD 500GB (ST500LM000) geklont. Dazu nutzte ich Acronis. Hat soweit fehlerfrei geklappt, einzig das Windows Update funktioniert beim Clone nicht mehr. Nach langer Recherche und einigem Probieren mit Microsoft Reparaturen etc. habe ich herausgefunden, dass der Intel SATA Treiber schuld sein könnte und dass es mit dem Microsoft AHCI Standard Treiber wieder gehen soll. Hast Du da eventuell schon Erfahrung sammeln können?

  17. Hallo Axel,

    das nach einem Klonvorgang oder gar Backup/Restore „Windows Update“ nicht mehr funktioniert hatte ich bislang noch nie.
    Aber nach deinem Hinweis habe ich mal kurz gegoogelt und musste feststellen, das wohl ziemlich viele Leute dieses Problem haben.
    Im Moment fehlt mir allerdings ein Zusammenhang zwischen „Windows Update“ und dem HDD-Treiber.

    Die möglichen Lösungen scheinen indes unterschiedlich zu sein, so schreibt einer den Treiber (wie von dir erwähnt) zu entfernen, ein anderer schreibt den Treiber auf die aktuellste Version zu aktualisieren, der dritte meint es liegt an der Partitionsreihenfolge, usw.

    Du kannst ja beide Varianten (deinstall, update) mal testen. Mehr als schiefgehen kann’s ja nicht und zur Not hast du ja noch die alte Festplatte (?).

  18. Hi Andy!

    Stand jetzt auch vor dem Problem Windows auf eine neue Platte zu kopieren, weil die kleinen unter Windows 7 voll wurden. Nachdem ich mich hier einglesen haben, dachte ich, ich versuche es erstmal mit HDClone, da ich hier bereits die Basic-Version erworben hatte (sehr praktisch – man kann Festplatten-Images als Laufwerk einbinden). Zumindest funktioniert das ganze wunderbar! Man kann direkt unter laufendem Windows oder per Live-CD klonen, dabei die Partitionsgrößen anpassen und die Anpassungen für neue Festplatten funktioniert voll automatisch. Mit der Basic-Version war die volle 80GB-Platte in 25 Minuten umkopiert, die freie Version braucht länger, teurere Versionen sind noch schneller. Ob in der freien Version die Partitionen angepasst werden können müsste man noch ausprobieren. Nur bei einem von 6 Rechnern ist das Kopieren 3x mit einer Inkonsistenz-Fehlermeldung abgebrochen. Da wurde nicht alle Daten kopiert. Denke aber es war ein Plattenfehler, da es auch nicht in einen anderen Rechner eingehängt funktionierte…

    Hier der Link:
    http://www.miray.de/products/sat.hdclone.html#versions

  19. Hallo…
    habe ein Problem.
    Ich besitze ein USB das Daten besitzt die ich nur über meinen Musikinstrument abrufen kann.
    Es besitzt verschiedene Sounds. Ich kann diesen Ordner vom USB auf mein Rechner Kopieren. Der kopierte Ordner an meinem Desktop ist genau so gross wie der Ordner von meinem originalen USB.

    Ich habe diesen Ordner auf einen anderen USB kopiert und wollte diese kopierte USB jetzt auf meinem Musikintrument hochladen.
    Fehlermeldung: Es sagte mir bitte Original USB anschliessen und wiederholen!

    Ich möchte es jetzt mit einem CLONE funktion ausprobieren und nicht mit der COPY Funktion.
    Gibt es da eine möglichkeit dieses originalen USB 1:1 zu Clonen so dass ich es auf mein instrument laden kann?
    LG 🙂

  20. Grundsätzlich kannst du mit einem der im Beitrag vorgestellten Tools die USB-Festplatte/-Stick 1:1 kopieren.
    Da du den Ordner bereits kopiert hast, liegt dein Problem aber evtl. am Typ des Dateisystems (NTFS/FAT32) oder der Kennung des USB-Geräts.
    Du müsstest mal ins Handbuch deines Instruments schauen, welche Dateisystem unterstützt werden.

  21. Hallo! Ich habe mich jetzt ein paar Tage lang mit einem Umzug der Bootpartition unter Windows XP incl. Resize und Align für Western Digital herumgeschlagen. Zwischendurch hatte ich schon alles mögliche im Verdacht, defekte alte HD, defekte neue HD, defekter Controller… aber letztendlich lag es doch nur an der verwendeten Software und der richtigen Reihenfolge. Da ich nur dank diesem Blog auf Macrium Reflect gestoßen bin, was letztendlich Hauptteil der Lösung war, wollte ich zum Dank mein Ergebnis hier posten falls zufällig mal jemand dieselbe Kombination hat.

    A) Ausgangssituation: 500GB HD mit 4 Partitionen, darunter die Boot-Partition mit 60GB Größe soll auf eine neue 2TB Western Digital Umziehen. Die Partitionsgrößen sollen dabei Wachsen, aber in unterschiedlichem Umfang, dazu soll dann noch eine weitere neue Partition entstehen. Sonderfall dabei: Western Digital nutzt eine abweichende Blockgröße, weshalb die Zielpartitionen mit einer Speziellen WD-Version von Acronis True Image umziehen müssen (es gibt auch WD-Align, ein Programm das auch nachträglich die Partitionen auf WD-Format „umbügeln“ kann, das dauert aber je nach Plattenfüllung *sehr* lange). Diese Software gibt es auf der WD Homepage. Die WD Platten funktionieren auch ohne diese Vorgehensweise, sind dann aber deutlich langsamer, das wollen wir ja nicht ;-).

    B) Probleme: Ohne Ende, ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die WD-Version von Acronis True Image versagte total, war elend langsam und stürzte dann beim „letzten“ Schritt nach dem Schreiben der geclonten Partition ab und trotz zahlreicher Reparaturversuche war das geclonte XP nicht zum Laufen zu bringen. Da ich die Vollversion von Paragon Festplattenmanager 8.5 besitze, habe ich es auch damit probiert, doch hier brach er schon während dem clonen ab. Ich komme einfach sofort zur funktionierenden Lösung (und ja, auch wenn es umständlich klingt, alle anderen Wege funktionieren nicht, ich habe sie *alle* ausprobiert 😉

    C) Die Lösung (setzt leider Voraus, daß beide Platten gleichzeitig angeschlossen und sein können):
    1. Die neue Platte anschließen aber vom alten System booten und mit
    Paragon Bootmanager (vermutlich geht dieser Schritt und Schritt 6. auch mit anderen vergleichbaren Tools) die neue HD so partitionieren, wie man die Partitionen am Ende gerne hätte, die Bootpartition muß natürlich dazu ganz vorne liegen und eine primäre Partition sein.
    2. Direkt im Anschluß alle Partitionen mit WD-Align ausrichten.
    3. Eine Macrium Reflect Rettungs-CD erstellen.
    4. Von der CD booten und ein Image der zu bisgerigen Bootpartition auf eine der neu erstellten Partitionen der neuen HD erstellen, die NICHT die Bootpartition werden sollen (und groß genug ist 😉
    5. Von der bisherigen Bootpartition booten und mit Macrium Reflect das eben erstellte Image 1:1 auf die zukünftige Bootpartition schreiben. Dadurch wird zwar wieder die ursprüngliche Partitionsgröße und das nicht-WD-Format wieder hergestellt, doch darum kümmern wir uns später.
    6. Direkt danach wieder mit dem Paragon Bootmanager (oder vermutlich jedem anderen auch, leider ist diese Funktion nämlich nicht in der WD-Version von Acronis freigeschaltet) die gerade geclonte Partition auf der neuen HD wieder auf die gewünschte Größe bringen, denn der unbenutzte freie Platz liegt durch das anfängliche Partitionieren jetzt genau hinter dem geschriebenen clon, da Macrium Reflect nur die erste Partition überschrieben hat.
    7. Jetzt müssen wir diese Bootpartition mit WD-Align wieder in das Blockformat von Western Digital konvertieren. Dauerte bei meiner 100GB Bootpartition (davon 40GB belegt) rund 40 Minuten.
    8. Damit ist die neue HD bereit. Im BIOS wechseln stellen wir jetzt auf die neue HD als Bootmedium um, und Windows fährt wie gewohnt hoch. Bei mir wollte es danach noch wegen „geänderter Harware“ einen Neustart, danach war aber alles prima, es lief sogar dank der neuen HD deutlich zügiger.
    9. Da wir unser Vertrauen in Acronis verloren haben, kopieren wir jetzt noch den Inhalt der anderen umgezogenen Partitionen auf neue HD bevor wir die alte HD ausbauen (oder was auch immer Euer Plan damit war).
    10. Fertig! Ich habe noch das „temporäre“ Macrium Image von der neuen HD gelöscht, da ich die alte HD (da sie nicht defekt sondern nur zu klein war) einfach so in den Schrank gestellt, als „Backup“ mit dem ich sogar booten kann. Ein sehr angenehm sicheres Gefühl 😉

  22. Danke für die Arbeit! Benutze gerade GParted, und habe festgestellt, dass man in den Details man den Fortschritt in % sieht.
    Es hat mir sehr geholfen, jetzt muss es nur noch funktionieren.

  23. Pingback: Windows: Festplatte 1:1 klonen | Andys Blog – Linux, Mac, Windows | LKIT

  24. Hallo
    Ich bin begeistert . Habe heute meine Festplatte geklont –> perfeckt!!!
    Habe sie mit Macrium reflect free geklont . dauer ca 1std und 20 min .
    Wie sie fertig war getrennt vom computer Alte festpaltte ausgebaut geklonte rein . Alles perfekt muss blos noch registrieren das Windows.Jetzt kommt der nächste schritt mal schaun was passiert –> einbau im neuen rechner und eventuell von 32 bit auf 64 bit mal sehen
    gruß bernd

  25. Hallo Andy, ich habe ein etwas anderes Problem, und bin auf der Lösungssuche auf deinen sehr interessanten Blog gestoßen. Und zwar betreibe ich an einer NSLU2 eine 2,5 Zoll Festplatte (500GB). Das lief auch super ordentlich. Von einem zum anderen Tag jedoch meldete die NSLU2 die angehängte Festplatte sei nicht formatiert. Daraufhin habe ich diese Festplatte einmal an einen PC mit Ubuntu angeschlossen. Gefunden wird dabei nur eine 123 MB große Partition, ich vermute, es handelt sich hierbei um die von der NSLU angelegte Verwaltungspartition. Bevor ich nun diese Festplatte weiter untersuche, möchte ich einen Klon hiervon anfertigen. Natürlich nicht nur von der kleinen Partition, sondern auch von der Partition, die gar nicht mehr gefunden wird. Ob die von dir getesteten Programme hier eine Chance haben? Lieben Dank vorab für deine Einschätzung! Viele Grüße … Andreas

  26. Der Beitrag bezieht sich auf Windows und dortige unterstützte Dateisysteme (i.d.R. NTFS).
    In deinem Fall wäre dann wahrscheinlich der Griff zu clonezilla und/oder dd interessanter, um auf Sektorbasis eine Sicherung zu erstellen.
    Diese Sicherung wird so groß sein, wie die Platte selbst, also 500 GB, die wollen natürlich irgendwo hin gespeichert werden.

  27. Hey Andreas, das hört sich nicht so gut an. Vielleicht hilft es Dir: in der aktuellen c’t ist eine ausführliche Artikelserie zur Datenrettung drin. Unter Umständen kannst Du mit einem entsprechenden Tool die Partition wiederfinden. Ansonsten kann ich aus meiner Erfahrung heraus Get Data Back zur Datenrettung sehr empfehlen. Aber in jedem Fall ist ein vorheriges, sektorengenaues 1:1 Backup pflicht. Checke auch unbedingt die SMART Werte ob ein physischer Fehler vorliegt.

    Beste Grüße
    Axel

  28. Pingback: Windows 7 Monitor bleibt nach "energiesparmodus" schwarz... - Seite 3

  29. Macrium Reflect Free
    Danke für diesen Tip !
    Alles hat ohne jeden Ruckler funktioniert. Sogar der Laufwerksbuchstabe wird nach dem clonen an die neue Platte übergeben. Alte Platte abgeklemmt, neue angeklemmt, Partition erweitert. Fertig.
    Innerhalb einer halben Stunde war das System mit 120 GB auf eine neue 1TB-Platte umgezogen. Alle Programme funktionieren tadellos, wie vorher. Sogar das Netzwerk ist wie vorher.
    Macht weiter so!

  30. Hallo andy.
    ich habe ein anliegen mit dem ich leider nicht weiterkommen trotz aller gelesener kommentare :/ .
    ich habe in meinem pc 2 festplatten. die erste wo windows drauf ist ist 111gb gross. da speicherte ich nur windows. dann habe ich noch eine zweite die 465 gb gross ist wo ich alle meine fotos spiele programme speichere. was muss ich jetzt tun um a) bei einem störfall oder virusbefall mein komplettes arbeitsfeld wieder zurückbekomme? da wäre das image besser oder? wie kann ich beide festplatten mit einbeziehen?
    b) falls ich mein system klonen möchte wie müsste ich das machen um beide festplatten sowie sie sind auf eine sagen wir mal 1 tb grosse festplatte zu klonen.
    c) habe ich das richtig verstanden das man ein geklontes windows nur an dem selben rechner mit derselben hardware zum laufen bringen kann?

    ich hoffe auf deine hilfe.
    mit freundlichen grüssen

  31. Hallo Denis,

    klonen wäre meiner Meinung nach für dein Szenario der unpassende Ansatz. In solchen Fällen nutzen wir Image-Backups, also Abbild-basierte Datensicherungen aller Festplatten bzw. Partitionen. Darin sind alle Daten enthalten und man kann das komplette System oder nur einzelnen Partitionen oder Order oder Dateien wiederherstellen. Auch auf abweichender Hardware.

    Zu diesem Zweck kann man z.B. Drive Snapshot, Acronis, ShadowProtect, usw. verwenden.
    Mit Drive Snapshot habe ich bislang die besten Erfahrungen gemacht, allerdings ist das Programm GUI-seitig recht spartanisch gehalten. Die „Power“ liegt in den Optionen auf der Eingabeaufforderung bzw. das man sich alles mit Skripten „zurechtbauen“ kann. Diverse Skripte gibt hier im Blog unter der Kategorie „Drive Snapshot“. Wer’s lieber mit entsprechender Oberfläche mag, kann sich eben True Image usw. ansehen (ist imho Geschmacks- und Erfahrungssache).

    Soweit sollte Frage a und b beantwortet sein.
    Zu Frage c: Nein, man das das geklonte Windows nachträglich anpassen. Der Klassiker wäre z.B. MergeIDE (siehe hier im Blog oder via Suchmaschine der Wahl).

  32. Wow danke für diese super schnelle antwort!!!
    habe ich das richtig verstanden das ich die image meiner festplatten dazu nutzen kann um sagen wir mal bei meinem laptop wo ich ein frisches windows 8.1 habe eine replika meines rechners wiederherstellen kann o.O? (frage zu dem absatz mit der abweichenden hardware)

    ok ich werde mir diese programme heute anschauen. gestern habe ich erstmal mit macrium reflect ein image meiner beiden festplatten gemacht. hat super funktioniert aber ich habe dennoch bedenken dass wenn ich mein rescue usb verliere und sagen wir mal kein zugang zur macrium software( weshlab auch immer) habe sollte,dann ist doch die .mrimg datei also nutzlos obwohl es ein image ist?

    geht es eig. 2 festplatten wie in meinem beispiel genannt zu klonen und sozusagne als eine festplatte auf die neue festplatte klonen? oder MUSS man die neue festplatte partitionieren?

  33. Es kommt nicht unbedingt darauf an, ob die Klon- oder Backup-Software einen Umzug auf andere Hardware unterstützt.
    Wir haben z.B. in der Werkstatt auch immer wieder den Fall, das ein Mainboard „gestorben“ ist und Windows auf einem anderen Mainboard dann zum Laufen gebracht werden muss.
    Da wird dann einfach das Board getauscht oder die Festplatte kommt in einen anderen PC rein und mit Glück startet Windows, mit Pech gibt’s den BSOD 0x7b. Letzteres löse ich i.d.R. entweder mit MergeIDE oder mit Drive Snapshot und dem dortigen Parameter „–AddDriver“. Das Ganze habe ich in meiner selbsterstellten Rettungs-CD. Im Blog sind mehrere Rettungs-CD varianten beschrieben (einfach nach „rettungs-cd“ suchen).
    Oder man nimmt die normale Windows-DVD und arbeitet mittels Eingabeaufforderung.

    Deine Frage zu Macrium kann ich leider nicht beantworten, den jeneits des Beitrags hatte ich nicht mehr all zu viel mit dem Programm zu tun.

    > geht es eig. 2 festplatten wie in meinem beispiel genannt zu klonen und sozusagne als eine festplatte auf die neue festplatte klonen? oder MUSS man die neue festplatte partitionieren?
    Das wäre ja dann kein Klon (1:1 Kopie) mehr, sofern ich diese Frage überhaupt verstehe :-S

    Ich persönlich bevorzuge Backup, dann hat man nicht nur eine Version, sondern kann z.B. mehrere Tage/Wochen/Monte zurück (abhängig von der Datenmenge). Ferner kann man (nicht unbedingt empfohlen) die „Backup“-Festplatte noch für andere Daten nutzen (die z.B. nicht im Backup enthalten sein sollen).

  34. ok danke und mal wieder eine super schnelle antwort :D.
    ja die frage mit den 2 festplatten habe ich ungünstig gestellt. was ich meinte ist man hat c: mit windows und d: mit daten. man möchte beide festplatten ausbauen und mit einer neuen ersetzen ohne die neue festplatte auf c und d aufteilen zu müssen. sozusagen ein klon von c und d damit diese fusioniert auf der neuen c festplatte funktioniert. hoffe das man das so besser versteht wenn nicht dann egal bleibt die frage offen :D.

    mit backup ist image gemeint oder? tut mir leid wenn ich das falsch verstehe aber ich lese jetzt seit 2 tagen alles möglich und versuche das alles irgendwie zu begreifen um sicher mit dem pc zu arbeiten nichts zu verlieren und gegenfalls pcs reparieren ( von meinem vater der etwas älter ist und schnell mal alles moglich öffnet )

  35. > man möchte beide festplatten ausbauen und mit einer neuen ersetzen ohne die neue festplatte auf c und d aufteilen zu müssen.

    Geht nicht, partitionieren muss sein, außer: Allternativ den Inhalt von D: in einen Ordner kopieren und mittels „subst“ als virtuelles Laufwerk einbinden oder mit VHD arbeiten usw.
    Ist aber in dem Szenario so wie ich es aktuell verstehe alles zu kompliziert bzw. zuviel des guten.

    Was geht wäre: Image von C: und D: erstellen.
    Auf der neuen Festplatte das Image von C: wiederherstellen.
    Falls notwendig die Partitionsgröße von C: anpassen, damit der Inhalt des D:-Images ebenfalls auf die Festplatte passt.
    Entweder das Image von D: hinter C: auf der neuen Festplatte wiederherstellen oder eine neue Partition anlegen und die Daten von D: reinkopieren.

    > sozusagen ein klon von c und d damit diese fusioniert auf der neuen c festplatte funktioniert.

    Ist (wie bereits erwähnt) kein Klon, da Klon 1:1-Kopie bedeutet.

    > mit backup ist image gemeint oder?

    Nicht unbedingt, Backup kann auch bedeuten, das man nur einzelne Dateien/Ordner sichert.

  36. Hallo Andy,
    erstmal vielen Dank für deine Tests.
    Mein Anliegen: Ich habe jetzt das kostenlose Windows 10 installiert, funktioniert soweit gut. Jetzt habe ich aber festgestellt, dass es fast keine nützlichen Tools für W10 (www.chip.de) gibt, da W10 zu neu. Besonders vermisse ich Tools zum Sichern wie z.B. EasusPartitionMaster, Macrium usw. Wie kann ich meine Festplatte am besten sichern ? (habe eine 500 GB und eine 1000 Gb platte) oder sollte ich wieder auf Windows 7 zurückkehren?

  37. Windows 10 ist ja noch recht frisch auf dem Markt, es gibt schon einige Programme, die von vornherein liefen, für andere gibt’s Updates und so manch andere Anwendung wird vermutlich nicht weiter gepflegt.
    Ob man Chip noch als gute Quelle verwenden möchte sei dahingestellt (Stichworte: Installer/Downloader mit Adware, etc.). Gibt darüber hinaus genug andere Protale bzw. die Suchmaschine der Wahl und die Internetauftritte der Hersteller, die man Nutzen kann.

    Easus PartitionMaster ist eigentlich kein Backup-Programm und laut Hersteller-Homepage Windows 10 kompatibel: http://www.easeus.com/partition-manager/epm-free.html

    Macrium macht zwar soweit ich sehen konnte keine explizite Angabe zur Kompatibilität mit Windows 10, auf den Hilfe-Seiten finden sich aber Hinweise, das es (vermutlich) läuft bzw. nur ein Update benötigt wird.

    > Wie kann ich meine Festplatte am besten sichern ? (habe eine 500 GB und eine 1000 Gb platte)

    Kommt darauf an, was man für Ansprüche hat. Z.B. reicht es einem, nur die Nutzdaten zu sichern oder möchte man das gesamte System wie es ist sichern, benötigt man nur Voll- oder auch Differenz-Sicherung, welche Sicherungsziele (USB-HDD, Cloud, …) sollen verwendet werden, wie viele Backups möchte man aufheben, usw.

    > oder sollte ich wieder auf Windows 7 zurückkehren?

    Das kann ich dir nicht beantworten, da dabei viele Faktoren eine Rolle spiele wie z. B. ob man eben schon mit dem neuen System arbeiten kann, also ob alle benötigten Anwendungen kompatibel ist. Dann kommt noch der persönliche Geschmack zum tragen, ob einem das System gefällt oder nicht, …

  38. danke für deine Einschätzung. Ich bevorzuge die komplette 1:1 System Sicherung wie es ist mit Anpassung von Partitiongrößen. Früher hatte ich dazu Partition Master oder Acronis, aber auch jetzt Easus Partition Master.
    Man hat ja 1 Monat Zeit, um evtl. wieder auf W7 zurück zu gehen.
    Wenn man die Frist versäumt (man bleibt bei W10), soll ja angeblich der W7 Product Key ungültig werden. Heißt das, W7 Install.CD kann man dann wegwerfen, sollte man später irgendwann W7 installieren wollen?

  39. > Wenn man die Frist versäumt (man bleibt bei W10), soll ja angeblich der W7 Product Key ungültig werden.

    Mir ist bislang nur bekannt, das es auch bei einem Upgrade nur bei einer Lizenz für ein Betriebssystem bleibt. Das macht auch Sinn, da es ja eben ein Upgrade und keine Vollversion ist.

    > Heißt das, W7 Install.CD kann man dann wegwerfen, sollte man später irgendwann W7 installieren wollen?

    Der Product Key soll nach Ablauf der 30-Tage-Frist dann nur noch für Windows 10 aktiviertbar sein. Man könnte zwar Windows 7 installieren, aber eben nicht aktivieren und nach Ablauf von 3 oder 30 Tagen (hab schon beides in der Vergangenheit gesehen, kommt immer auf das Szenario an), kann man sich nicht mehr anmelden, das System fährt stündlich herunter usw.

  40. Hallo andy
    danke für deine antworten.
    ist der unterschied zwischen klon und image nur der das bei einem klon auch der leere speicher mitkopiert wird und bei einem image alles auf das nötige komprimiert wird? oder wie funktioniert das image?

    mfg Denis

  41. Klon ist i.d.R. eine 1-zu-1-Kopie von einer Festplatte auf die andere. Ob dabei alle Bereiche inkl. der Leeren kopiert werden oder nicht, kommt auf das Programm und dessen Einstellungen drauf an.

    Bei Abbild- oder Image-Sicherung wird i.d.R. der belegte Bereich einer Festplatte in eine oder mehrere Dateien geschrieben. Ferner (je nach Programm) besteht die Möglichkeit, neben einer Voll- auch differentielle oder inkrementelle Sicherungen anzulegen. Dadurch ist es möglich, mehrere Versionen einer Datensicherung vorzuhalten. Man hat also nicht wie beim Klon nur eine Kopie, sondern (sofern man mehrere Sicherungen anlegt) mehrere Versionen. So kann man im Bedarfsfall nicht nur auf einen Stand zurück, sondern z.B. Tage, Woche, Monate wiederherstellen. Bei den meisten Programmen dieser Art, die ich bislang gesehen habe, besteht zudem die Möglichkeit, einzelne Dateien oder Ordner aus dem Image wiederherzustellen oder das Image als virtuelles Laufwerk einbinden zu können um die Datensicherung zu durchsuchen.

  42. vielen dank für die ausführliche antwort. ist ein image denn überhaupt als solch eine datei bootfähig?

    mfg

  43. Kommt drauf an. In Form von z.B. einer VHD wäre es möglich, das System als virtuelle Maschine zu starten oder die VHD bei Windows entsprechend davon booten zu lassen.
    I.d.R. dürfte eher der Fall eintreten, das man das Image auf einer neuen oder anderen Festplatte wiederherstellt um dann davon den Computer startet.

  44. vielen dank. Sie haben mir alle meine frage beantwortet und tut mir leid gleichzeitig leid für soviele anfänger fragen :/

    mfg

  45. Hallo,
    ich hab aus einer Zeitung einen Tipp gelesen und versucht umzusetzten was leider nicht klappte und auf eine Antwort warte ich seit fast 2 Wochen, daher versuche ich es hier nochmals.
    Hintergrund ist ein Windows 8 klone um Windows 10 auf dem Klone zu testen, jedoch das original Windows 8 zu behalten.
    Geklont wurde mit MiniTool Partition Wizard und Efi Booteintrag wurde mit EasyBCD generiert. Booten konnte ich vom Klone, die Festplattenbuchstaben wurden geändert. Leider läuft der Klone intern immernoch von der original Platte „C“ und nicht vom Klone aktuell „D“.
    Ein Windows Bootmedium habe ich für den Laptop nicht nur eine Recovery Partition.
    Welche Optionen gibt es ohne Bootmedium den Klon dazu zubringen auch Systemintern von „D“ zu arbeiten. Auf die Windowsreperaturoption hab ich bisher nicht zugreifen können.
    Mit freundlichen Grüßen
    Björn

  46. Wohin wurde geklont? (Zweite Festplatte, Datei, …)

    Der Windows-Bootmanager ändert (seit Windows Vista wenn ich nicht irre) von selbst den Laufwerksbuchstaben. Die Partition von der das Windows läuft ist somit immer automatisch C:, ganz gleich ob man Windows 7, 8, … gestartet hat. Das habe ich so in der Praxis auch schon x-mal beobachtet.

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