Windows Server 2019 Essentials

Zugegeben, die abgespeckten Windows Server-Ausgaben jenseits vom Small Business Server (SBS) oder Foundation habe ich schlicht vernachlässigt. Das lag zum einen an so mancher Nachwirkung bei der damaligen Administration von SBS-Maschinen und wehe man wich von den Assistenten ab oder dem mehr oder wenigen leidigen Dashboard und Connector(en) bei den Essentials-Ausgaben sowie das so manches Produkt nicht auf einem SBS oder Essentials installieren lies. Bei Foundation klappte es hingegen erstaunlich oft bzw. gut.

Ebenfalls wenig hilfreich waren der Wink mit dem Zaunpfahl Richtung Cloud sowie die doch recht kurze Lebenszeit von so manchem Produkt für kleine Umgebungen oder wer kennt noch Windows Essential Business Server? Nach einem Hinweis von Kollegen (Hallo Jörg und alle anderen), wurde es nun doch Mal wieder Zeit, nach dem aktuellen Stand der Dinge zu schauen.

Der Windows Server 2019 Essentials gleicht eher den ehemaligen Foundation-Ausgaben statt den bisherigen Essentials-Varianten. Soll heißen (Kurzausgabe):

  • Maximale Benutzer 25 / Maximale Geräte: 50 / Keine CALs notwendig
  • Einziger Domänencontroller im Netzwerk
  • Kein Dashboard
  • Kein Connector

Im Gegensatz zu früheren Ausgaben von SBS, Foundation oder Essentials beherrscht der Windows Server 2019 Essentials die Hyper-V-Rolle und darf entweder einmal physikalisch oder einmal virtuell installiert werden! Das „oder“ im vorigen Satz ist zu beachten, beides funktioniert zwar technisch, ist allerdings Lizenzrechtlich mit einer Lizenz nicht zugelassen. Dies ist der Standard-Ausgabe vorbehalten.

Die Remote Desktop Dienste (aka Terminalserver) stehen mit Ausnahme des Lizenzierungsdienstes und des Gateway nicht zur Verfügung! Das Gateway wird zwar in der Doku erwähnt, bei einer Test-Instalaltion stand (bei mir) nur der Lizenzierungsdienst zur Verfügung. An dieser Stelle müsste man also wieder auf eine Alternative setzen.

Eine gute Übersicht der Unterschiede findet sich im Wiki von Thomas Krenn.

Installation und Administration verhalten sich wie von den Standard- oder Datacenter-Ausgaben gewohnt.

Bleibt mitunter das leidige Problem, das nicht jedes Produkt sich auf einem nicht Standard- oder Datacenter-Server installieren lässt.

Quellen:

WindowsPro –
Windows Server 2019 Essentials: Features verschwinden, Limitierungen bleiben

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