WINE – Wine is not “Erlösung”

Mit WINE (Wine Is Not an Emulator) kann man Windows-Programme auf Linux, BSD und Mac OS X laufen lassen. Das funktioniert je nach Anwendung erstaunlich gut, aber leider nicht mit allen. Eine Datenbank mit dem aktuellen Status welche Programme wie gut laufen findet man hier.

Wenn man sich wie ich, mit unterschiedlichen Betriebssystemen beschäftigt oder gar einen Umstieg plant, der stolpert zwangsläufig über WINE, sofern man bestimmte Programme mit auf die andere Seite nehmen möchte und Diese vom Hersteller nicht für andere Plattformen angeboten wird.

Aber leider funktioniert dennoch nicht zwingend alles, wie man es gerne hätte. Z.B. iTunes stürzt ab, wenn man auf den Store zugreift, mAirlist und Touch DVS lassen sich zwar starten, aber das Laden oder Abspielen von Songs funktioniert nicht. Selbst bei Programmen, die laufen sollten (laut AppDB) gibt es Probleme, wie hier bei PhotoImpact X3. Dort Icons in der Symbolleiste falsch angezeigt:PhotoImpact Iconsproblem

Alle oben genannten Programme habe ich die Tage sowohl unter Ubuntu, Debian, Fedora, OpenSUSE und CentOS getestet. Immer mit den gleichen Ergebnissen.

Machen wir uns nicht vor, die APIs von Windows nach zu programmieren ist keine leichte Aufgabe. Das sieht man nicht nur bei WINE, sondern auch bei ReactOS. An beiden Projekten wird seit einer gefühlten Ewigkeit, zumindest seit vielen Jahren, daran gearbeitet und ein Ende ist nicht in Sicht. Dennoch ist es erstaunlich, was alles möglich ist und man darf gespannt sein, was die Zukunft noch alles bringt. Selbstverständlich wäre es zu begrüßen, wenn die Software-Hersteller Plattform-unabhängiger arbeiten würden. Dass das aber nicht für jedes Programm oder jeden Hersteller so einfach realisierbar ist, sollte jedem klar sein. Schließlich muss sich der Aufwand  auch rentieren und jeder muss von irgendetwas leben.

Als Alternativ-Lösung steht immer noch Virtualisierung, z.B. mit VirtualBox, zur Verfügung. Dadurch spart man sich zwar keine zusätzliche Betriebssystem-Lizenz (Windows) und diverse Ressourcen (RAM, HDD-Platz), von zusätzlichen Aufwand für Verwaltung ganz zu schweigen, aber man bleibt je nach Anwendung in einem supporteden Rahmen. Wenn allerdings noch die Notwendigkeit des Hardware-Zugriffs besteht, kommt für diesen Weg möglichweise auch ganz schnell das aus.

Dann bleibt entweder Dual- bzw. Multiboot oder mehrere Systeme mit unterschiedlichen Plattformen oder der Wechsel muss schlicht flach fallen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.