Proxmox VE 2.x – Vergrößern oder verkleinern von virtuellen Festplatten

Unter Umständen ist es notwendig, die Größe einer virtuellen Festplatte zu verändern. Bei KVM-basierten Virtualisierungslösungen wie Proxmox VE 2.x ist das mittels eines Befehls möglich.

Es können die Formate vmdk, qcow2 und raw sowohl vergrößert als auch verkleinert werden.

  • Die betreffende virtuelle Maschine muss beendet sein.
  • Lokal an der Konsole oder via ssh am PVE-Host anmelden.
  • In das Verzeichnis, mit den virtuellen Festplatten wechseln. Bei lokalen Speicher ist das „/var/lib/vz/images/ID-DER-VM“.
  • Folgenden Befehl eingeben:
qemu-img resize DATEINAME +10GB
qemu-img resize DATEINAME -10GB

Der erste Befehl vergrößert die virtuelle Festplatte um 10 GB, der zweite Befehl verkleinert sie um 10 GB.

Das Web-Interface bekommt von dieser Änderung allerdings zunächst nichts mit, so das entweder die entsprechende Konfigurationsdatei der jeweiligen virtuelle Maschine editiert werden muss („/etc/pve/nodes/$HOSTNAME/qemu-server/VM-ID.conf“) oder man die virtuelle Festplatte trennt und neu verbindet.

Das Verändern der Größe der virtuellen Festplatte ist allerdings nur die halbe Miete. Der Partition innerhalb der virtuellen Festplatte bzw. Maschine muss die Änderung ebenfalls „mitgeteilt“ werden.

Dazu kann man die betreffende virtuelle Maschine z.B. mit GParted Live oder Parted Magic starten und die Partitionsgrößen anpassen.

Wichtig: Vor dem Verkleinern einer virtuellen Festplatte, sollte man zuvor die darin enthaltene Partition verkleinern. Andernfalls riskiert man, dass das Dateisystem zerstört wird und Daten verloren gehen! Generell sollte vor einem Eingriff dieser Art eine Datensicherung erstellt werden.

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