Ein Kunde hatte auf dem Weg in den Urlaub sein Notebook zu Hause oder in der Firma vergessen (so genau wurde uns das nicht mitgeteilt) und lies sich dieses Nachsenden. Leider kam das Gerät nicht rechtzeitig am Urlaubsort an und der Weg zurück soll nach derzeitiger Aussage zudem um die vier Wochen dauern. Wohlgemerkt: Der Kunde ist schon längst wieder zurück und kann ohne das Gerät nicht arbeiten. Der Urlaub dauerte zudem nur eine Woche.

Glücklicherweise gibt es eine regelmäßige Datensicherung von diesem Notebook, die immer nachts läuft wenn das Gerät in der Firma ist. So konnten wir relativ  schnell helfen.

Der Plan (des Kunden) sah vor, das man einen vorhandenen PC, der aktuell nicht genutzt wird, kurzerhand her nimmt und statt des abwesenden Notebooks ins entsprechende Büro stellt. Diesen Part übernahm der Kunde selbst, so das wir “nur” das Benutzerprofil wiederherstellen mussten. An dieser Stelle ist noch wichtig zu erwähnen, dass das genannte Notebook nicht Mitglied der Domäne ist, die PCs hingeben schon.

Der weitere Verlauf sah wie folgt aus:

  • Auf dem PC einen neuen lokalen Benutzer mit gleichem Benutzernamen und Kennwort angelegt, wie es auf dem Notebook eingerichtet ist.
  • Die neueste Drive Snapshot-Sicherung eingehängt und mittels Robocopy das Benutzerprofil auf den PC kopiert.
    Wichtig: Die Datensicherung lokal zur Verfügung einhängen (Mounten), da über das Netzwerk evtl. Fehlermeldungen erscheinen und nicht alle Daten kopiert werden können!
    Wichtig: Vorab prüfen, wie groß das Benutzerprofil ist und wieviel freier Speicherplatz auf dem PC vorhanden ist. In diesem Fall mussten wir Daten von der Wiederherstellung ausschließen.
  • Anschließend wurde mit dem ForensIT User Profile Wizard das Benutzerprofil dem zuvor erstellten lokalen Benutzer zugewiesen.

Nach dem obligatorischen Neustart konnte sich der Benutzer anmelden und hat seine gewohnte Umgebung mit der er arbeiten kann. Na ja, noch nicht ganz:

MS mag es nicht, wenn man Store-Apps zu oder so ähnlich restored oder migriert. Daher musste die eine oder andere App repariert oder nachinstalliert werden.

Soweit die Kurzfassung. Leider dauert es dann doch länger, da das Original-Benutzerprofil stolze 240 GB umfasst. Wie bereits erwähnt mussten Daten ausgeschlossen werden, ein Brocken war hier die iTunes-Backups vom iPhone. Leider hatte zudem jemand beim Kunden nicht die erforderliche Geduld abzuwarten bis wir uns melden, das die Wiederherstellung fertig sei und stöpselte den PC vorzeitig ab um diesen im anderen Büro wieder anzuschließen. Daraus resultiere das der Vorgang unterbrochen wurde und wir einen nicht unerheblichen Teil des Benutzerprofils erneut wiederherstellen mussten. Quasi doppelte Arbeit und die zuvor geleistete Arbeit von mehreren Stunden zunichte gemacht. Ärgerlich und das Ganze hat seinen Preis.

Wie heißt es so schön bei A.T.G.O.C – Repeated Love (YouTube): “Repeat”.

Für die Zukunft und imho grundsätzlich besser ist es, sich kein Gerät hinterher schicken zu lassen, sondern lieber vor Ort ein günstiges Gerät kaufen und per Fernwartung VPN und Co. zur Arbeitsumgebung einrichten lassen. Im Moment kann niemand mit Sicherheit sagen, ob man das eingangs erwähnte Notebook wirklich in vier Wochen oder überhaupt noch mal wieder sieht, da es dem vernehmen nach im Ausland beim Zoll oder so festhängt.


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