pfSense: Wiederherstellung scheitert immer am gleichen Interface

Für einen Versuch sollte die aktuelle Konfiguration einer pfSense auf einem Testsystem eingespielt werden. Da sich die Hardware unterscheidet müssen die Schnittstellen neu zugewiesen werden.

Eigentlich keine große Sache, wird man entweder im Web-Interface oder bei einem Neustart in der Konsole darauf aufmerksam gemacht und kann das Interface Assignment vornehmen. Eigentlich, denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Auf dem Testsystem wurde pfSense installiert, kurz am Web-Interface angemeldet und via Restore das aktuelle Backup des Live-Systems ausgewählt. Es folgte ein automatischer Neustart. An der Konsole sieht man nun eine Meldung das die Schnittstellen-Zuordnung nicht passt und man kann sie neu durchführen. Soweit, sogut, aber am Ende scheitert dies und der Vorgang beginnt von vorne:

Konkret hängt es am LAN-Interface, das sich unterscheidet. Im Live-System handelt es sich im eine NIC von Nvidia (nfeX), auf dem Test-System von Realtek (reX). ganz gleich wie oft man nun versucht das Interface neu zuzuweisen es kommt immer wieder zur gleichen Fehlermeldung („Warning: Configuration references interfaces that do not exist“).

Lösbar war das Ganze wie folgt:

  • Die zuvor erstellte Datensicherung editieren.
  • Nach dem „bemängeltem“ Interface (hier „nfe0“) suchen.
  • Den Namen ersetzen („nf0“ -> „re0“).
  • Die Änderung speichern.
  • Den Restore wiederholen.

Der entprechende Abschnitt in der Datensicherung sieht wie folgt aus:

<lan>
 <if>nfe0</if>
 <enable></enable>
 <ipaddr>192.168.1.1</ipaddr>
 <subnet>24</subnet>
 <gateway></gateway>
 <ipaddrv6></ipaddrv6>
 <subnetv6></subnetv6>
 <gatewayv6></gatewayv6>
 <descr><![CDATA[LAN]]></descr>
</lan>

Es geht lediglich um

<if>nfe0</if>

das zu

<if>re0</if>

geändert werden musste.

Möchte man die Wiederherstellung direkt bei der Installation durchführen, muss die Konfigurationsdatei auf dem Setup-USB-Stick hinterlegt werden:

  • Eine Ordner „conf“ auf dem USB-Stick erstellen.
  • Die Datensicherungsdatei mit dem Namen „config.xml“ in den zuvor erstellten „conf“-Ordner auf dem USB-Stick ablegen.

Letztlich leicht zu beheben, wenn man es weiß. Gut das es in dieser Testumgebung aufgefallen ist, es hätte allerdings genauso gut eine Live-Situation mit einer Notfall-Wiederherstellung und entsprechendem Stresslevel sein können.

Quelle:

Netgate – Docs – Backup and Restore – Configuration from USB during Install

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.