Captiva Power Starter R56-826: Stürzt ständig ab

Mein Schwiegervater hat sich die Tage einen neuen PC gegöhnt, seine Wahl viel dabei auf den Captiva Power Staerter R56-826, den er bei Otto.de bestellt hat. Um ein paar Euro zu sparen sollte eine vorhandene Windows 10-Lizenz übernommen werden. Eigentlich ist so eine Installation in gut 20 Minuten durch. Eigentlich. Es kam gemäss Murphy’s Gesetz selbstverständlich völlig anders.

Das Setup startetet zwar sofort von meinem USB-Stick, verabschiedete sich dann allerdings mehrfach. Zunächst nahm ich an, es könnte noch irgendein Rest auf der SSD von einer etwaigien Testinstallation durch den Hersteller vorhanden sein, kommt ja vor bei blanken Rechnern. Also diese erstmal bereinigt, danach sind wir sogar recht weit gekommen, bis zur Benutzereinrichtung, dann war’S wieder vorbei. Entweder man erhielt solch hilfreiche Meldungen wie “Da hat irgendetwas nicht funktioniert” oder die Kiste blieb einfach stehen oder es gab Bluescreens mit verschiedene Meldungen zu dem warum.

Das Ganze natürlich an einem Sonntag, wo man ja ohnehin schon soviel Bedarf hat zu Arbeiten. Und ja, auch wenn es Familie ist, ist es dennoch irgendwie Arbeit, vorallem wenn’s nicht klappt und man sich dann herum ärgern darf.

Vor Ort konnte und wollte ich nicht mehr lange “herumdoktern”, also das Teil mit in die Werkstatt genommen. Da ich zunächst den Verdacht hatte, das es an der SSD liegen könnte mal eine eigene verbaut, allerdings den gleichen Mist erlebt.

Da es sich um ein AMD R5 3400G (CPU) handelt, mal den Stand der BIOS-Version des MSI A320M-A PRO MAX-Mainboards überprüft, immerhin hatte man in der Vergangenheit ja schon so seinen Spaß das Windows 10-Installation durch fehlerhafte, veraltete oder verbuggte UEFI-BIOSe nicht (mehr) wollten. Die ist allerdings aktuell. Von UEFI auf CSM gewechselt, da es ja sein könnte das die UEFI-Implementierung buggy ist, auch das half nichts.

Zwischenzeitlich war’s auch so, das meine USB-Boot-Sticks nicht mehr erkannt wurden. Warum ein Problem, wenn man mehrere haben kann. Die BIOS-Defaultwerte wurden ebenfalls mal geladen, auch das half nichts. Nach diesem Hin und Her dann der Verdacht es könnte am Arbeitsspeicher liegen, immerhin sind 16 GB (2x 8 GB) verbaut. Also mal die aktuelle Version von Memtest86 heruntergeladen und auf einen mit Ventoy präparierten Stick gepackt sowie gestartet. Quasi sofort ab Teststart dann das:

Man sieht es ja im Bild, Memtest86 lief noch nicht mal eine Minute und hat schon gut 4000 Fehler gemeldet. Also die beiden RAM-Riegel mal einzeln getestet, sowie die beiden Slots des Boards, da passiert nichts. Mit nur einem Riegel bestückt lies sich auch Windows 10 ohne Probleme installieren und lief stabil. Baut man den zweiten Riegel wieder ein ist über kurz oder lang Feierabend, soll heißen: Erneute Abstürze. Ergo: Es gibt irgendwie Probleme im Dual-Channel-Betrieb.

Bis hierhin wurden schon ordentlich Zeit und Nerven verbraten. Da das Gerät neu ist also ein Fall für den Service. Mein Schwiegervater kam allerdings auch nach mehreren Anläufen nicht bei der Hotline durch. Mein letzter Stand ist, das er das Gerät zurückgeben möchte. Mal sehen, was da evtl. noch passiert.

Ob es nun nur dieses eine Gerät betrifft, die Kombination der Komponenten, Toleranz- oder Timing-bedingt ist oder schlimmstenfalls die CPU oder das Board im Allgemeinen sind konnte nicht geklärt werden. Ich hatte zwar mal kurz recherchiert aber nichts handfestes gefunden. Ärgerlich ist, das man nicht früher darauf gekommen ist, das es am Arbeitsspeicher liegen könnte, aber wer rechnet bei einem neuen Gerät von der Stange schon mit sowas.

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