Windows: Mehrere Laufwerke in einem Ordner oder in einer Freigabe bereitstellen

Eine schon recht alte Technik in Windows ermöglicht das Bereitstellen von mehreren Laufwerken in einem Ordner bzw. in einer Freigabe.

Man benötigt neben mehreren Laufwerken einen Ordner bzw. eine Freigabe, in dem bzw. der man für jedes Laufwerk einen Unterordner anlegt, z.B.

  • “C:\Share” als als eigentlichen Ordner, der ggf. freigegeben ist bzw. wird.
  • “C:\Share\DATA01” als Unterordner für das hinzuzufügende (weitere) Laufwerk.

Die zusätzlichen Laufwerke müssen online, initialisiert, partitioniert und formatiert sein. GPT und NTFS sind dabei die aktuellen Mittel der Wahl. MBR geht ggf. ebenfalls.

  • In der Datenträgerverwaltung wählt man das zu verbindete Laufwerk aus und klickt es mit der rechten Maustaste an.
  • “Laufwerksbuchstaben und -Pfade ändern” auswählen.
  • Auf “Hinzufügen” klicken.
  • “In folgenden leeren NTFS-Ordner bereitstellen” auswählen und den zuvor erstellten Unterordner angeben.

Nach einem Klick auf “OK” wird das Laufwerk im angegebennen Ordner bereitgestellt und kann verwendet werden. Die NTFS-Berechtigungen müssen für den erfolgreichen Zugriff ggf. angepasst werden.

Von Vorteil ist, das jedes Laufwerk nach wie vor eigenständig über einen Laufwerksbuchstaben angesprochen werden kann, es ist keine Neuformatierung o.ä. notwendig ist. Selbst Laufwerke die bereits Daten enthalten können so eingebunden werden. Eine mehrfache Bereistellug in unterschiedliche (unter-)Ordner ist ebenfalls möglich. In umgekehrter Richtung, also beim Aufheben der Bereitstellung, bleiben die Daten erhalten.

Hierbei handelt es sich um eine relativ einfache Möglichkeit, Speicherplatz zu erweitern bzw. Laufwerke zusammenzufassen. Mit ausgewachsenen SDS-Lösungen wie Microsoft’s Storage Spaces oder virtuellen Laufwerken/Pools wie StableBit’s DrivePool oder Divison-M’s Drive Bender ist das nicht vergleichbar. So fehlen Funktionen wie Balancing (Daten über Laufwerke verteilen), Spiegelung (Mirror, Parity, RAIDx) und weiteres.

Je nach Anspruch oder Aufgabenstellung dennoch eine sinnvolle Möglichkeit.

2 Kommentare

  1. Al Cid

    Hallo,
    ist es nicht mit Softlinks vergleichbar, realisierbar?
    …würde man sich den Umweg über die Datenträgerverwaltung ersparen und geht auch mit Boradmittel in der Kommandozeile.

    Ich benutze solche und ähnliche Praktiken mit der coolen Erweiterung von Schinagl,
    https://schinagl.priv.at/nt/hardlinkshellext/linkshellextension.html

    Gruß
    Al Cid

  2. Andy

    Hard- und Soft-Links sind hilfreich wenn man mit lokalen Datenträgern arbeitet. Spätestens wenn man innerhalb einer Freigabe mehrere Laufwerke verwenden möchte, funktoniert das nicht mehr, außer man gibt jedes Laufwerk frei und verweisst dann entsprechend darauf, das setzt wiederum UNC-Pfade voraus. Das ist dann ungleich komplexer als “mal schnell ein Laufwerk in einen Ordner” bereitzustellen.

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