Mit Win10XPE auf die Schnelle ein Drive Snapshot-Rettungsmedium erstellen

Es gibt einige Wege wie man aus einer Windows-ISO, den Recovery-Medien usw. eine angepasste bootfähige Umgebung für den Notfall bauen kann.

Neben meinen eigenen Skripten im Speziellen sind in der breiten Maße vor allem das ct-Notfall-Windows bekannt. Möchte man selbst ein bootfähiges Notfall-System bauen, kann dies über die Eingabeaufforderung und einigen Befehlen erfolgen oder viel bequemer und einfacher mit einem Tool. Zur letztgenannten Gattung gehört Win10XPE.

  • Win10XPE herunterladen und z.B. nach „C:\WinPE“ entpacken.
  • Die aktuelle Windows 10-ISO herunterladen und mit „Rechtsklick – Bereitstellen“ einhängen.
  • Drive Snapshot und was man sonst noch in der Notfall-Umgebung haben möchte unter
    C:\WinPE\Win10XPE\Projects\Include\x64\AdditionalFiles\Tools

    hinterlegen.

  • „Win10XPE.exe“ starten.
  • „Select the Windows 10 source folder“ anklicken und die zuvor bereitgestellte Windows 10-ISO bzw. das virtuelle CD/DVD-Laufwerk auswählen.
  • Auf „Play“ klicken und warten bis der Vorgang abgeschlossen ist.
  • Die resultierende ISO kann beispielsweise mit Rufus auf einen USB-Stick übertragen werden.

Startet man nun die so erstellte Rettungsumgebung kann man neben den mitgelieferten Tools aus dem Explorer heraus unter „X:\Tools“ Drive Snapshot und weiteres aufrufen.

Soweit erfolgreich getestet mit Windows 10 1903 V1-ISO in 64-bit.

8 Kommentare

  • Das klingt ja vielversprechend! Mache mich gleich dran.

    Auf jeden Fall 1000 Dank, Andy, für die tolle Unterstützung. Bin sehr froh, dass es Deinen Blog gibt, habe ihn auch verschiedentlich weiter empfohlen, und ein Obolus war mir das auch wert 😉

  • Jetzt beim 1. Versuch mit originalen Windows ISO-Dateien heißt es „install.wim image not found in the Windows 10 source folder. Select the root of the Windows 10 source folder“. Ich habe eine ISO von März 2019 und eine von 2017, gleiche Fehlermeldung. Eine Install.wim ist in keiner der beiden ISOs enthalten.

    Irgendwas übersehe ich wohl?

  • Bei den ISOs gibt es durchaus Unterschiede, wie und wo diese heruntergeladen bzw. erstellt wurden.
    Wurden deine ISOs zufällig mit dem MCT erzeugt? Dann gibt’s dort nur eine „install.esd“.
    Hat man die ISO hingegen über den „Browser-Agent-Trick“ heruntergeladen, so erhält diese eine „install.wim“.

    Aktuelles Windows 10-Medium herunterladen

    Persönlich ziehe ich die ISO aus dem Trick vor, da diese sich em ehesten verarbeiten lässt.

  • So, es hat schließlich geklappt! Agent-Trick und alles. Die NAS im Netzwerk erkennen lassen ging dann auch irgendwann…

    Sehr cool. Danke!

  • Freut mich das es geklappt hat und danke für den Obolus.

  • Zur Info:

    Drive Snapshot im c’t-Notfall-Windows 2020

    In diesem Kontext fällt mir (mal wieder) ein, das ich PEBakery mal testen wollte.

  • Sehr geehrter Andy
    Sehr gute Kurzanleitung. Ich möchte DriveImage auf einem Bootmedium nutzen. Ich habe dazu WIN10XPE runtergeladen und sitze nun davor, wie der Troll mit der Holzuhr. Wie muß ich denn das einbinden und kann ich die bereitgestellte Version von WIN10 auch durch einen Rep-Datenträger von WIN 10 ersetzen?
    Herzlichen Dank 🙂
    Viele Grüße,
    Oliver

  • Hallo Oliver,

    mit DriveImage XML habe ich mich seit Jahren nicht mehr befasst. Evtl. hilft diese Seite weiter:

    Runtime Software – DriveImage XML – WinPE Support

    Am kompatibelsten als Basis zum Erstellen von eigenen Rettungs-/Boot-Medien ist die Original-ISO von MS (nicht die Download-Variante vom MCT!)

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