Windows: Benutzerprofil mit Robocopy kopieren

Möchte man im Windows-Domänennetzwerk ein Benutzerprofil auf einen neuen bzw. anderen Computer übertragen, kann man dies z.B. mit Hilfe der servergespeicherten Profile tun. Ist dies allerdings nicht gewünscht oder geht es nur darum, ein Profil beim Rechnerwechsel mitzunehmen, kann man dieses auch einfach mit Robocopy kopieren.

Damit der Vorgang erfolgreich ist, darf der Benutzer nicht angemeldet sein. Anbei ein Beispiel-Skript, das als Domänen-Administrator ausgeführt werden muss:

@echo off

set source=\\<computername>\c$\Users\<username>
set destination=C:\Users\<username>

robocopy "%source%" "%destination%" /ZB /COPYALL /MIR /MT:8 /XJ /R:0 /W:0 /NP /LOG:profile.log /TEE

Vorab kann man durch Anhängen von “/L” erstmal einen Test-Durchlauf durchführen, ohne das etwas kopiert wird.

Bislang wurde dieses Skript erfolgreich unter Windows 7 angewendet, vermutlich funktioniert es unter Windows 8.x und neuer genauso.

Troubleshooting

Findet Windows das Profil nicht nach der Anmeldung oder erzeugt ein Neues, so muss der Pfad in der Registry geändert werden:

  • Unter „Start – Ausführen/Suchen“ den Befehl „regedit“ ausführen.
  • Zu folgenden Schlüssel wechseln:
    HKLM\SOFTWARE\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\ProfileList
  • Bei der entsprechenden User-SID den Eintrag „ProfileImagePath“ ändern.

Update 26.01.2022

Die Option “/mt:8” zu obigen Befehl hinzugefügt, denn dieser sorgt dafür, das mehrere Threads (Multithreads) für das Kopieren bzw. Synchronisieren verwendet werden, dadurch erhöht sich die Performance. Der Wert “8” ist dabei Standard und kann bis zu 128 erhöht werden.

Kurz gesagt: So bekommt der Vorgang mehr Dampf und es geht schneller, aber man sollte es nicht übertreiben, da sonst ggf. das Netzwerk voll ausgelastet werden kann!

Sofern beide Seiten (Quelle und Ziel) SMB Compression (ab Windows 10 20H2 und Server 2022) unterstützen kann zudem die Option “/compress” hinzugefügt werden. Dann wird on the fly eine Komprimierung durchgeführt.

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