Migration von Windows Vista zu Ubuntu 10.04 LTS – Ein Erfahrungsbericht

FSC Notebook

So, das war mal interessant und überaus einfach. Das Windows Vista nicht unbedingt der große Wurf war, ist landläufig bekannt. Wie es sich hingegen im Vergleich zu Ubuntu 10.04 LTS auf gleicher Hardware schlägt zeigt dieser kleine Erfahrungsbericht.

Nun ging es um keine große Migration im Unternehmen, sondern lediglich um einen einfachen Einzelplatz-Computer, der für Internet-Surfen und Textverarbeitung genutzt wird.

Der Grund für den Umstieg: Performance.

 

Also ging es in diesem Fall nicht um eine politische oder preisliche Entscheidung. Bei der vorhandenen Vista-Installation zeigten sich die bekannten Dinge wie der langsame Fenster-Aufbau, lange Bootzeit, ewige Festplatten-Zugriffe, etc.

Bei Ubuntu 10.04 LTS geht das Booten erheblich schneller von statten. Auch verläuft der Fenster-Aufbau flüssiger und die Programme wie Browser und Textverarbeitung starten wesentlich zügiger.

 

Hier mal ein Zahlenbeispiel:

Bootzeit Windows Vista Business – 1:38 Min.

Bootzeit Ubuntu 10.04 LTS – 49 Sek.

 

Verwendete Hardware

Notebook

Fujitsu-Siemens Amilo Pro V3515

CPU: Intel Celeron M 1.86 GHz

RAM: 512 MB DDR2

HDD: 80 GB SATA

GPU: Intel

WLAN: Atheros AR5005G

Drucker

Samsung ML-2010R

Scanner

Canon CanoScan N650U

 

Verwendete Software

Vor der Migration: Windows Vista Business, OpenOffice.org, Windows Mail, Artweaver*

Nach der Migration: Ubuntu 10.04 LTS, OpenOffice.org, Mozilla Thunderbird, Simple-Scan

 

*Anmerkung zu Artweaver: Dieses Grafikprogramm war nur installiert um den betagten Canon-Scanner verwenden zu können, da die Windows-Bordmittel ab Vista keine Twain-Unterstützung mehr haben. Unter Ubuntu 10.04 LTS kommt Simple-Scan, welches mitgeliefert wird, zum Einsatz.

 

Datensicherung und Export

Im Vorfeld wurde ein vollständiges Image der Festplatte mit Drive Snapshot angelegt. Anschließend wurden die Office-Dateien gesichert, die Favoriten des Internet Explorer exportiert, die Kontakte als VCF und die E-Mails als EML exportiert.

 

Ubuntu-Setup

Das Setup von Ubuntu 10.04 LTS war in gut 20 Minuten abgeschlossen. Danach wurde das WLAN konfiguriert und die aktuellen Updates installiert. An zusätzlicher Software wurde nur Mozilla Thunderbird und Adobe Flash nachinstalliert.

Treiber mussten keine installiert werden. Die komplette Hardware und Peripherie wurde Out-of-the-Box von Ubuntu 10.04 LTS erkannt und eingerichtet.

 

Datenrücksicherung und Import

Die Office-Dateien wurden zurück kopiert. Die Favoriten des Internet Explorers wurden als Lesezeichen in den Firefox-Browser importiert. Hier kam die HTML-Datei des Exports zum tragen.

Die Kontakte wurden als VCF-Dateien exportiert. Diese können mit dem Thunderbird     Add-on MoreFunctionsForAddressBook importiert werden.

Zum importieren der als EML-Dateien exportieren E-Mails kam das Thunderbird Add-on ImportExportTools (MboxImport enhanced) zum Einsatz.

Die Add-ons wurden nach Fertigstellung der jeweiligen Imports wieder deinstalliert.

Übrigens eignen sich diese Add-ons auch hervorragend um unter Windows den E-Mail-Client zu wechseln, sofern kein direkter Import/Export vorhanden ist.

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