Glasfaser Netzausbau durch die Deutsche Glasfaser im Raum Aschaffenburg

Kurz bevor ich Anfang September 2019 in den Urlaub ging stachen mir Plakate von der Deutschen Glasfaser ins Auge, das womöglich in meinem Heimatort Haibach (Unterfranken) bzw. generell im Raum Aschaffenburg ein Ausbau stattfinden soll.

Das „womöglich“ bezieht sich dabei auf die notwendigen mindestens 40% an Aufträgen die pro Gemeinde abgeschlossen werden müssen. Dies gilt für die Gemeinden Bessenbach, Geiselbach, Haibach, Krombach, Oberschur, Omersbach, Laufach, Mömbris, Sailauf und Waldaschaff. Weitere Ausbaugebiete kann man auf der Homepage nachlesen. Auf der Gemeinde-eigenen Homepage beispielsweise von Haibach ist ebenfalls was dazu zu finden. Anzeigen und Artikel in der Tageszeitung, den Mitteilungsblättern, Werbung im Briefkasten usw. gibt es ebenfalls. Ferner findet, wieder am Beispiel von Haibach, in der Kultur- und Sporthalle am Dienstag, den 17.09.2019 ab 19:00 Uhr eine Info-Veranstaltung statt.

Warum überhaupt Glasfaser?

Fairerweise muss man sagen, das wir hier im Vergleich zu anderen Gegenden nicht ganz so abgehängt sind, immerhin ist VDSL mit 50, 100, teils auch 300 Mbit/s verfügbar. Was von diesen Brutto-Werten dann noch ankommt, ist wieder ein anderes Thema.

Die höhere Bandbreite bei VDSL wird allerdings mit einigem Aufwand erkauft, d.h. mehr Rechenaufwand auf beiden Seiten der Leitung um Störungen etc. zu kompensieren. Mehr Rechenaufwand bedeutet allerdings auch mehr Energieverbrauch und dies wiederum mehr Abwärme. Damit sollte jedem Klar sein, warum die Kästen von der Deutschen Telekom und Co. so groß sind. Nebenbei bemerkt wirkt sich die „Rechnerei“ auch auf die Latenz aus, das bedeutet eine Verzögerung bei der Übertragung, Bandbreite alleine ist also nicht alles. Gerade für Internettelefonie und andere Echtzeitanwendungen ist das ein Thema.

Im Gegensatz zur guten alten Kupferleitung gibt es bei einer Glasfaser keinen Leitungsverlust. Ein wenig Hintergrund dazu: Je länger eine Kupferleitung ist, desto höher der Widerstand, desto schwächer das Signal. Folglich kommt vom womöglich schnellem Anschluss im DSLAM, PoP oder der Vermittlung bei einem Zuhause oder in der Firma je nach Entfernung und Zustand der Leitung nicht mehr allzuviel an, die Stabilität kommt noch als weiterer Punkt obendrauf. Von der Störanfälligkeit durch elektro-magmentische Beeinflußung, Übersprechen, Induktion, usw. mal ganz zu Schweigen.

Bei der Deutschen Glasfaser beginnt der kleinste Anschluss bereits mit 200 Mbit/s für den Download und 100 Mbit/s im Upload. Da sieht der „Otto-Normal“-(V)DSL-Anschluss dann schon alt aus. Bei den Kabelnetzanbietern ist’s mitunter ähnlich. Eine hohe Downloadgeschwindigkeit ist zwar meist für Streamingdienste und Co. relevant, bei Clouddiensten und Firmen die beispielsweise Standortvernetzung, VPN, usw. nutzen spielt dann eben auch die Uploadgeschwindigkeit und die Latenz eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Punkt ist, das die Deutsche Glasfaser die Bandbreite überwacht und garantiert, das die bestellte Geschwindigkeit auch ankommt, da gibt es kein „von bis zu“.

Für jeden was dabei

Die Deutsche Glasfaser bietet Anschlüsse sowohl für Privat- als auch Gewerbekunden an. Ferner gibt es Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft und den Kommunen. Für Privatkunden gibt es neben dem reinen Internet- und Telefonanschluss Digital-TV, Firmen und öffentliche Einrichtungen können sich über symmetrische Bandbreite, feste IP-Adressen oder ganze Subnetze und SLAs freuen.

Und nun seid ihr dran

Mich würde Interessieren, ob ihr Erfahrungen mit der Deutschen Glasfaser habt. Bislang kenne ich den Anbieter nur von den einschlägigen Kanälen und dem einen oder anderen Gespräch mit Kollegen.

Ferner wäre interessant zu erfahren, ob es hier Leser aus den genannten Gemeinden gibt.

Update 13.09.2019

Kleiner Link-Tipp:

Auf YouTube im Kanal der Deutschen Glasfaser gibt es einige Videos zu dem wieso, warum und weshalb man Glasfaser nutzen sollte. Dort kann man sich zudem ansehen, wie ein Ausbau abläuft oder wie es beispielweise in einem PoP aussieht:

YouTube.de – Deutsche Glasfaser

Vielen Dank an Marlon für den Hinweis.

Darüber hinaus ist in der aktuellen Ausgabe KW37 vom 12.09.2019 des Haibacher Mitteilungsblatt von unserem Bürgermeister Andreas Zenglein ein Beitrag zu dem Thema zu finden. Leider gibt es diese Ausgabe noch nicht Online als PDF.

Update 17.09.2019

Mittlerweile ist die Ausgabe KW37 vom Haibacher Mitteilungsblatt als PDF abrufbar. Bereits auf dem Titelblatt wird der potentielle Glasfaserausbau im WEstSPEssart angesprochen. Ab Seite 5 geht es dann entsprechend weiter.

Apropos WEstSPEssart: Auch auf dieser Seite (Suchergebnis) finden sich zum Thema Glasfaser Informationen für die angeschlossenen Gemeinden.

Update 18.09.2019

Kleine Nachlese zum gestrigen Info-Abend in Haibach:

Den Gag des Abends lieferte gleich zu Beginn der Veranstaltung unser Bürgermeister Andreas Zenglein, als das Funk-Mikro nicht so recht wollte und er (mal wieder) nicht zu verstehen war. Das „mal wieder“ bezieht sich beispielsweise auf vergangene Ansprachen bei St. Martin-Umzügen, da klappte es ebenfalls des öfteren nicht so recht. Das liegt natürlich an der Technik, nicht an der Person! Jedenfalls nach dem Wechsel des Mikros zu einer kabelgebundenen Variante, also sinngemäss und so ähnlich hat er’s auch ausgedrückt „geht man auf Kupfer zurück läuft alles“. Damit war das Eis gebrochen. Die Vorstellung des ganzes Vorhabens sowie die Präsentation hielt überwiegend her Mirko Tanjsek von der Deutschen Glasfaser, der wiederum, sofern der Ausbau zu Stande kommt, dann auch der Projektleiter vor Ort wäre.

Apropos „Ausbau zu Stande kommen“: Eine imho wichtige Info des Abends ist, das die mindesten 40% der anschließbaren Haushalte sich auf alle beteiligten Gemeinden bezieht. Es gilt also nicht, das 40% beispielsweise in Haibach und dann nochmal 40% in Waldaschaff erreicht werden müssen. Dies ist, wie es der Bürgemeister benannte, einer der Vorteile der WESPE.

Die Werbung der Deutschen Glasfaser war und ist im übrigen mit den Gemeinden abgestimmt. Ebenfalls interessant war zu Beginn des Abend die Info vom Bürgermeister, dass das ganze Thema Glasfaser-Ausbau schon eine ganze Weile besteht und man mit vielen Anbietern gesprochen hat. Seitens der Deutschen Telekom kam wohl die Aussage, das man frühestens 2023 einen Ausbau in Betracht zieht, diesen aber auch nicht flächendeckend! Ein weiteres Beispiel ist die Anbindung eines Gewerbegiebtes einer der WESPE-Gemeinden, das bereits seitens der Telekom deutlich über 800.000€ kosten soll!

Wie geht es nun weiter?

Der Stichtag ist der 16.12.2019, bis dahin sollten 40% oder mehr erreicht sein, denn erst dann wird ein Ausbau umgesetzt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, das es in anderen Kommunen mitunter auch ein-zwei Verlängerungen für die Nachfragebündelung gab, nachlesen kann das man hier:

Merkus.de – Deutsche Glasfaser: Zweiter Anlauf fürs schnelle Netz

lokalkompass.de / Stadt Spiegel – Deutsche Glasfaser verlängert Anmeldefrist
Eine verlängerte Zielgerade gibt Nachzüglern letzte Möglichkeit für Vertragsabschluss

Sind die 40% erreicht geht es in die Planungsphase. Bislang gibt es nur eine grobe Vorplanung, wenn die Sache sicher ist, geht es ins Detail. Diese Phase dauert zwei bis vier Monate. In dieser Zeit finden zudem die Hausbegehungen statt. Bei diesen geht es darum, wo genau der Glasfaser ins Haus kommt, der HÜP (Hausübergabepunkt) und der NT (Network Termination, Abschlusspunkt oder wenn man es so nennen möchte das Glasfasermodem) gesetzt werden. Beides kann zwar 20m auseinander liegen, das sollte man allerdings nicht ausreizen und persönlich sowie im Servicefall finde ich es immer besser, wenn diese Zwei nahe beieinander sind. Ist bei anderen Anbietern übrigens ebenfalls so. I.d.R. ist HÜP, NT und Router unmittelbar in der Nähe, wobei letzterer ggf. auch mittels Netzwerkkabel auch ganz woanders sitzen kann. Nebenbei bemerkt: Es wird eine Steckdose für den NT benötigt!

Was die Router-Anbindung an den NT betrifft, da gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Wie bereits erwähnt das Netzwerkkabel, was meiner Meinung nach zu bevorzugen ist, da es nach wie vor und immer noch die schnellste und stabilste Verbindung darstellt. Kann kein Netzwerkkabel verwendet werden, kann auf eine Reihe anderer Techniken zurückgegriffen werden.

Vielen dürfte PowerLine, oder auch PowerLAN genannt, ein Begriff sein, also Netzwerk über Stromkkabel. Unsere Erfahrungen mit dieser Technik reichen von „geht gar nicht“, instabil, langsam bis hin zu supergut. Es kommt schlichtweg auf den Einzelfall darauf an, wie neu oder alt die Adapter sind und wie gut oder schlecht die Hausverkabelung und welche Distanz zu „überbrücken“ ist.

Hat man eine alte Telefonleitung oder Koax-Kabel in der Wand kann dies ebenfalls adaptiert werden. Ersteres haben wir bereits des öfteren gemacht. Wenn ausreichend Adernpaare vorhanden sind kann man durchaus ein 100Mbit/s Netzwerk oder mit Glück auch mehr darüber realisieren, auch das hängt von der Qualität der Verkabelung ab. In der Regel sind Telefonkabel nicht abgeschirmt und daher anfällig für Störungen.

WLAN samt Repeater bzw. Mesh wäre eine weitere Option, dem steht ggf. die Bausubstanz im Weg. Dicke Stahlbetonwände dämpfen die Signale sehr stark.

Zu beachten gilt es, das einem der schnellste Internetanschluss nichts nützt, wenn der Flaschenhals im Haus ist. Veraltete Router, ungeeignete Verkabelung, langsames WLAN, alte PCs, etc. bremsen aus. Router können im übrigen bei der Deutschen Glasfaser gemietet werden. Wer bereits beispielsweise eine AVM FRITZ!Box 7490 oder neuer sein Eigen nennt, kann diese weiter verwenden.

Nach der Planungsphase folgt die Bauphase, diese dauert ca. ein Jahr. Gestern Abend wurde Ende 2020/Anfang 2021 die Aktivierung der ersten Anschlüsse angepeilt. Die letzten Anschlüsse sollen bis Mai 2021 aktiviert sein. Beides gilt für alle beteiligten Kommunen. Es ist also nicht so, das die eine oder andere Gemeinde oder Ortsteile bevorzugt werden.

Fragen und Antworten

Eine für mich interessante Frage wurde während der anschließenden Frage/Antwort-Runde geklärt, die da wäre: Wie sieht es mit der Latenz im Glasfaser-Netz aus? Die Antwort von Hr. Tanjsek fiel dabei schnell und durchaus positiv aus: 3-7ms für einen Ping.

Am VDSL ist das etwas mehr, das kommt aber natürlich auch auf das Ziel darauf an. Ein Beispiel von unserem Easybell VDSL100-Anschluss (die Leitung stammt übrigens von der Telekom):

Ping wird ausgeführt für google.de [172.217.18.99] mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 172.217.18.99: Bytes=32 Zeit=13ms TTL=56

Ping wird ausgeführt für andysblog.de [85.13.150.56] mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 85.13.150.56: Bytes=32 Zeit=32ms TTL=59

Weitere Fragen die geklärt wurden sind beispielsweise:

Durch die Deutsche Glasfaser findet kein Überbau statt. D.h. liegt bereits von einem Anbieter FTTH (Fiber to the Home, also Glasfaseranschlüsse bis ins Haus) vor, wird nicht ausgebaut.

Die Glasfaser nur legen lassen, aber nicht nutzen, d.h. keinen Vertrag abschließen ist nicht möglich. Die Frage ist durchaus berechtigt, die Antwort allerdings auch. Da während der Nachfragebündelung die Verlegung nichts kostet, die Firma aber dennoch ihre Kosten decken muss, ist durchaus nachvollziehbar, das man eine Nutzung mit einer Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren voraussetzt. Sofern ein Netz der Deutschen Glasfaser vorhanden ist, kann man sich auch später anbinden lassen. Der nachträgliche Anschluss kostet allerdings ab 750,00€. Im Schnitt, laut Vertrieb, sogar 1500,00€. Auch hier kommt es auf den Einzelfall darauf an.

Das Netz der Deutschen Glasfaser steht übrigens anderen Anbietern zur Verfügung (Open Access), d.h. nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit kann ein anderer Anbieter die Glasfaser nutzen.

Warum ist das Gewerbegebiet vom Ausbau (laut Folie) ausgenommen? Laut Auskunft des Projektsleiters liegt das an gesonderten Verträgen für solche Gebiete. Details sind mir dazu leider nicht bekannt, dies müsste explizit geklärt werden.

Am Beispiel von Haibach gilt der Ausbau auch für die Ortsteile inkl. Dörrmorsbach.

Ein Rückbau der Kupferkabel findet nicht statt. Daraus ergibt sich beispielsweise das man ggf. wieder zurückwechseln kann (habe ich persönlich bei noch keinem Kunden mit einem Glasfaseranschluss erlebt) oder für Firmen interessant das man einen VDSL als Fallback-/Backup-Leitung nutzen könnte. Eine Parallelnutzung wäre ebenfalls möglich, beispielsweise Glasfaser für den schnellen Datenaustausch, Surfen, etc. VDSL für VoIP.

Mit Leuten mit denen ich vor Ort ins Gespräch gekommen bin, kam die Frage, ob ich für die Deutsche Glasfaser arbeite. Kurze und knappe Antwort: Nein.
Ich werde auch nicht für diesen Blogbeitrag bezahlt oder erhalte sonstige Zuwendungen.

Letztlich bin ich von der Technik und der Möglichkeit eines Glasfaser-Ausbaus begeistert. Ferner ist das eine Chance für die Gemeinden und den Standort. So werten sich die WESPE-Gemeinden weiter auf, den auch eine moderne Infrastruktur insgesamt, das schließt nicht nur den Internetzugang mit ein, ist sowohl für die bereits hier lebenden Anwohner und den ansässigen Firmen von Vorteil und Relevant, sondern auch für alle die noch hier her ziehen möchte.

In Zeiten von HomeOffice, also dem Arbeiten von zu Hause aus, der Nutzung von Streaming- und Cloud-Diensten, steigender Anzahl von Internet-fähigen Geräten im Haushalt (Stichwort: Smart Home), der Betrieb eigener Server- und Cloud-Dienste in Unternehmen (Beispiel: Nextcloud), spielt ein zukunftssicherer moderner und schneller Internetanschluss eine immer wichtigere Rolle.

Anbieterwechsel

Für diejenigen die Bedenken wegen eines Wechsels haben oder bei Fragen zur Restlaufzeit beim bisherigen Anbieter gilt folgendes:

Sobald der Glasfaseranschluss aktiviert ist, kann man diesen Nutzen. Während der Vertrag beim Altanbieter noch läuft zahlt man bei der Deutschen Glasfaser keine Grundgebühr! Es entstehen keine doppelten Kosten! Die Übernahme von Rufnummern erfolgt i.d.R. erst bei Vertragsende. Heutzutage funktioniert das gut mit nur kurzer Ausfallzeit. Aktuellstes Beispiel ist unser Wechsel von der Deutschen Telekom zu Easybell.

Tage- oder Wochenlange Ausfälle von Internet und/oder der Telefonie wie zu Beginn der massenhaften Umstellung auf VDSL und VoIP bei der Deutschen Telekom haben wir seit Jahren nicht mehr beobachtet.

Informationen und Fragen

Wer sich weiter informieren möchte kann sich gerne an die Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser wenden, die im Gemeindegebiet unterwegs sind. In Haibach ist der „Beratungs-Container“ in unmittelbarer Nähe zu Edeka und Rossmann (ehem. Metallbau/Fahrrad Bozem, direkt an der Würzburger Straße) ab dem 21.09.2019 Montags – Freitags von 11:00 bis 19:00 Uhr und Samstags von 10:00 bis 15:00 Uhr besetzt.

Gerne könnt ihr ein Kommentar mit Fragen oder Erfahrungen hinterlassen.

Update 19.09.2019

Nachdem man doch so einiges im Guten wie im Bösen zur Deutschen Glasfaser im Netz findet wurde folgender Beitrag erstellt:

Deutsche Glasfaser – Pro und Contra, Kommentare, Meinungen und Erfahrungen

(Natürlich) gibt es noch viel mehr. Jeder kann und sollte sich sein eigenes Bild machen.

Und noch ein paar Links hinterher:

Den aktuellen Status kann man hier einsehen:

https://www.deutsche-glasfaser.de/netzausbau/gebiete/haibach/

Immer Freitags werden die Prozente, also wieviel von den angepeilten mindestens 40% bereits erreicht sind, aktualisiert.

Von der Interkommunale Allianz Westspessart gibt’s neben der Homepage auch eine Facebook-Seite:

Facebook – Interkommunale Allianz Westspessart

Update 23.09.2019

In der aktuellen Ausgabe (KW38) des Haibacher Mitteilungsblatts findet sich ab Seite 6 wieder etwas zum Glasfaser-Ausbau. Im Haibacher-Servicepunkt bin ich heute bereits gewesen um diverse Fragen meiner- und kundenseits zu klären. Auf Seite 7 findet sich übrigens ein Foto der Mitarbeiter die aktuell in Haibach für die Deutsche Glasfaser unterwegs sind.

Wie ich gehört habe läuft es in Sailauf und Waldaschaff schon richtig gut, soll heißen: Es gibt jede Menge Interessenten und bereits einige Vertragsabschlüsse. In Frohnhofen und Haibach happerts hingegen noch. Leute was ist los? Habt ihr Fragen, dann fragt! Entweder mich und/oder die Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser sowie andere lokale Technik-Fans. Kommt in die örtlichen Servicepunkte und besucht die Info-Abende!

Vom Vertrieb wurden mir ein paar Aussagen und Szenarien von Haibachern zugetragen. Etwas Kurios erscheinen mir solche wie diese: „Kommen sie wieder, wenn 35% erreicht sind“ oder der bereits unterzeichnete Vertrag darf nicht mitgenommen werden – Was soll das bringen frage ich (mich)? Wenn „Jeder“ wartet werden die 35% bzw. besser ausgedrückt die nötigen 40% nie erreicht! Oder geht’s hier darum „wenn’s mein Nachbar macht, dann mach‘ ich es auch“ oder so ähnlich.

(Imho) Ganz der Knüller: „Ich dachte ihr seid von der AfD“.  Etwa wegen der Farbe blau oder wegen dem Werbeslogan „Das beste für unsere Heimat“? Ernsthaft?! Wo leben wir denn?!

Für alle die Bedenken wegen eines Anbieterwechsel haben: Der Glasfaser-Anschluss wird parallel zum bestehenden Anschluss gebaut. Wenn der neue Glasfaser-Anschluss verlegt, angeschlossen und freigeschaltet ist, kann dieser bereits für das Surfen im Internet genutzt werden. Die Rufnummernübernahme erfolgt erst zum Ende der Vertragslaufzeit beim Altanbieter (vorzeitige Wechsel mal außen vor gelassen). Während der Vertrag beim Altanbieter noch läuft, muss man bei der Deutschen Glasfaser keine Grundgebühr bezahlen, es entstehen also keine doppelten Kosten!

Was natürlich auch möglich ist: Man kann sich den Glasfaser-Anschluss zusätzlich zum jetzigen Anschluss anschaffen, dann selbstverständlich mit doppelten Kosten, sprich Grundgebühr bei beiden Anbietern. Es gibt keine Wechselpflicht oder ähnliches!

Der Vollständigkeit halber und auch weil’s im Gespräch erwähnt wurde: Die Deutsche Glasfaser hat nichts mit den Glasfaser-Anschlüssen von der Deutschen Telekom, Vodafone usw. zu tun. Es handelt sich um ein eigenständiges privatwirtschaftliches Unternehmen. Im Gegensatz zu so manchen (VDSL-)Ausbau von Telekom und Co. bekommt die Deutsche Glasfaser kein (Steuer-)Geld von den Kommunen.

Zum Punkt „Bauarbeiten“ so lies mich der Teamleiter vor Ort wissen, das soweit möglich Baufirmen aus dem Ort oder der näheren Umgebung genommen werden, da diese sich vor Ort schlicht am besten auskennen. Wenn keine Baufirma vorhanden ist oder die Verlegung der Glasfaser nicht leisten kann wird auf andere Firmen zurückgegriffen. Vorzugsweise dann aus der Richtung der Hauptgeschäftstelle bzw. den Niederlanden.

Update 28.09.2019

Da das Thema in den Kommentaren aufgekommen ist was die Preissteigerung ab dem 13. Monat betrifft:

Ja, die gibt es, die Höhe varriert je nach Tarif und andere machen es genauso. Siehe 1&1 (dort ist das gefühlt schon ewig so), Telekom, Vodafone usw. Das ist leider mittlerweile marktüblich.

Der Vollständigkeit halber: Es wird auch nicht jedes Jahr teurer! Das gilt nur für das zweite Jahr der Mindestvertragslaufzeit.

Man muss übrigens nicht in seinem ursprünglich gewähltem Tarif bleiben, soll bedeuten:

Man schließt den Vertrag bsplw. für den DG premium 600 ab und wechselt dann ab dem 13. Monat in den DG basic 200. Der Wechsel kostet einmalig 10,00 €.

Update 30.09.2019

Im Haibacher Mitteilungsblatt werden Fragen zum Glasfaser-Ausbau behandelt, dies wird die nächste Zeit auch so weitergeführt. Speziell für Geschäftskunden steht mir Frau Sabine Schlund seitens der Deutschen Glasfaser eine Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie war auch am Info-Abend zumindest in Haibach mit dabei und kommt gerne nach Terminabsprache für ein persönliches Gespräch vornei. Sie ist erreichbar unter:

Tel. 0 28 61 / 89 06 07 66 oder E-Mail: s.schlund@deutsche-glasfaser.de

Darüber hinaus gibt es eine Facebook-Gruppe „Glasfaser für die WESPE“.

In Sailauf und Waldaschaff läüft es mit der Nachfragebündelung schon richtig gut, man befindet sich dort bereits im zweistelligen Bereich! Haibach, Bessenbach und Laufach hinken da noch etwas hinterher. Siehe:

Facebook – Interkommunale Allianz Westspessart an Glasfaser für die WESPE – Die neuen Zahlen zum aktuellen Stand der Nachfragebündelung

In Haibach sind mir heute zudem die ersten „Wir sind dabei!“-Gartensticker aufgefallen. Weiter so!

Update 01.10.2019

Glückwünsch! Mömbris samt Ortsteile haben es geschafft, 42%, es wird ausgebaut werden! Bis zuletzt sah es knapp aus, da es bei 35% hing. Stand heute ist alles gut. Siehe:

Glasfer Mömbris – Es ist vollbracht – 42 % entscheiden sich für den Anschluss der Zukunft

Update 12.10.2019

Ein weiteres Projekt mit der Deutschen Glasfaser im Münsterland:

golem.de – Deutsche Glasfaser bekommt 160 Millionen Euro Förderung

Interessant bzw. positiv lesen sich zu diesem Beitrag die Kommentare.

Und um die Frage für unsere WESPE-Region zu beantworten: Wir sind (natürlich) auch dabei:

4 Kommentare

  • Ich finde die Preiserhöhungen INNERHALB der Mindestlaufzeit ziemlich ….äh…
    Gross gedruckte Zahl, die sich dann deutlich erhöht …
    Wenn man von 10+ Jahren Nutzung ausgeht, was zahlt man dann durchschnittlich? den GROSS gedruckten Preis? oder den klein daneben gedruckten Preis „nach 12 Monate ___ Euro.“

    Kann man gut finden. Oder auch nicht.

  • Machen andere aber auch so, ist also leider „Marktüblich“.
    Sozusagen eine gewisse Tradition ist das bei 1&1.
    Telekom und Co. haben da mittlerweile nachgezogen.

  • „Marktüblich“ muss ich als Privatkunde weder gut finden noch unterstützen.
    ich fahre monatliche (!) Kündbarkeit, bei 6 Monaten billigen Preis, danach 5eur teurer,
    aber ich kann innerhalb der Kündigungsfrist wechseln.

  • > ich fahre monatliche (!) Kündbarkeit, bei 6 Monaten billigen Preis, danach 5eur teurer,

    Als Glasfaser-Anschluss?

    Unabhängig vom eigentlichem Thema (das da wäre, zur Erinnerung, Glasfaser im Raum AB) kann man als Beispiel bei easybell ebenfalls monatlich kündigen, keine Mindestvertragslaufzeit und stabile Preise (sowohl für Privat als auch Gewerbe).

    Allgemein betrachtet hat man freie Wahl, eine Netz-Weiterentwicklung findet so allerdings kaum oder gar nicht statt.
    Man bleibt also bei alter Infrasturktur.
    In Sachen Glasfaserausbau ist Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 8.
    Siehe: statista – Deutschland bleibt Glasfaser-Entwicklungsland
    Wenn man da nicht gegensteuert, wird das nicht besser werden.
    Leider ist der Kunde mit einer „Geiz ist Geil“-Mentalität Teil des Problems.
    Alles haben wollen, aber es soll nichts kosten kann nicht funktionieren.

    Jetzt stellen wir uns mal vor, das beispielsweise Straßen, das Ab-/Wasser- und Stromnetz auch nicht modernisiert werden, wohin führt das wohl?!
    Wer annimmt, das ein komplett neues Netz innerhalb von zwei Jahren Mindestvertragslaufzeit finanziert ist, der irrt mit ziemlicher Sicherheit.
    Man wird allerdings auch nicht länger gebunden und wer weiß, aufgrund aktueller politischer Entwicklung fällt evtl. diese Mindestvertragslaufzeit.
    Siehe: Tagesschau – Handyverträge nur noch für ein Jahr
    Im Anschluss an den Vertrag kann man den Anbieter wieder wechseln.

    Mal ganz abgesehen davon, das man für das Geld auch mehr bekommt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.